Wiedersehen mit Stefan Müller

SV Spielberg zu Gast im Auestadion
Wiedersehen mit Stefan Müller

Ohne ihn wäre der KSV Hessen wohl nicht in der vergangenen Saison Hessenpokalsieger geworden: Stefan Müller köpfte vor knapp einem Jahr beim 1:0-Sieg im Viertelfinale auf dem Bieberer Berg gegen den OFC das entscheidende Tor und ermöglichte damit erst das Finale und das spätere DFB-Pokalspiel im ausverkauften Auestadion gegen Hannover 96. Am Samstag (14 Uhr) gastiert der Innenverteidiger mit seinem neuen Club  SV Spielberg im Auestadion.

Spielberg – das ist ein Ortsteil der 15.000 Einwohner zählenden Gemeinde Karlsbad südlich von Karlsruhe. Als Meister der Oberliga Baden-Württemberg 2015 stieg der heimische SV Spielberg im vergangenen Jahr in die Regionalliga Südwest auf – für den Heimatclub von Ex-Nationalspieler Jens Nowotny der größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Doch wenn die Badener nicht aufpassen, dann bleibt die Zugehörigkeit zur vierthöchsten Spielklasse ein Intermezzo. Mit 17 Punkten ist der SV Spielberg Tabellenvorletzter und damit akut abstiegsgefährdet. Allein in den letzten neun Spielen blieb der SV Spielberg ohne Sieg. Und auswärts liegt der bislang einzige Dreier lange zurück: Am ersten Spieltag siegte Spielberg bei der SpVgg. Neckarelz mit 1:0.

Der Aufsteiger gastiert zum ersten Mal überhaupt im Kasseler Auestadion. Das Hinspiel Ende August gewann der KSV mit viel Glück aber durchaus nicht unverdient 1:0. Zunächst erzielte Hasan Pepic in der 72. Minute das Führungstor, bevor es kurz vor Schluss Elfmeter für die Gastgeber gab. In dieser hektischen Partie, in der Shqipon Bektashi und Sylvano Comvalius mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurden, vergab allerdings Jan Malsam die große Chance. Die Emotionen kochten hoch und der mit den Karten wedelnde Schiedsrichter hatte das Spiel nicht mehr wirklich im Griff.

Das Spielberg im Kampf um den Klassenerhalt Mannschaften ärgern kann, die in der Tabelle besser platziert sind, zeigte das vergangende Wochenende: Der 1. FC Saarbrücken kam in Spielberg nicht über ein 0:0 hinaus und hat nun denkbar schlechte Karten im Kampf um den Relegationsplatz.

Dennoch: Die Löwen können und müssen also am Samstag die Favoritenrolle annehmen – trotz zahlreicher Ausfälle: Tino Schulze, Steffen Friedrich, Tim Welker und Shqipon Bekatshi sind verletzt, Kapitän Tobias Becker fehlt gelbgesperrt, Hasan Pepic ist erkrankt. Doch auch ohne diese sechs, zählt gegen Spielberg nur ein Sieg, zumal viele Fans auf eine Wiedergutmachung nach der unnötigen 1:2-Niederlage in Pirmasens hoffen.

Stefan Frindt / Oliver Zehe

 

Veröffentlicht: 18.03.2016

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Datum des Ausdrucks: 21.11.2019