"Neues Spiel, neue Chance"

Alexander Mißbach im Löwen Inside-Interview

Alex Missbach, der mittlerweile seine vierte Saison im KSV-Trikot spielt, ist in der Defensive der Löwen als Abwehrspieler gesetzt. Doch ehe es den 29-Jährigen zu den Löwen zog, lief er bereits für einige andere Regionalliga-Vereine auf – darunter Fortuna Düsseldorf, Steinbach Haiger und die Sportfreunde Siegen. Zuvor absolvierte er seine Jugendausbildung unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern, Schalke 04 und dem MSV Duisburg. Der Kontakt zum KSV kam schließlich durch seinen Berater und den ehemaligen Löwen-Trainer Tobias Cramer zustande. Als zugezogener Nordhesse habe er sich schnell eingelebt und wohl gefühlt, erzählt der in Kasachstan geborene und im Hunsrück aufgewachsene Defensiv-Allrounder.

Auch außerhalb des Trainings- und Spielbetriebes oder der Arbeit im Steuerbüro bei Söder & Labonte befasst sich Alexander Missbach überwiegend mit dem Fußball, schaut Spiele im Profi- sowie Amateurbereich und verfolgt das aktuelle Geschehen. Abseits dessen dürfen zur Entspannung ein regelmäßiger Besuch der Therme oder der Kabinensauna ebenso wenig fehlen wie Spaziergänge mit Husky-Hündin Emmi in der freien Natur und in den Wäldern der Region.

Am vorletzten Spieltag habt ihr im Spiel gegen Stuttgart II euren ersten Dreier der Saison eingefahren. Dann stand Ulm auf dem Programm.

Durch den Sieg gegen Stuttgart haben wir wieder etwas Selbstvertrauen getankt – vor allem durch die Art und Weise wie wir das Spiel bestritten haben. Aber wir wussten natürlich um die Qualität Ulms, die aktuell verdient auf dem ersten Tabellenplatz stehen. Leider ist es uns im Spiel gegen Ulm nicht gelungen, eine gute defensive Leistung wie gegen Stuttgart auf den Platz zu bringen. Auch das Pressing und das Umschaltverhalten haben nicht funktioniert, so dass wir in der ersten Halbzeit letztlich zu viele Chancen zugelassen haben. Erschwerend kam natürlich hinzu hinzu, dass wir ab der 38. Minute in Unterzahl gespielt haben (Anmerkung d. Red.: Maximilian Zunker flog in der 38. Minute wegen Notbremse mit glatt Rot vom Platz). Offensiv hingegen waren wir nicht konsequent genug und hatten keine nennenswerten Torchancen. So gewinnst du eben keine Spiele, wobei ich Ulm wirklich lassen muss: Sie sind in der aktuellen Verfassung eine Klasse besser als wir und zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz.

Im Auestadion empfangt ihr am Samstag Steinbach Haiger – und die haben gerade einen richtigen Lauf. Nach acht Siegen in den vergangenen zehn Spielen steht Platz zwei zu Buche. Wie wollt ihr an das Spiel herangehen?

Wir wollen aus jedem Spiel etwas Zählbares mitnehmen. Dazu gehört an erster Stelle das Ulm-Spiel zu analysieren und gegen Steinbach Haiger das besser machen, was wir gegen Ulm gerade in der ersten Halbzeit versäumt haben auf den Platz zu bringen. Grundlegend müssen wir zu der defensiven Stabilität wie im Spiel gegen Stuttgart zurückgelangen und nach vorne konsequenter spielen. Das war im letzten Jahr die Basis unseres Erfolges, zu der es zurückzugelangen gilt. Außerdem haben wir zuhause immer die Kurve im Rücken, das spornt natürlich zusätzlich an. Neues Spiel, neue Chance – und damit 90 Minuten und die Chance drei Punkte mitzunehmen, die wir in der aktuellen Tabellensituation auch unbedingt benötigen.

Entweder oder …

Ketchup oder Senf? „Kommt aber auch ein bisschen drauf an zu was.“

Direkt ins Elfmeterschießen oder erst in die Verlängerung?

1 Tag Urlaub am Strand oder 10 Tage in den Bergen geschenkt? „Es sind 10 Tage …“

Erdbeeren oder Himbeeren?

Podcast oder Buch?

Nutella mit oder ohne Butter? „Eigentlich esse ich gar keins.“

Das Interview wurde geführt von Celina Lorei.

Veröffentlicht: 19.10.2022

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Datum des Ausdrucks: 01.12.2022