Gute Ansätze und viel Arbeit

1. FC ESCHBORN - KSV HESSEN
Der KSV Hessen vor dem Spiel der Spiele.
Als der Arbeitssieg eingefahren war, ging der Blick unweigerlich nach vorn. Das unspektakuläre 2:0 des KSV Hessen Kassel gegen Flieden war nicht lange Thema rund ums Auestadion. Die Gespräche drehten sich um das kommende Wochenende. Das Spiel der Spiele. Den Oberliga-Schlager in Eschborn. "Wir haben da jetzt alle Möglichkeiten", freute sich Oliver Roggensack nach dem Remis des Spitzenreiters in Neukirchen. Und obwohl die Löwen gegen Flieden erneut keine berauschende Leistung ablieferten, machte sich Optimismus breit. "Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Flieden", sagt Kapitän Andreas Mayer. Und Tobias Dietrich ergänzt: "Das Spiel in Eschborn wird uns besser liegen. Die stehen nicht mit neun Mann hinten drin." Der Mittelfeldspieler hatte sich bei seinem zweiten Spiel im Auestadion deutlich verbessert gezeigt. "Im zentralen Mittelfeld fühle ich mich einfach wohler", erklärte der Ex-Göttinger, der gegen Neukirchen noch den rechten Flügel besetzen musste. Dietrich gewann viele Zweikämpfe und mühte sich, mit seinen Pässen Linie ins Spiel zu bringen. Auch Marco Mason zeigte sich durch das Rücken nach innen deutlich verbessert. Auf den Außenbahnen zeigten Nico Steffen und Soner Dayangan gute Ansätze, aber noch zu viele Ungenauigkeiten beim Zuspiel.
Ohnehin gibt es bis zum kommenden Wochenende noch viel zu verbessern. Nach der erfrischenden Anfangsphase baute der KSV erneut zu schnell ab. Vor allem im Angriff haperte es mächtig. Der grippegeschwächte Andre Breitenreiter konnte sich kaum durchsetzen. Und Julio Cesar bot eine schwache Leistung. "Er ist derzeit etwas von der Rolle", stellte Roggensack fest. Ärgerlich vor allem die Eigensinnigkeit des Brasilianers, der immer wieder besser postierte Mitspieler übersah. "Darüber müssen wir sprechen", sagte der Trainer, "wir werden in dieser Woche den Dolmetscher bestellen müssen." Thorsten Bauer, der im zweiten Durchgang eingewechselt wurde, konnte sich ebenfalls nicht in den Vordergrund spielen. Gleich zweimal brachte der Stürmer den Ball in der Schlussphase aus kurzer Distanz nicht im Tor unter.
Es bleibt also genug Arbeit bis zum Spiel der Spiele. Tobias Dietrich ist davor nicht bange: "Wir steigern uns. Es wird auch jetzt im Training von Tag zu Tag besser."


<i>Von Frank Ziemke


(HNA-Sportredaktion, 17.03.03)</i>

Veröffentlicht: 17.03.2003

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Datum des Ausdrucks: 14.12.2019