
Sorgten noch zu Beginn des Spiels die Löwen mit einigen gefälligen Angriffspassagen und knapp verpassten Chancen durch Sararer und Bonianga für ein ausgeglichenes Spiel, so waren es dann doch die Mannheimer die nach ca. zehn Minuten immer mehr die Kontrolle des Spiels übernehmen konnten. Nach einer Viertelstunde war es dann der Ex-Löwe Lukas Rupp, der nach einem technisch schön vorgetragenem Angriff zentral am Kasseler Strafraum angespielt wurde und sich diese Chance nicht mehr nehmen ließ. Gut den Ball abgeschirmt setzte sich Rupp gegen die Kasseler Abwehr durch und ließ Keeper Oelschlägel im KSV-Gehäuse mit einem platziertem Schuss auf die rechte Seite keine Abwehrchance. Routiniert spulten die Mannheimer ihr Spiel ab und den Löwen gelang durch das hohe Pressing des VfR nicht mehr viel im Aufbauspiel. Bis zur Pause hatten die Löwen nur noch eine nennenswerte Möglichkeit durch Luis Podolski, dessen Schuss von der Strafraumkante dann aber doch zu hoch geriet und über den VfR-Kasten zischte. Auch ein paar immer wieder gefährliche Eckbälle von Mannheim änderten am Spielstand nichts und so blieb es bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Ulrich beim 0:1.
Zur zweiten Spielhälfte wechselte Löwen-Trainer Klingbeil gleich doppelt - Nick Rothweiler und Leon Damer kamen für Cemal Kaymaz und Cemal Sezer. Sararer rückte für Sezer in die Mitte und Damer ging für Sararer auf die linke Seite. Die Löwen versuchten besser ins Spiel zu kommen, was aber von Mannheim immer wieder geschickt im Keim erstickt wurde, so dass eigentlich keine Großchance auf Kasseler Seite gezählt werden konnte. Kurz nach einem Doppelwechsel beim VfR konnte Zeigler (63.) ein Durcheinander in der Löwenabwehr nutzen und das 0:2 erzielen, was Keeper Oelschlägel zu einer Ansprache in Richtung seiner Vorderleute veranlasste. Direkt nach dem erneuten Gegentor wechselten nun wieder die Löwen ebenfalls doppelt und brachten Najjar und Böyükata für Podolski und Bravo Sanchez. Wieder zwei Minuten später wechselte wiederum der VfR doppelt. Die vielen Wechsel schienen dem Spiel nicht sonderlich gut zu tun. Es wirkte als konnten die Löwen nicht mehr für das Spiel tun und die Mannheimer wollten nicht. So plätscherte das Spiel in den Folgeminuten dahin. Die größten Aufreger waren drei berechtige gelbe Karten auf beiden Seiten bis zur 81. Spielminute. Die Kasseler Innenverteidigung bekam zu zweit Pasqual Pander nicht unter Kontrolle und der nutzte das humorlos zum 0:3-Endstand aus. Auch ein paar weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten konnten bis zum Abpfiff nach drei Minuten Nachspielzeit nicht genutzt werden. Die Löwen konnten sich im Laufe des Spiels immer wieder bei Keeper Oelschlägel bedanken, der die eine oder andere Möglichkeit für den VfR mit seinen Paraden zunichte machte und damit eine höhere Niederlage verhinderte.
Weiter geht es für die Löwen am kommenden Samstag, 24.10.2026, um 14 Uhr auswärts beim FC-Astoria Walldorf.
KSV Hessen - VfR Mannheim 0:3 (0:1)
KSV: Oelschlägel - Podolski (65. Nael Najjar), Knipping, Kopf, Liesche Prieto - Bravo Sanchez (65. Emre Böyükata), Kaymaz (46. Nick Rothweiler), Pepic - Bonianga (73. Joel Richter), Sezer (46. Leon Damer), Sararer
Mannheim: Nreca-Bisinger - Alaoui (60. Pander), Berisha (60. Paraschiv), Esswein, Hartmann, Hetemaj (66. Krüger), Kuhn, Ristl (82. Ramusovic), Rupp (66. Sentürk), Weik, Zeigler
SR: Ulrich (Ellhofen) - Z: 2.012
Tore: 0:1 Rupp (15.), 0:2 Zeigler (63.), 0:3 Pander (81.)
Veröffentlicht: 17.10.2026










































