Aufgrund der Sommerferien standen dem neuen Trainerteam Karina Krohne und Hasret Cakar nur 13 Spielerinnen zur Verfügung. Doch diese wussten gegen die U-16-Juniorinnen aus der Niedersächsischen Landeshauptstadt über weite Strecken zu überzeugen und kamen so zu einem deutlichen Erfolg. In einer ausgeglichenen Anfangsphase ohne klare Tormöglichkeiten, sorgte einzig ein von Neu-Löwin Amelie Wicke getretener Freistoß aus halb-linker Position aus ca. 20 Metern für Gefahr. Leider fand der Ball nicht den Weg ins Tor, sondern sprang vom Querbalken des 96-Tors zurück ins Feld, wo die Defensive des Niedersachsenligisten die Situation bereinigen konnte. In der 22. Minute fiel dann der Führungstreffer für den KSV-Nachwuchs. Paulina Kapsa steckte auf Amelie Wicke durch und die behielt im 1-gegen-1 gegen die Torfrau aus Hannover die Übersicht und schob zur nun verdienten Führung ein. Nur fünf Minuten später konnten die Junglöwinnen nachlegen. Marlene Remus setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte den Ball punktgenau in die Mitte, wo sich Kapsa von ihrer Gegenspielerin gelöst hatte und die Kugel an der Torhüterin vorbei zur 2:0-Führung ins Tor spitzelte. Nur eine Minute später bediente Emilia Weinmeister ihre Mitspielerin Kim Krohne aus dem Gewühl heraus und Krohnes Abschluss aus knapp 22 Metern schlug, unhaltbar für die Gästetorhüterin, zum 3:0 im linken oberen Eck ein (28. Min.). Der Torhunger der Heimelf war damit aber noch nicht gestillt. In Minute 33. gab es erneut Freistoß für die Junglöwinnen und die Position erinnerte an den Freistoß aus Minute acht. Doch diesmal konnte Wicke die Torhüterin überwinden und mit ihrem zweiten Treffer des Tages die Führung des KSV auf 4:0 ausbauen. Mit diesem Ergebnis ging es dann nach vierzig Minuten in die Halbzeitpause.
In der Pause schien der Trainer der Gäste den richtigen Ton getroffen zu haben, kamen die 96´innen doch mit frischen Mut und der Ambition, das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten, aus der Kabine. Und weil die KSV-Abwehr um Marie Lindemann und Joana Gamisch einmal nicht im Bilde war, tauchte eine 96-Angreiferin urplötzlich alleine vor der jetzt das KSV-Tor hütenden Magdalena Daun auf und konnte auf 4:1 verkürzen (42. Min.). Die Gäste aus Hannover traten nun energischer in den Zweikämpfen auf und das Passspiel der Junglöwinnen war nicht mehr so präzise wie in Halbzeit Eins. So spielte sich das Geschehen nun meist im Mittelfeld ab. Während die KSV-Abwehr keine Möglichkeiten mehr zuließ, scheiterten die Angreiferinnen ein ums andere Mal an sich selbst und vergaben teils hochkarätige Möglichkeiten. So dauerte es bis zur 62. Minute ehe der KSV-Anhang erneut jubeln durfte. Ein von Remus getretener Eckball fand in der Mitte Mittelstürmerin Kapsa, die per Kopf auf 5:1 stellte. Und weil die immer torhungrige Kapsa noch nicht genug hatte, erhöhte sie nach feiner Vorarbeit von Wicke in der 72. Minute auf 6:1, was auch gleichzeitig den Endbestand bedeutete.
Nach der Partie zeigte sich Trainerin Karina Krohne sehr zufrieden mit der Leistung ihrer neu zusammengestellten Mannschaft, die erst eine gemeinsame Trainingseinheit in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit absolviert hat und blickt mit Vorfreude auf das kommende Wochenende. Dann sind die Junglöwinnen ab 11 Uhr Gastgeber eines hochkarätig besetzten Leistungsvergleichs, bei dem die B-Juniorinnen des VFL Wolfsburg, Mainz 05 und Wacker München ihre Visitenkarte in Kassel abgeben. Die B-Juniorinnen des KSV Hessen Kassel freuen sich dann auf hoffentlich viele interessierte Zuschauer auf den Kunstrasenplätzen an den Giesewiesen, die diesem sportlichen Highlight in der Vorbereitung den angemessenen Rahmen verleihen.
Eingesetzt wurden:
Nuala Ortmann, Magdalena Daun (ab Min. 41), Khaya Roos, Marie Lindemann, Joana Gamisch, Solveig Linke, Sophie Nieder, Kim Krohne, Marlene Remus (C), Emilia Weinmeister, Amelie Wicke, Paulina Kapsa, Josefine Fölsch (ab Min. 21).
Veröffentlicht: 21.07.2026









































