Selbstbewusster Löwen-Auftritt

KSV Hessen Kassel - VfL Kassel 4:1 (3:1) Im zweiten Testspiel binnen vier Tagen auf dem Kunstrasenplatz in der Kasseler Nordstadt und gegen einen Verbandsligisten, erzielte der selbstbewusst auftretende Regionalligist KSV Hessen Kassel erneut vier Tore. Am Ende siegten die Lwen gegen den VfL Kassel verdientermaen mit 4:1 (Halbzeit 3:0). Daniel Mller (2), Mentor Latifi und Thorsten Bauer per Handelfmeter, trafen in einer gelungenen Darbietung fr das Team von Trainer Mirko Dickhaut, der 19 Spieler ber mindestens 45 Minuten einsetzte. Allein Enrico Gaede, Harez Habib und Ren Ochs, der am Mittwoch pausierte, wirkten ber die komplette Spielzeit mit.

Nanu, was ist denn da im Löwen-Lager los?! Am Mittwoch beim 4:0 über den Verbandsliga-Aufsteiger TSV Wolfsanger traf der defensive Mittelfeldspieler Sebastian Busch, der diesmal jedoch nicht wegen einer etwaiigen Belohnung Pause hatte, sondern einer am Freitag an gleicher Stätte im Training erlittenen Bänder-Blessur im Sprunggelenk zufolge, doppelt. Und diesmal Daniel Möller, der wiederum am Mittwoch gesundheitsbedingt nach einer Zahn-OP fehlte und an diesem tristen Samstag viel Biss zeigte.

Der 26jährige wurde von Trainer Mirko Dickhaut nicht als Rechtsverteidiger, sondern einmal mehr als „Sechser" an der Seite des erfahrenen und endlich immer offensivfreudiger werdenden KSV-Führungsspielers Enrico Gaede eingesetzt. Und nachdem Harez Habib am Mittwoch im Löwen-Lager mit einem Kopfballtor überraschte, gelang auch dem eher mit seinem starken rechten Fuß treffenden Daniel Möller diesmal diese „Tor-Version". Harez Habib, der auf der „Zehner-Position" wirkte (Kevin Wölk wurde geschont, da leicht angeschlagen), brachte einen Freistoßball von links nahe der Eckfahne präzise ins Angriffszentrum, wo der gebürtige Fuldaer einköpfte (11.).

Wie schon am Mittwoch per Doppelschlag (damals zu Beginn der 2. Halbzeit) legten die Löwen auch diesmal zu Beginn einer Halbzeit schnell nach. Wiederum war Daniel Möller beteiligt. Einen Eckball von rechts brachte die Nr. 13 des KSV auf den ersten Pfosten, wo sich im weiträumigen Areal der aufgerückte Innenverteidiger Mentor Latifi hochschraubte und in unnachahmlicher Manier den Ball per Kopf ins Eck am zweiten Pfosten wuchtete.

Nach den frühen KSV-Kopfballtoren in zweifacher Ausfertigung führte dann ein individueller Fehler zum ersten Gegentor der Löwen im neuen Jahr (38.). Doch Daniel Möller stellte wenig später den alten Abstand wieder her und drosch den Ball aus 18 Metern sehenswert zum 3:1-Pausenstand in die Maschen.

Dem eigenen Torjubel stand Enrico Gaede zwei Mal der Pfosten im weg (Archivfoto)
zoomWie verhext...dem eigenen Torjubel stand Enrico Gaede zwei Mal der Pfosten im weg (Archivfoto)
Foto: Soremski

Der an allen drei Treffern beteiligte Mittelfeldspieler hatte dann bei den diesmal im schwarzen Outfit antretenden Löwen „Feierabend", während ein anderer „Sechser" sich nach Wiederbeginn aufmachte, um auch endlich mal in einer KSV-Torschützenliste aufzutauchen: Enrico Gaede. Eine Woche vor seinem 27. Wiegenfest scheiterte der gebürtige Stralsunder jedoch gleich zwei Mal in aussichtsreicher Position am Pfosten. Erst links per Fuß, dann rechts per Kopf, nach Maßflanke des gut aufgelegten Dennis Tornieporth. Auch sein „Sechser-Partner" in der 2. Halbzeit, Philip Herbold, der ja am Mittwoch bereits das Torgebälk getroffen hatte, und auch Harez Habib vergaben gute Tormöglichkeiten.

Und was den engagierten Enrico Gaede betraf: der „Fußballgott" (der von oben...!) hatte an diesem Tag kein Einsehen mit ihm!

Apropos „Fußballgott". Der irdische bzw. der für die Fans des KSV Hessen, Thorsten Bauer, traf in seinem ersten Einsatz im KSV-Dress in 2009 gewohnt cool per Handelfmeter (73.). Ein Strafstoß, der allerdings eher einem Geschenk gleichkam, wobei hernach noch die Rede von der „ausgleichenden Gerechtigkeit" die Runde machte.

Grund: nach einer feinen Aktion von Flügelflitzer Dennis Tornieporth über rechts, bediente dieser im Strafraum uneigennützig den mitgelaufenen Thorsten Bauer, der nurmehr aus kurzer Distanz einzuschieben brauchte. Zur Verwunderung aller hob der Linienrichter jedoch die Fahne. Das Tor wurde nicht gegeben und so blieb es am Ende in einem fairen und munteren Aufeinandertreffen mit den tapferen VfLern beim 4:1 im Testspiel.

Dennis Tornieporth hatte einige gute Szenen (hier Foto vom Mittwoch gegen den TSV Wolfsanger)
zoomDennis Tornieporth hatte einige gute Szenen (hier Foto vom Mittwoch gegen den TSV Wolfsanger)
Foto: Harry Soremski

Ein Testspiel, in dem im übrigen beim KSV Hessen diesmal keine Testspieler eingesetzt wurden. Dem zuletzt mitwirkenden Gastspieler Mohammed Camara erteilte Trainer Mirko Dickhaut am Freitagabend die Absage und den talentierten Philipp Bruns will sein derzeitiger Verein SC Weende-Göttingen in der Winterpause nicht gehen lassen.

Somit bleibt es vorerst mit Defensiv-Allrounder Sebastian Gundelach, der im übrigen die Trikot-Nummer 32 erhielt und schnell integriert wurde, bei einem Winterneuzugang. Ob bis zum Wechsel-Ultimo am 31. Januar noch ein Offensiv- Allrounder dazu kommt bzw. ein Testspieler die Reise am Montagmittag ins einwöchige Löwen- Trainingslager an die spanische Costa Brava mit antritt, bleibt offen und ist möglich.

Zum Schluss noch der Hinweis auf das nächste Vorbereitungsspiel der Dickhaut-Mannen in heimischen Gefilden: Samstag, 7. Februar, beim Hessenligisten FSC Lohfelden. Anpfiff im Nordhessenstadion in Lohfelden: 14 Uhr.

KSV Hessen, 1. Hz.: Wolf - Gundelach, Schönewolf (Cap.), Latifi, Streubert - Möller, Gaede - Barak, Habib, Ochs - Lenz.

KSV Hessen, 2.Hz.: Lamczyk - Heussner, Stadel, Keim (Cap.), Wittke - Herbold, Gaede - Tornieporth, Habib, Ochs - Bauer.

Herbert Pumann - KSV- Pressereferent

Samstag, 24.01.2009

 

Veröffentlicht: 24.01.2009

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 17.09.2019