Löwen mit einem Punkt Rückstand nach Eschborn

KSV Hessen - SV Buchonia Flieden 2:0 (1:0)
Weil Spitzenreiter Eschborn beim 2:2 in Neukirchen patzte, konnte der KSV Hessen durch einen 2:0-Arbeitssieg gegen den SV Flieden seinen Rückstand auf einen Punkt verkürzen. Vor 2.000 Zuschauern im Auestadion erzielten Radler und Mayer die Tore für die Löwen. Nächsten Samstag steigt dann in Eschborn das Schlagerspiel Erster gegen Zweiter.
Nein, Zauberfussball war es nicht, den der KSV seinen 2.000 Fans im Auestadion zeigte. Aber immerhin war es nach dem unmotivierten Gegurke gegen Neukirchen am letzten Samstag ein Schritt nach vorn. Auch wenn gegen einen defensiven Gegner vieles Stückwerk blieb, immerhin stimmten diesmal Einsatz und Engagement. Und da Spitzenreiter Eschborn in Neukirchen nicht über ein 2:2-Unentscheiden hinauskam, wurde es für den KSV doch noch ein ganz netter Nachmittag.

Gleich in den ersten 10 Minuten hatten es die Löwen auf den Tatzen, das ersehnte frühe Führungstor. Cesar, der agile Dayangan und Krause vergaben die ersten Möglichkeiten für einen gefällig beginnenden KSV Hessen. Doch das Tor fiel nicht und die Partie verflachte. Der KSV rannte sich immer mehr in der Betondeckung der Gäste fest, spielte zu statisch und mit viel zuwenig Bewegung. Und so gab es bis zum Pausentee nur noch zwei bemerkenswerte Szenen. Zunächst knallte Andreas Mayer die Lederkugel bei einem Freistoß aus 20 Metern an den rechten Außenpfosten (28.), dann erzielte Abwehrrecke Nico Radler das ersehnte 1:0 (31.). Mehr tat sich nicht. Stimmung gab es erst wieder in der Halbzeitpause, als Stadionsprecher Uwe Becker die 1:0 Führung von Neukirchen gegen Eschborn vermeldete.

In Durchgang zwei war das Spiel dann genauso durchwachsen. "Es ist noch nicht so, wie ich mir das vorstelle", gab Trainer Oliver Roggensack nach der Partie zu. Chancen durch Breitenreiter und Cesar kurz nach dem Seitenwechsel, Glück bei den wenigen Angriffen der biederen Gäste aus Osthessen. So mussten sich die Fans bis zur 78. Minute gedulden, ehe Magic Mayer den Sack dann zumachte. Einen Freistoß aus 18 Metern schlenzte der Ex-Champions-League-Spieler, mit gütiger Unterstützung des rechten Innenpfostens, zum 2:0 in die Maschen.

Meisterlich war die Vorstellung der Löwen nicht. Aber das kann man vom Eschborner Spiel im Moment sicher auch nicht behaupten.


<i>Oliver Zehe</i>



KSV Hessen: Zeljko - Krause, Schönewolf, Radler - Dietrich, Mason, Dayangan, Steffen, Mayer - Cesar da Rosa, Breitenreiter.

SV Flieden: Bormann - Klee, Schmidt, Braun, Geschwindner - Wingenfeld, Vermeer, Jens Link, Wirth - Tomic, Finger.

Ausgewechselt: 67. Bauer und Kayacik für Steffen und Dayangan, 82. Menne für Breitenreiter - 42. Marco Link für Wirth.

Zuschauer: 2.000. Schiedsrichter: Vollmar (Bad Hersfeld).

Tore: 1:0 Radler (31.), 2:0 Mayer (78.).


<b>Stimme zum Spiel:</b>
Oliver Roggensack (Trainer KSV Hessen): "Wir sind auf einen guten Weg, auch wenn noch nicht alles so ist, wie ich mir das vorstelle. Es war von uns eine engagierte Leistung, hinten haben wir sehr sicher agiert. Schade, dass wir in den ersten zehn Minuten kein Tor gemacht haben."

Aufstellung

Veröffentlicht: 16.03.2003

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 06.12.2019