Dabei begann die Partie aus Kasseler Sicht denkbar ungünstig. Bereits in der zweiten Spielminute nutzten die Gäste eine ihrer ersten Möglichkeiten zur frühen Führung. Der KSV benötigte anschließend einige Minuten, um sich zu sammeln und die nötige Sicherheit im eigenen Spiel zu finden. Darmstadt suchte insbesondere mit langen Bällen immer wieder den Weg über die rechte Außenbahn und stellte die Kasseler Defensive damit vor Herausforderungen. Mit der ersten sauber herausgespielten eigenen Torchance fand der KSV jedoch zunehmend besser in die Begegnung. Die Mannschaft gewann an Präsenz, wurde im Spiel mit dem Ball klarer und entwickelte zunehmend Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Trotz des deutlichen Pausenstandes von 3:1 verlief der erste Durchgang über weite Strecken ausgeglichen. Beide Mannschaften kamen zu ihren Möglichkeiten, den entscheidenden Unterschied machte die Konsequenz im letzten Drittel. Während Darmstadt einige aussichtsreiche Situationen ungenutzt ließ, zeigte sich der KSV vor dem gegnerischen Tor äußerst effizient. Besonders der Treffer zum 3:1 unmittelbar vor der Halbzeitpause war zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt gesetzt.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Kasseler zunächst konzentriert und effektiv. Mit dem Treffer zum 4:1 schien die Begegnung frühzeitig entschieden. Rund 15 Minuten vor dem Ende veränderte eine Rote Karte auf Kasseler Seite jedoch noch einmal die Statik der Partie. In Unterzahl war in der Schlussphase vor allem defensive Geschlossenheit gefragt. Darmstadt erhöhte den Druck, agierte vermehrt mit langen Bällen und kam zu zahlreichen Standardsituationen. Nach dem Treffer zum 4:2 musste der KSV noch einmal intensive Minuten überstehen. Die Mannschaft verteidigte den eigenen Strafraum jedoch mit großer Leidenschaft und ließ keine klare Möglichkeit zum 3:4 mehr zu. Auch von außen war in dieser Phase der besondere Zusammenhalt der Mannschaft zu spüren. Die Auswechselbank unterstützte die Spieler auf dem Platz lautstark und leidenschaftlich und trug ihren Teil dazu bei, den fehlenden Mann in Unterzahl mit zusätzlicher Energie von außen aufzufangen.
U15 Cheftrainer Jan Leimbach sagte nach dem Spiel dazu: „Nach dem frühen Rückstand haben wir etwas gebraucht, um in die Partie zu finden. Danach haben wir uns deutlich gesteigert und unsere Chancen sehr effizient genutzt. Besonders stolz bin ich auf die Schlussphase: Die Jungs auf dem Platz haben in Unterzahl leidenschaftlich verteidigt und unsere Auswechselbank hat den fehlenden Mann mit ihrer Energie und Unterstützung von außen praktisch ersetzt. Genau dieser Zusammenhalt zeichnet eine Mannschaft aus. Drei Siege aus drei Spielen sind ein sehr guter Start, auf dem wir weiter aufbauen wollen.“
Am Ende stand ein 4:2-Heimerfolg, bei dem neben der Effizienz vor dem gegnerischen Tor insbesondere Mentalität, Leidenschaft und mannschaftliche Geschlossenheit den Ausschlag gaben. Nach drei Spieltagen steht die U15 des KSV Hessen Kassel damit bei der optimalen Ausbeute von neun Punkten aus drei Spielen. Ein gelungener Start in die neue Hessenliga-Saison ist somit vollbracht: drei Spiele, drei Siege.
Aufstellung:
Cucuz, Braun (44. Just), M. Werner (55. Salinas Rivas), Ferreira da Mota (43. Wrona), Dwai, Euteneuer (47. Sahitaj), Beimdiek (55. Köditz), Potorac, Fenske, T. Werner, Schwab
Auch im Team:
Kschischan (ETW)
Tore:
0:1 Ibrahim (3.), 1:1 Ferreira da Mota (17.), 2:1 & 3:1 & 4:1 Dwai (32., 35+2., 51.)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Dwai (56., KSV)
Bericht: Alexander Braun
Bilder: Jeanette Kschischan
Veröffentlicht: 31.08.2026







































