Die Junglöwen starteten engagiert und mit viel Druck. Bereits in der 2. Minute brachte Mizan Emre Simsek den KSV mit 1:0 in Führung. Auch danach war Kassel die spielbestimmende Mannschaft, kombinierte gut und drängte immer wieder nach vorne. Es gab Phasen, in denen die Gastgeber den Gegner immer wieder in dessen Hälfte festsetzten. Ein zweiter Treffer wollte trotz guter Möglichkeiten jedoch nicht fallen. Stattdessen wiederholten sich erneut Schwächen, die sich bereits in den vergangenen Spielen zeigten. Kassel kassiert zu einfache Gegentore. In der 18. Minute fiel der Ausgleich, nur vier Minuten später ging Flieden/Schweben mit 2:1 in Führung. Zwar konnte Joel Becker nach dem zwischenzeitlichen 1:3, in der 29. Minute noch einmal auf 2:3 verkürzen, doch die Defensive bekam die Partie nicht nachhaltig in den Griff. Zur Halbzeit lag der KSV trotz spielerischer Vorteile mit 2:3 zurück.
Nach dem Seitenwechsel versuchte die U16, das Spiel wieder an sich zu reißen. Doch gerade in der zweiten Hälfte fehlte zunehmend die Konsequenz bei einigen guten Offensivaktionen. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmten nicht immer, im defensiven Mittelfeld wurde (wenn der Ball vom Gegner mal nicht lang geschlagen wurde) zu wenig Zugriff entwickelt und auch nach vorn fehlte in entscheidenden Situationen die letzte Konsequenz. In der 71. Minute machte Flieden mit seinem zweiten Treffer zum 4:2 den Deckel auf die Partie.
Jetzt ist die Mannschaft gefordert. Nach den vergangenen Spielen wäre es zu einfach, erneut nur die positiven Ansätze hervorzuheben. Natürlich zeigt die U16 immer wieder, dass sie spielerisch mithalten und teilweise deutliche Akzente setzen kann. Doch Fußball wird nicht allein über Ballbesitz und gute Phasen entschieden. Die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass sie auch als Einheit funktioniert. Gerade in schwierigen Spielen beginnt die Defensivarbeit nicht erst bei der Viererkette. Verteidigen beginnt vorne im Sturm. Jeder Spieler muss bereit sein, für den Mitspieler zu arbeiten, Wege zu gehen und in den entscheidenden Momenten Verantwortung zu übernehmen. Wenn diese Geschlossenheit fehlt, werden spielerische Vorteile schnell wertlos. Die Niederlage gegen Flieden/Schweben ist deshalb weniger eine Frage der fehlenden Qualität, sondern vielmehr eine Frage der Konstanz, Konzentration und mannschaftlichen Geschlossenheit.
Und die kommenden Aufgaben werden nicht leichter. Mit Wieseck und Fulda, sowie dem Derby gegen den VfL Kassel warten in den nächsten drei Pflichtspielen zwei Spitzenteams der Liga. Dort wird der KSV seine guten Phasen nicht nur zeigen, sondern über die gesamte Spielzeit auf den Platz bringen müssen, um dort Zählbares mitzunehmen. Die Mannschaft hat jetzt die Möglichkeit zu zeigen, dass sie aus den vergangenen Wochen lernt. Dafür braucht es jeden Einzelnen und vor allem eine Mannschaft, die füreinander arbeitet. Kopf hoch, Löwen. Jetzt heißt es zusammenstehen und in den kommenden Spielen eine Reaktion zeigen.
Ausblick:
Am 10.10. reisen wir nach Frankfurt, um dort um 11 Uhr gegen die Zweitvertretung der SG Rot-Weiss aus der VL Süd zu testen. 6 Tage später begrüßen wir um 13 Uhr zu einem weiteren Test die BVG aus Wolfenbüttel am Sportzentrum.
Aufstellung:
Vogt, Stamm (71. Bojic), Aziz, Herget (26. Amani), Becker, Simsek, Rimbach, Lo Voi (62. Malekzada), Onay, Linnenkohl (26. Pohr), Mohamed (26. Dedecke)
Auch im Kader:
Cinar (ETW)
Tore:
1:0 Simsek (2.), 1:1 Schmalenberg (18.), 1:2 Beer (22.), 1:3 Tanribilir (26.), 2:3 Becker (29.), 2:4 Tanribilir (71.)
Veröffentlicht: 07.10.2026







































