Schon wieder Bauverzögerungen im Auestadion

AUESTADIONAUSBAU Hochbauamt verhandelt mit Stahlbaufirma - Sitzplatz-Montage lässt auf sich warten - Neue Toilettenanlage noch im Rohbau. Am stählernen Dach über der neuen Gegentribüne im Auestadion wird gearbeitet, doch am neuen Umkleide- und Toilettengebäude hinter der Gegentribüne rührt sich seit Wochen keine Hand. Der Rohbau steht, und "wir würden gern weitermachen", sagt Dieter Jordan, Bauleiter der Kasseler Bauunternehmung Caspar Müller. Die Firma soll auch für Estrich und Putz sorgen, doch andere Gewerke lassen auf sich warten. Jordan wundert sich, dass ausgerechnet im Auestadion nicht wie üblich Hand in Hand gearbeitet werde.

In dieser Woche sollen auch die Arbeiten am neuen WC-Gebäude weitergehen, versichert im Kasseler Rathaus Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Dach, Fenster und Türen sollten eigentlich schon Ende August montiert werden. Die heftige Kritik an den monatelangen Bauverzögerungen in der Kasseler Sportarena hat offenbar dafür gesorgt, dass auch im verantwortlichen städtischen Hochbauamt die Dauerbaustelle im Stadion wieder stärker in den Blickpunkt gerückt ist.

Deshalb werde auch mit der Kaufunger Stahlbaufirma Lamparter, die das Dach über der Gegentribüne baut, derzeit verhandelt, berichtet Schweinsberg. Das Ziel: Das Dach soll nicht nur wie zurzeit in Richtung Norden, sondern gleichzeitig auch in Richtung Südkurve gebaut werden. Damit könnte Zeit gespart und die komplette Gegentribüne früher als Ende Oktober fertig gestellt werden, so Schweinsberg.

Dazu müssen freilich auch noch andere Beteiligte auf die Tube drücken. Auestadion-Bauleiter Rainer Schulz hatte Anfang September angekündigt, ab Mitte dieses Monats würden die Sitze auf der Gegentribüne eingebaut. 4412 Sitzplätze sollen dort künftig zur Verfügung stehen. Gestern jedenfalls war im Stadion vom geplanten Beginn der Sitzmontage noch rein gar nichts zu sehen.

<i>ach/HNA-Lokalredaktion

Dienstag, 19. September 2006</i>

Veröffentlicht: 25.09.2006

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Datum des Ausdrucks: 21.09.2019