Dr. Fritz Westhelle wird 70

KSV-Aufsichtsrat feiert Geburtstag

Seit dem Sommer 2017 arbeitet er beim KSV Hessen im Aufsichtsrat mit und ist dabei ein wichtiger Ratgeber und Fachmann bei allen rechtlichen Fragen des Vereins: Dr. Fritz Westhelle, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht aus Kassel. Am 14. Juli feiert er seinen 70. Geburtstag.

Aufgewachsen ist Fritz Westhelle in der Adolfstraße in Wehlheiden, also unweit vom Auestadion, das zu Westhelles Kindheit Schauplatz vieler großer Spiele in der damals erstklassigen Oberliga Süd war. Gegner wie der VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Nürnberg, aber auch der damals noch gar nicht so große und mächtige FC Bayern München hatten nicht selten große Schwierigkeiten, um in Kassel zu punkten. Regelmäßig dröhnte der Torschrei aus der noch nagelneuen Arena bis ins elterliche Wohnzimmer, wo die Mutter nach dem Stadionbesuch der "Männer" mit einem frisch aufgesetzten Kaffee wartete. Westhelle ist seit seinem fünften Lebensjahr Stammgast im Auestadion. Sein Vater, ein Beamter, nahm ihn regelmäßig zu den Spielen der Löwen mit. Der Papa kaufte sich ein Ticket für die Haupttribüne, der Junior für die günstigeren Stehplätze, die damals noch matschig und ungeteert waren. "Mit der Stehplatzkarte bin ich dann wieder zu meinem Vater auf die Tribüne", schmunzelt der Jurist noch heute. "Er war ein Mann, der durchaus respekteinflößend war. Die Ordner haben uns gewähren lassen". Nach der Schulzeit sowie neun Jahren Studium und Promotion in Marburg kehrte Westhelle in den späten Siebziger Jahren zurück nach Nordhessen und wurde schnell wieder im Vorderen Westen und später in Bad Wilhelmshöhe heimisch.

Westhelle gründete eine Kanzelei, die bald schon größer wurde. Heute zählt sie mit 13 Standorten zu den größten in der Bundesrepublik. Erste berufliche Kontakte mit dem Fußball sammelte Westhelle 1993, als er den Konkurs des "alten" KSV Hessen begleitete. Unter der Regie von Klaus Stern entstand 2005 der Dokumentarfilm "Gestatten, Bestatter – Der Insolvenzverwalter Fritz Westhelle". In der Dokumentation berichtet Stern über die Insolvenz des Autohauses Rößlers, welches vor der Insolvenz 223 Mitarbeiter in 7 Filialen in Nordhessen beschäftigte. Letztendlich gelang es nicht, einen Investor für das angeschlagene Autohaus zu finden. Dennoch war die Abwicklung der Insolvenz für Westhelle ein Erfolg, da vier der sieben Filialen erhalten wurden und nahezu die Hälfte der Mitarbeiter ihren Job behalten konnten. Fünf Jahre später begann ein noch viel spektakuläreres Verfahren: Da wurde Westhelle als Insolvenzverwalter der untergegangenen MEG AG eingesetzt. Der Fall mit Versicherungsmakler und Ex-KSV-Sponsor Mehmet Göker sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Fast zeitgleich war Westhelle auch mit den Kassel Huskies beschäftigt und begleitete diese als Geschäftsführer, nachdem die Schlittenhunde ebenfalls ein Insolvenzverfahren über sich ergehen lassen mussten.

Westhelle fühlt sich in Kassel "pudelwohl" und ist bekannt wie der berühmte "Bunte Hund": Frühstück in der Markthalle, ein Glas Wein im Garten des Kulturzeltes, Besucher beim ATP-Tennisturnier in der Burgfeldstraße oder halt ein Fußballspiel bei den "Löwen". Ein Geburtstagswunsch für den Jubilar? "Das wir ab dem September wieder mit vielen Menschen Fußball im Auestadion schauen können".

Der KSV Hessen gratuliert Dr. Fritz Westhelle ganz herzlich zum Geburtstag und wünscht weiterhin alles Gute und viel Gesundheit.

Oliver Zehe

Veröffentlicht: 14.07.2020

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 08.08.2020