KSV nutzt beim Sieg in Frankfurt seine Chancen konsequent

KSV nutzt beim Sieg in Frankfurt seine Chancen konsequent

FSV Frankfurt II - KSV Hessen 0:2 (0:1)
<p>Frankfurt. Grau, na&szlig;kalt, schlecht besucht: Der Rahmen f&uuml;r das Regionalligaspiel zwischen der zweiten Mannschaft des FSV Frankfurt und dem KSV Hessen Kassel war f&uuml;r ein Fu&szlig;ballfest denkbar ungeeignet.<span>&nbsp;</span></p>

Auf dem Platz sah es auch nicht wesentlich besser aus. Aber immerhin: Die Löwen zeigten endlich, dass sie noch gewinnen können, trotz einer Rumpftruppe, in der Stürmer Tobias Damm sogar als Innenverteidiger aushelfen musste. Zwei gute Momente reichten den Gästen, um die Partie mit 2:0 (1:0) für sich zu entscheiden.

Mancher der 60 bis 70 Fans der Kasseler, die sich die 200 Kilometer bis an den Bornheimer Hang gequält hatten, mochten wehmütig an den 25. Mai 2006 gedacht haben, an dem der KSV an gleicher Stelle vor 8000 Zuschauern mit einem 1:0 am letzten Oberliga-Spieltag den Aufstieg perfekt gemacht hatten. Diesmal war es ein eher trister Vergleich mit der FSV-Reserve, dem knapp 200 Besucher beiwohnten.

Im siebten Spiel unter Interimstrainer Holger Brück nutzte Kassel die wenigen klaren Chancen konsequenter als die Gastgeber. Zunächst aber plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte dahin. Einmal rechnete Nazif Hajdarovic bei einem Freistoß von Andreas Mayer wohl nicht damit, dass der Bal bis zu ihm durchkommen würde und reagierte zu spät (20.), dann schoss Moritz Murawski aus 18 Meteren am Tor des FSV vorbei (21.). Auf der Gegenseite rettete Torhüter Eric Domaschke gegen Marius Müller, der von Babacar Gueye gut eingesetzt worden war (27.).

Doch dann packte Kassel plötzlich die Gelegenheit beim Schopf, kam über die linke Abwehrseite der Frankfurter, wo Jin Woo Kwak Christopher Nguyen schickte, der in die Mitte spielte und Hajdarovic fand. Der drückte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (35.). Keine Minute später scheiterte Kwak im Eins-gegen-eins am Frankfurter Torhüter Pierre Kleinheider. Trotzdem war der Offensivmann auffälligster Spieler auf dem Platz. „Er hat das sehr gut gemacht und war dann auch entsprechend platt", lobte Brück den Südkoreaner.

Die beste Chance zum Ausgleich hatte Gueye noch vor der Pause, seinen Schuss wehrte Domaschke aber mit den Füßen ab (40.). Nach der anschließenden Ecke köpfte abermals Gueye freistehend weit am Tor vorbei.

In der 62. Minute entschied Caner Metin das Spiel, indem er Timo Scherer und Markus Gröger übersprintete und Kleinheider den Ball durch die Beine spitzelte. Später klärte Bernd Gerdes bei einem Kopfball von Gueye auf der Linie (81.). So war Holger Brück gut gelaunt: „Wir haben die Räume eng gemacht und kaum etwas zugelassen. Das war ordentlich."

Von Roland Stipp, HNA

 

FSV Frankfurt II: Kleinheider - Scherer (87.Karabey), Gröger, Theodosiadis, Müller, Vetter, Schneider (62.Öz), Oesterhelweg, Mastilovic (87.Ujma), Gueye, Winter

Kassel: Domaschke - Kwak (71.Gaede), Murawski, Knipping, Gerdes, Weingarten, Nguyen, Mayer, Metin,(77.Maresca), Hajdarovic (90.Jödecke), Damm

Tore: 0:1 Hajdarovic (35.) 0:2 Metin (62.)

Schiedsrichter: Müller (Ansbach)

Zuschauer: 194 

 

Eckart Lukarsch
KSV Hessen Kassel - Medienteam

Aufstellung

Veröffentlicht: 03.12.2011

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 02.03.2021