Pfullendorf setzt auf die Abwehr

KSV HESSEN - SC PFULLENDORF Südbadener treffen heute ab 14.30 Uhr im Auestadion auf den KSV Hessen. Nur nicht wieder zittern! Unter dieses Motto hat der SC Pfullendorf seine achte Saison in der Fußball-Regionalliga gestellt, nachdem man in den beiden vergangenen Spielzeiten dem Abstieg jeweils nur knapp entronnen war. Die Mannschaft aus Südbaden tritt heute ab 14.30 Uhr im Kasseler Auestadion gegen den KSV Hessen an.

Trainer Michael Feichtenbeiner ist der Mann, der die Süddeutschen in das sichere Tabellenmittelfeld führen soll. Bisher ist das allerdings nicht gelungen. Der 45-Jährige führte 1999 professionelle Strukturen in Pfullendorf ein und sollte als Rückkehrer aus Darmstadt dem Verein einen nochmaligen Nervenkitzel ersparen.

Pfullendorfs Pokalhelden, die in der ersten Runde des DFB-Pokals Arminia Bielefeld mit 2:1 aus dem Rennen warfen, kommen insbesondere vor heimischer Kulisse nicht in Fahrt. Mit einer besseren Chancenauswertung in zwei, drei Spielen hätten wir mehr Punkte, die uns gut zu Gesicht stehen würden, sagt Feichtenbeiner.

Der Saisonstart ist misslungen, obwohl der Trainer auf eine eingespielte Mannschaft setzen kann, die im Vergleich zur vergangenen Saison nahezu unverändert ist. Die Zurückhaltung der Pfullendorfer Sparkommissare (viele Kleinsponsoren der Kleinstadt (13 000 Einwohner) stemmen den 1,3-Millionen-Etat) beim Thema Neueinkäufe liegt daran, dass die Südbadener in der vergangenen Saison auf dem Transfermarkt zugeschlagen hatten. Damals holten sie mit Eric Agyemang und Ivica Lucic zwei starke Sturmspitzen.

In Kassel wird Feichtenbeiner den Ghanaer Agyemang wohl nicht aufbieten können, denn der Stürmer laboriert an einer Sprunggelenkverletzung und Bauchmuskelzerrung. Ihn vertritt wahrscheinlich der Ex-Aalener Neno Rogosic. Offen ließ der Coach bisher, wen er für seinen überragenden linken Mittelfeldspieler Patrick Hagg (fünfte gelbe Karte) aufbieten wird.

Ansonsten richtet Feichtenbeiner sein Hauptaugenmerk auf eine Abwehr-Viererkette, in der Islands Ex-Nationalspieler Helgi Kolvidsson, der Ex-Karlsruher Marcel Rapp und der Ex-Ulmer Profi Ralf Zimmermann feste Größen sind. Als weiterer unverzichtbarer zentraler Defensivspieler gilt Kapitän Marco Konrad.

Kassels Trainer Matthias Hamann will dem Pfullendorfer Abwehrbollwerk mit zwei Sturmspitzen (Thorsten Bauer und Julio Cesar) beikommen. Geleitet wird das Spiel von einer Frau. Der DFB hat Bibiana Steinhaus aus Hannover als Unparteiische angesetzt.


<i>Von Jürgen Witt
HNA-Sportredaktion

Samstag, 30. September</i>

Veröffentlicht: 30.09.2006

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Datum des Ausdrucks: 21.09.2019