Prestige-Duell im Parkstadion

KSV BAUNATAL - KSV HESSEN
KSV Baunatal empfängt am Samstag um 14.30 Uhr den KSV Hessen.
Vorfreude beim KSV Baunatal: "Ich freue mich auf die Partie gegen die Löwen", sagt Kapitän Zoran Zeljko. Endlich mal ein gut gefülltes Stadion mit entsprechender Atmosphäre. Das sporne an und entfache zusätzliche Kräfte. Der 36-Jährige, der bis zum Herbst 2004 bei den Löwen kickte, geht davon aus , dass sich sein Team am Samstag im Parkstadion (Beginn: 14.30 Uhr) gegen den Tabellendritten gut verkaufen wird. "Wir sind gut drauf und haben nichts zu verschenken."

Von einer außergewöhnlichen Partie spricht auch Jan-Moritz Lichte. Man habe auf Grund einer Schwächephase im Spätherbst noch etwas gutzumachen. Da komme Hessen Kassel gerade recht. Alles werde man geben, um das Prestige-Duell zu gewinnen. So wie im Hinspiel im vergangenen Sommer im Auestadion, das Baunatal mit 1:0 gewann.

Co-Trainer Beppo Hofeditz kündigte gestern eine offensiv ausgerichtete Baunataler Mannschaft an: "Wir wollen die Löwen unter Druck setzen." Und zwar von Beginn an. Im Mittelfeld sollen Tobias Nebe, Sergei Neubauer und der Däne Patrick Tronborg das Spiel an sich reißen und die Stürmer Adem Usta und Nejmeddin Daghfous bestens in Szene setzen. Nicht auszuschließen sei auch der Einsatz von Torjäger Nima Latifiahvas, der sich von einem Muskelfaserriss inzwischen wieder erholt habe.

Der Ärger über das leidige 0:0 ist verraucht. "Wir haben noch acht Spiele im April. Da müssen wir nach vorne schauen", sagt Löwen-Trainer Matthias Hamann. Abhaken, vorbei?

So einfach ist es dann doch nicht, denn der Stachel der Enttäuschung über die Punktverluste schmerzt. "Solch einen leblosen Auftritt können wir uns nicht erlauben. 0:0 gegen Eintracht Frankfurt kann man zwar mal spielen, aber dieses Ergebnis war nach außen ganz schwer zu vermitteln", erklärt Hamann, zumal die Erwartungshaltung nach dem Auftaktsieg in Waldgirmes im Umfeld doch sehr groß war."

Gegen Baunatal erwartet der Löwen-Coach ein völlig anderes Spiel, als gegen die ganz auf Defensive und Kontertaktik eingestellten Frankfurter. Die Baunataler werden - so Hamanns Prognose - "versuchen, auf Angriff zu spielen. Und das wird uns dann Räume eröffnen."

Über personelle Konsequenzen für das Derby, die Hamann im ersten Ärger angekündigt hatte, wollte der Trainer noch keine konkreten Angaben machen. "Wir werden die Mannschaft nach der Form jedes Einzelnen aufstellen." Und diese wurde in dieser Woche im Training überprüft, in dem besonderes Augenmerk auf das zuletzt mangelhafte Zweikampfverhalten gelegt wurde. Hamann: "Auf jeden Fall steht die Mannschaft am Samstag im Parkstadion in der Pflicht."


<i>WIE/BRE HNA-Sportredaktion

Freitag, 31. März 2006</i>

Veröffentlicht: 31.03.2006

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Datum des Ausdrucks: 18.01.2021