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Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und möchten noch auf die nächsten Spiele hinweisen. Am Mittwoch 18.09. um 17:45 geht es zum Bitburger Kreispokal-Achtelfinale beim Kasseler SV und am darauffolgenden Samstag 21.09.ist um 14:00 TuS Dietkirchen im LOTTO-Hessenligaspiel im Auestadion zu Gast.

Nach Höllenqualen im siebten Fussballhimmel

VOR 31 JAHREN - 9. FEBRUAR 1980
Nach Höllenqualen im siebten Fussballhimmel
Das Spiel gegen Hanau 93 im Februar 1980 gilt noch heute als eines der unglaublichsten Spiele der Vereinsgeschichte. Also - drehen wir die Zeit um 31 Jahre zurck!

Wir sind in der Saison 1979/80, die Oberliga Hessen ist eine Art nordhessiche Meisterschaft mit südhessicher Beteiligung. Mit von der Partie der KSV Baunatal, gerade aus der 2. Bundesliga abgestiegen, der FSV Bergshausen und der KSV Hessen. Doch der kämpft schon seit sechs Jahren vergeblich um den Sprung zurück in das bezahlte Fußball-Lager. Die Regionalliga gab es damals noch nicht. Und auch in den Februartagen des Jahres 1980 sieht es nicht gut aus. Gegen Hanau 93 steht es zehn Minuten vor Schluß 0:2 - auch diesmal kein Happy-End für die Löwen?

 

Verzweifelt rennt der KSV Hessen an, doch der Ball will nicht in das Hanauer Tor. 5.500 Zuschauer im Auestadion sind der Verzweiflung nahe. Die Wintersonne verschwindet langsam hinter dem Tribünendach, das Spiel neigt sich dem Ende entgegen. Dann in der 81. Minute Hoffnung. Nach einem Paß von Klaus Zaczyk schießt Dieter Greif das 1:2. Greif kam erst wenige Tage zuvor von Westfalia Herne und wurde von Trainer Rudi Kröner eingewechselt. 1:2, doch den Löwen läuft die Zeit davon. Nur noch 70 Sekunden. Zaczyk haut aus 20 Metern auf das Tor - der Ausgleich. Jubelstürme bei den Fans und Schiedsrichter Eckhardt gewährt noch einen Nachschlag. 92. Minute - Gewühl vor Hanaus Tor - wieder ist Dieter Greif da - Tooooooor!!! 3:2 für die Löwen.

 

"Das Auestadion stand Kopf. Wildfremde Menschen umarmten sich, einige wischten verschämt Freudentränen aus den Augen". So schwelgte die HNA einen Tag nach dem Spiel. Das ganze unter dem Titel "Nach Höllenqualen im siebenten Fußballhimmel". Hanaus Trainer Gyula Toth, der 12 Monate zuvor beim KSV entlassen wurde, schwärmte: "Das war heute Zweitliga-Fußball. Mit den Herzen bin ich immer noch in Kassel".

 

Was danach kam ist schnell erzählt. Beschwingt durch diesen "Last-Minute-Sieg" schafften die Löwen tatsächlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Baunatal und Bergshausen kamen erst auf den Plätzen danach ins Ziel. Und Dieter Greif? Von ihm hat man nichts mehr gehört. Am Ende standen 7 Einsätze für den KSV zu Buche. Und zwei Tore. Eben die gegen Hanau 93.

 

Oliver Zehe

 

Alles weitere über die Vergangenheit des KSV im Löwen-Archiv von Tim Siebrecht

 

http://www.ksvhessenkassel.de/Saison/Saison1979/Spielberichte1979/Spielbericht23.htm

Veröffentlicht: 14.02.2011

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Datum des Ausdrucks: 15.09.2019