Spiel des Jahres im Auestadion

Spiel des Jahres im Auestadion

Wehen Wiesbaden am Mittwoch zu Gast bei den Lwen

Alles ist angerichtet für das Spiel des Jahres: Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert der Drittligist SV Wehen Wiesbaden im Halbfinale des Krombacher Hessenpokals im Kasseler Auestadion. Es geht um den Einzug ins Endspiel, wo auf den Sieger der Verbandsligist VfB Gießen wartet.

Keine Frage, der Pokal ist das große Saisonziel für die Löwen. Zwei Siege fehlen dem KSV, um zum ersten Mal seit 2011 die lukrative erste Hauptrunde im DFB-Pokal zu erreichen. Der Trainer des KSV Hessen war damals übrigens ein gewisser Christian Hock. Vor fast 15.000 Zuschauern verloren die Löwen gegen Fortuna Düsseldorf 0:3. Trotz der Niederlage war es ein großer Fußballnachmittag für den KSV Hessen.

2015 träumen die Löwen also wieder von der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Neben einem attraktiven Heimspiel gegen einen Bundesligisten winkt ein fester Sechsstelliger Betrag vom Verband plus die anteilige Zuschauereinnahme. Doch soweit ist es noch lange nicht. Vorher wartet mit dem SV Wehen Wiesbaden ein schwieriger und unangenehmer Gegner auf die Löwen, der ebenfalls auf die Zusatzeinahmen des Pokalwettbewerbs schielt.

Eine pikante Note bekommt die Pokal-Partie dadurch, dass Christian Hock inzwischen wieder auf der Trainerbank des Drittligisten sitzt. Hock stand vor vier Jahren für einige Monate beim KSV in der Verantwortung. Er war mit dafür verantwortlich, dass Kassels Rekordtorjäger Thorsten Bauer trotz eines gültigen Vertrages ausgemustert wurde. Dadurch wurde eine schwere Vereinskrise ausgelöst, die am Ende mehreren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern den Posten gekostet hat. Doch das ist alles Schnee von gestern. Übereinstimmend wird Hock von allen Protagonisten eine hohe sportliche und menschliche Kompetenz attestiert. Das zeigt sich momentan beim Gegner vom Mittwoch, der sich deutlich stabilisiert hat, seitdem Hock das Team betreut. Am vergangenen Wochenende gelang Wehen Wiesbaden nach einer langen Durststrecke zum ersten Mal wieder ein Sieg, Halle wurde mit 3:0 klar geschlagen.

Aber auch der KSV geht optimistisch in dieses Halbfinale. Trotz der letzten drei Niederlagen in der Liga vertraut Löwen-Trainer Matthias Mink seinem Team: „Bei allen drei Partien hätten wir nicht zwingend den Platz als Verlierer verlassen müssen“. Zudem weiß Mink, dass es gegen Wehen Wiesbaden „ein ganz anderes Spiel“ geben wird.

Die Löwen hoffen auf die Unterstützung von den Rängen. "Die Mannschaft hat sich eine tolle Kulisse verdient", sagt Mink. Recht hat er. Bei den Offenbacher Kickers gewannen die Löwen vor vier Wochen 1:0 und schafften dadurch den Sprung in das Halbfinale. Damit ist der KSV die einzige Mannschaft, die in dieser Saison auf dem gefürchteten Bieberer Berg gewinnen konnte. Mit Ausnahme von Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal. Am Mittwoch soll dieser Triumph von Offenbach veredelt werden. Wieder im Kader dürften Routinier Enrico Gaede und Ingmar Merle stehen, die zuletzt gegen Mannheim geschont wurden

Oliver Zehe

Veröffentlicht: 27.04.2015

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Datum des Ausdrucks: 03.06.2020