Von Beginn an übernahmen die Junglöwen die Kontrolle. Mit viel Ruhe im eigenen Ballbesitz und einem klaren Positionsspiel gelang es dem KSV, den Gegner über weite Strecken vom eigenen Tor fernzuhalten. Laut Spielstatistik verzeichneten die Kasseler im ersten Durchgang über 70% Ballbesitz. Zwar entstanden daraus zunächst nur wenige klare Torchancen, dennoch setzte die Mannschaft viele der unter der Woche erarbeiteten Trainingsinhalte konsequent um. Der hohe Aufwand wurde mit dem verdienten 1:0 belohnt. Rosenhöhe kam anschließend nahezu aus dem Nichts zur ersten großen Gelegenheit und wenig später nach einer Ecke zum Ausgleich. Der KSV ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, behielt die Spielkontrolle und fand noch vor der Pause die passende Antwort. Nach einem Abschluss an die Latte reagierten die Junglöwen aufmerksam, eroberten den zweiten Ball und brachten diesen schließlich zum 2:1 über die Linie.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte der KSV den besseren Start. Einen sehenswert herausgespielten Angriff gegen das nun höhere Pressing der Gäste vollendeten die jungen Löwen früh zum 3:1. Dabei gelang es der Mannschaft, sich spielerisch aus dem gegnerischen Druck zu lösen und die Räume im weiteren Verlauf des Angriffs konsequent zu besetzen. Kurz darauf verkürzte Rosenhöhe nach einem Freistoß auf 2:3. Der KSV behielt zunächst weiterhin die Kontrolle, doch mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine immer offenere Partie. Die Gäste erhöhten den Druck und kamen zu weiteren Möglichkeiten, während auf Kasseler Seite vor allem Fehler im eigenen Ballbesitz zu gefährlichen Umschaltsituationen führten. In den letzten 20 Minuten gelang es den Junglöwen nicht mehr, die zuvor vorhandene Souveränität aufrechtzuerhalten. Rosenhöhe kam zu mehreren guten Gelegenheiten, ehe schließlich der 3:3-Ausgleich fiel. Der KSV zeigte daraufhin noch einmal eine Reaktion. In den letzten Minuten übernahmen die Junglöwen wieder mehr Initiative und erspielten sich nach einer starken Kombination die große Chance auf den erneuten Führungstreffer. Der Abschluss wurde jedoch vom Gästetorhüter pariert. In der Nachspielzeit wollte der KSV die Partie noch unbedingt für sich entscheiden. Dadurch entstanden allerdings große Räume für den Gegner. Rosenhöhe nutzte eine Umschaltsituation und erzielte mit einem sehenswerten Distanzschuss den späten Treffer zum 3:4-Endstand.
Alles in allem war es eine bittere Niederlage für die Löwen. Es gilt nun, aus der Schlussphase die richtigen Lehren zu ziehen. Unter gegnerischem Druck weiterhin konsequent spielerische Lösungen zu finden, die eigene Ordnung zu bewahren und sich für gute Spielphasen häufiger mit klaren Torchancen zu belohnen, werden wichtige Aufgaben für die kommenden Wochen sein.
Aufstellung:
Kschischan, Wrona, Braun, M. Werner, Salinas Rivas, Dwai, Euteneuer, Fenske, T. Werner (61. Köditz), Sahitaj (42. Ferreira da Mota), Schwab (53. Potorac)
Auch im Team:
Cucuz (ETW), Beimdiek, Just, Eisfeld
Tore:
0:1 Vila (17.), 1:1 Dwai (21.), 2:1 T. Werner (33.), 3:1 Fenske (36.), 3:2 Zadran (38.), 3:3 Castellino (57.), 3:4 Capasso (70+1.)
Bericht: Alexander Braun
Bilder: Jeanette Kschischan
Veröffentlicht: 29.09.2026








































