19828383848485 - Die KSV-Kolumne

DIe Kolumne von Christof Dörr

8, ACHT! Meisterschaften hintereinander hat der FC Bayern München jetzt geholt. Es gibt Kinder, die gehen in die zweite Klasse und haben noch nie einen anderen Meister erlebt. Das muss man sich mal vorstellen. Die denken, dass der DFB irgendwann mal in einer Schnapslaune festgelegt hat, dass Bayern München immer auf Platz eins stehen muss und es nur darum geht, wer auf den Plätzen zwei bis achtzehn landet. Wie Öde die erste Liga schon seit langem ist, sieht man auch an den folgenden Zahlen: Seit ihrer Gründung zur Spielzeit 1963/64, gab es 57 Deutsche Meister – 29 Mal stand der FC Bayern München ganz vorne. Seien wir ehrlich: In der Bundesliga herrscht gähnende Langeweile. Da lobe ich mir doch die Regionalliga Südwest, denn in unserer neuen Lieblingsliga kann sowas nicht passieren. In der vierten Liga verschwindet der Meister nämlich einfach so. Tschüssikowski!

Bis Dannimanski! Ab in die dritte Liga. Aus den Augen, aus dem Sinn und im nächsten Jahr gibt es ganz sicher einen neuen Klassenprimus. Nun gut, aus leidvoller Erfahrung wissen wir natürlich, dass das nicht immer so war, aber jetzt ist es halt so. Immerhin hat der DFB den historischen Gründungsfehler irgendwann doch noch erkannt und verbannt. Wenn auch leider zu spät – ja, ich weiß, wir mögen Holstein Kiel, aber trotzdem: Alles Mist, damals, 2013. Nein, nein, nein, wir wollen in dieser Kolumne ja nicht pessimistisch zurück, sondern optimistisch nach vorne blicken: Also: Saarbrücken: Weg. Mannheim: Weg. Gut, Elversberg ist wieder da, aber man kann ja nicht alles haben. Das bringt mich auf eine Idee: Vielleicht sollte sich die Bundesliga dieses System einfach mal abschauen: Als Konjunkturprogramm gegen die Langeweile. Der Meister scheidet aus und darf erst mal nicht mehr mitspielen. Vielleicht kann man den ja in eine europäische Mia san Mia-Liga abschieben, in der die Großkopferten unter sich sind. Dann haben in der Bundesliga endlich auch mal die Sieger der Herzen eine Chance, Meister zu werden. Nein, nein! Natürlich meine ich damit nicht die Äbbelwoi-Schlürfer von der Eintracht – also bitte, wo denkt ihr hin? Freiburg, Mainz, Augsburg und Co. meine ich. Die Underdogs.

Liebe Fans, ganz egal, wo ihr gerade seid, schließt jetzt alle mal die Augen und stellt euch vor, was das für ein Gänsehautmoment wäre, wenn Christian Streich den jubelnden Fans auf dem Rathausbalkon von Freiburg die Meisterschale präsentieren würde. Im Hintergrund steht Volker Finke, umgeben von ganz vielen Willis (Tobias, Iash, Kobiash, etc.). Und nun ratet mal, wer in diesem Moment zum ersten Mal seit gefühlten 100 Jahren nicht dabei ist. Richtig: Der FC Bayern München. Das würde doch auch einem nicht-Freiburg-Fan das Herz jauchzen und Frohlocken lassen. Mein Vorschlag also: Um die Saison mit gutem Karma starten zu lassen, schreien wir jetzt alle gemeinsam so laut, dass man es in ganz Kassel hören kann:: „Wer wird Deutscher Meister? Nicht der FCB!“

Bis Dannimanski! Ab in die dritte Liga. Aus den Augen, aus dem Sinn und im nächsten Jahr gibt es ganz sicher einen neuen Klassenprimus. Nun gut, aus leidvoller Erfahrung wissen wir natürlich, dass das nicht immer so war, aber jetzt ist es halt so. Immerhin hat der DFB den historischen Gründungsfehler irgendwann doch noch erkannt und verbannt. Wenn auch leider zu spät – ja, ich weiß, wir mögen Holstein Kiel, aber trotzdem: Alles Mist, damals, 2013. Nein, nein, nein, wir wollen in dieser Kolumne ja nicht pessimistisch zurück, sondern optimistisch nach vorne blicken: Also: Saarbrücken: Weg. Mannheim: Weg. Gut, Elversberg ist wieder da, aber man kann ja nicht alles haben. Das bringt mich auf eine Idee: Vielleicht sollte sich die Bundesliga dieses System einfach mal abschauen: Als Konjunkturprogramm gegen die Langeweile. Der Meister scheidet aus und darf erst mal nicht mehr mitspielen. Vielleicht kann man den ja in eine europäische Mia san Mia-Liga abschieben, in der die Großkopferten unter sich sind. Dann haben in der Bundesliga endlich auch mal die Sieger der Herzen eine Chance, Meister zu werden. Nein, nein! Natürlich meine ich damit nicht die Äbbelwoi-Schlürfer von der Eintracht – also bitte, wo denkt ihr hin? Freiburg, Mainz, Augsburg und Co. meine ich. Die Underdogs.

19828383848485 - Das ist die KSV-Kolumne von Christof Dörr

Wir Löwen haben ein Trauma. Schuld daran sind drei Spielzeiten: 1982/83, 83/84, 84/85. Dreimal hintereinander verfluchter Vierter! Verfluchter Mist! Seitdem ist unser KSV gefühlt in der ersten Bundesliga - egal, wo wir in der Realität gerade wirklich kicken. Ich will die fußballfreie Zeit in der Sommerpause nutzen, um gegen dieses Trauma anzukämpfen, indem ich Euch in meiner Kolumne erkläre, warum ihr Euch tierisch auf die kommende Saison freuen könnt. Regionalliga ist nämlich viel geiler als erste Liga!

Veröffentlicht: 19.07.2020

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 08.08.2020