Anzug statt Trikot

Marc Arnold Der bisherige Spielmacher wird nun Manager beim Fuball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Das Jacket sitzt perfekt. Als Marc Arnold zur Pressekonferenz im VIP-Raum des Auestadions erscheint, trägt er bereits seine zukünftige Arbeitskleidung: Der Spielermacher des KSV Hessen Kassel wird ab der kommenden Saison das Trikot gegen den Anzug tauschen: Er übernimmt das Amt des Managers im kaufmännischen und sportlichen Bereich beim Fußball-Regionalligisten.

„Er hat uns geholfen, in die Regionalliga zu kommen. Nun wird er uns mit seiner Zielstrebigkeit auch in anderer Funktion helfen, das nächste Ziele zu erreichen", sagte der KSV-Vorsitzende Jens Rose bei der Vorstellung. Dieses Ziel heißt Qualifikation für die dritte Liga. Entsprechend läuft Arnolds Vertrag zunächst für ein Jahr, verlängert sich jedoch, wenn die Löwen die Qualifikation für die neue Liga schaffen sollten. Nach 14 Jahren Profi-Fußball mit Stationen unter anderem in Dortmund, Berlin und Karlsruhe freut sich der 36-Jährige auf seine neue Aufgabe: „Ich habe aus diesen Jahren viele Kontakte. Die werden mir helfen."

Unterstützung während seiner Einarbeitungsphase bekommt Arnold von Bernd Mart, der sein Amt als kaufmännischer Leiter offiziell zum Saisonende abgeben, dem Klub aber weiter erhalten bleiben wird. „Arnold ist allein verantwortlich. Ich werde mich im Hintergrund halten", erklärte Mart. Gerüchte, er werde nun zurück ins Handball-Lager wechseln, wies Mart zurück. Die Zusammenarbeit mit Handball-Bundesligist MT Melsungen aber will der KSV verstärken - zumal die Vermarktergesellschaft EFM wohl bald bei beiden Klubs tätig sein wird - zuständig für die Suche nach neuen, vor allem auch überregionalen Sponsoren. Ist EFM erfolgreich, profitiert auch der neue Manager.

Schließlich kostet die Suche nach neuen Spielern Geld. „Einige Veränderungen im Kader wird es noch geben. Wieviele Spieler gehen oder kommen werden, kann ich aber noch nicht sagen." erklärte Arnold, der mit dem Kölner Sebastian Zinke auch gleich die erste Verpflichtung bekannt geben konnte.

Erstmals seit seiner Wiedergründung wird der KSV Hessen so einen festangestellten Manager beschäftigen. Ein dringend nötiger Schritt, wie Jens Rose befand: „Wir haben bisher alles ehrenamtlich gemacht. Aber irgendwann sind die Grenzen erreicht", erklärte der KSV-Boss. Deshalb erhält auch die Geschäftsstelle Verstärkung. Hier wird der aus Grebenstein stammende Michael Homberg eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann beginnen.


Von Frank Ziemke | HNA-Sportredaktion | Mittwoch, 16. Mai 2007


Veröffentlicht: 16.05.2007

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Datum des Ausdrucks: 21.09.2019