Drei Punkte dank Zeljko und Bauer

KSV Hessen - VFB 1905 Marburg 1:0 (1:0)
Durch das goldene Tor von Thorsten Bauer in der 33. Minute bleibt der KSV Hessen dem Spitzenreiter FSV Frankfurt auf den Fersen. 4.500 Zuschauer sahen im Auestadion eine hartumkämpfte Partie gegen den Tabellenfünften VfB Marburg.
Mit gesenkten Blick schlürfte Peter Cestonaro nach dem Schlusspfiff in die Kabine. Der Mann, der zu seligen Zweitligazeiten Tor um Tor für die Löwen erzielt hatte, musste mit ansehen, wie sein VfB Marburg nach einem hartumkämpften Spiel mit 0:1 den kürzeren zog.

Nein, Zauberfussball war es nicht, den die 4.500 Zuschauer (Saisonrekord) geboten bekamen. Eher Fußball der rustikaleren Art. Und die nötige Spannung war auch bis zum Schlusspfiff mit dabei.

Den ersten Schreck gab es schon nach 100 Sekunden für den KSV und seine Fans. Nach einem dubiosen Strafraumfaller von Steffen Rechner zeigte der zur Selbstdarstellung neigende Schiedsrichter Dallmann auf den Punkt. Thorsten Müller zielte genau - aber nicht genau genug für Zoran Zeljko. Mit einer glänzenden Reaktion entschärfte der 33 jährige Kroate den Ball.

Nach dieser Schrecksekunde gab es viele Fouls, viel Hektik und einige Eigenartige Entscheidungen des Unparteischen. Spielfluss wollte so nicht aufkommen. Dennoch erarbeiten sich die Löwen Chancen durch Cesar und Mason.

Das goldene Tor dann in der 33. Minute. Nach einer Ecke von Andreas Mayer (war wegen ihm Stuttgarts Trainer Felix Magath auf der Tribüne?) drückte Thorsten Bauer wie einst Peter Cestonaro den Ball mit dem Kopf über die Linie. Marburgs Torwart Steinbrenner machte bei diesem Treffer nicht den glücklichsten Eindruck.

Im zweiten Durchgang drückten die Löwen dann auf die Tube. Das Spielgeschehen verlagerte sich immer mehr in die Hälfte der Universitätsstädter. Und ab der 60.Minute gab es dann fast Chancen im Minutentakt. Freistoß Mayer, Bauer zweimal freistehend, Mason mit zwei Lupfern - das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können. So konnten die Löwen und ihre Fans am Ende aufatmen, dass Zoran Zeljko in der dritten Minute der Nachspielzeit das Leder noch reaktionsschnell über die Latte lenkte.


Von Oliver Zehe

KSV Hessen Kassel: Zeljko - Krause, Schönewolf, Radler - Steffen (62. Kayacik), Ghebreamlak, Mayer, Owusu (78. Schmidt), Mason - Bauer (88. Zuschlag), Cesar Da Rosa.

VfB Marburg: Steinbrenner - Stengel, Hüll, Muradaoglu, Grunert - Rasiejewski, Parson, Rechner, Müller (55. Aljija) - Endres, Dahlhoff

Tore: 1:0 Bauer (33.)

Schiedsrichter: Dallmann (Butzbach)

Zuschauer: 4.500


<u><b><a href="http://www.hna.de/ksv-hessen/images/bilder/bilder_ksv_marburg.shtml">>>> Bilder zum Spiel</a></b></u>


Stimme zum Spiel:
Oliver Roggensack (Trainer KSV Hessen Kassel): "Der Sieg für uns, gegen eine gute Marburger Mannschaft ist verdient. Wir hatten eine Vielzahl von Chancen und hätten die Sache schon früher klar machen müssen. Der gehaltene Elfmeter hatte für uns Signalwirkung, es war Spitze, wie Zoran den rausgeholt hat."

Aufstellung

Veröffentlicht: 01.01.2003

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 11.12.2019