Ein Wechselbad der Gefühle erlebte unsere U19 am letzten Maiwochenende. Die Zeichen war klar. Gewinnen wir gegen Erlensee, kann Ligakontrahent Rosenhöhe Offenbach nicht mehr die Meisterschaft gewinnen. Entsprechend motiviert waren unserer Junglöwen gegen unseren Gegner aus dem Main-Kinzig-Kreis. Bereits nach 12 Minuten hätte es 3:0 für uns stehen können. Lasse Schönewolf zielte nach guter Vorarbeit von Finn Klawonn aus rund acht Metern über das Tor, Konstantin Valuiskyi traf anschließend zweimal den Pfosten. Nach diesen drei Torchancen kam Erlensee besser ins Spiel und verlagerte das Spiel zunehmend in unserer Hälfte. In der 28. Minute klärte unser Keeper Finn Henkel in höchster Not gegen einen Gästestürmer. Pech hatten wir erneut in der 35. Minute als Finn Klawonn erkannte, dass der gegnerische Torwart zu weit vor dem Tor stand. Sein Fernschuss aus rund 40 Metern ging um Zentimeter am Torpfosten vorbei. Insgesamt war unser Spiel zu statisch und mit zu wenig Tempo geführt, so dass es torlos in die Pause ging.
40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff stand es auf einmal 1:0 für die Erlenseer. Bedingt durch die tiefstehende Sonne konnte unsere Abwehr den Ball nicht klären, so dass Erlensee keine Mühe hatte das 1:0 aus kurzer Distanz zu erzielen. Nahezu im Gegenzug hätte der Ausgleich fallen können, doch Simon Mennigmann konnte aus kurzer Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen. Der wichtige Ausgleich fiel in der 52. Minute. Finn Klawonn schlug aus dem rechten Halbfeld eine lange Flanke auf Jakob Nikutta im linken Strafraumeck. Sein platzierter Schuss aus rund 14 Metern schlug ins rechte obere Tor unhaltbar ein, so dass wir wieder Hoffnung hatten. Doch sechs Minuten später die erneute kalte Dusche für unsere Junglöwen. Nach einem Foulspiel traf unser Gast aus zentraler Position aus rund 18 Metern mit einem direkten Freistoß unhaltbar über unserer Mauer ins rechte Eck zur erneuten Führung ein. Doch auch hier konnten wir sofort gegenhalten. In der 60. Minute eroberte Jakob Nikutta den Ball, passte zu Lasse Schönewolf, der den Ball im Strafraum auf Moritz Matthaei weiterleitete, der aus kurzer Distanz erneut zum Ausglich traf. Nun fehlte noch ein Tor zur Meisterschaft. Doch außer einem direkten Freistoß von Joa Harms in die Mauer aus 17 Metern nach einem Foul an Moritz Matthaei, welches durchaus mit Rot geahndet hätte werden können, kamen wir trotz aller Bemühungen zu keinen weiteren guten Gelegenheiten. Erlensee, die die Punkte dringend im Abstiegskampf benötigten, blieb gefährlich. So rettete Bruno Jacob einmal auf der Linie, ein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Da ein Unentschieden für uns an diesem Tag grundsätzlich zu wenig gewesen wäre, versuchten wir alles nach vorne zu werfen und erhielten in der 5. Minute der Nachspielzeit aber einen gegnerischen Konter, den Erlensee zur 3:2 Führung und damit zum Sieg nutze. Große Freude herrschte bei unseren Gästen, Niedergeschlagenheit bei unserer U19. Denn danach war Schluss und wir hatten es nun nicht mehr in der eigenen Hand die Meisterschaft einzufahren.
Unser Kontrahent Rosenhöhe Offenbach lag vier Punkte zurück, hatte allerdings noch zwei Spiele. Um so größer die Freude, dass die Offenbacher einen Tag später am Sonntag ihr Heimspiel als Favorit gegen Rot-Weiß-Frankfurt mit 3:4 ebenfalls in letzter Sekunde verloren. Dieses Ergebnis bedeutet, dass wir nicht mehr eingeholt werden können. Die U19 mit ihrem Trainerteam Thorsten Hirdes und Tobias Klöppner sowie den Betreuern Torge Brandmähl und Christian Elser konnte die ausgefallene Meisterfeier vom Samstag somit am Sonntag nachholen. 80:41 Tore bei 53 Punkten in 25 Spielen bedeuten die Meisterschaft in der Hessenliga 2025 /2026!
Aufstellung:
Henkel, Jacob, Mi. Matthaei, Kretzschmar (85. Lindner), Hedrich (54. Mo. Matthaei), L. Schönewolf (70. Harms), Valuiskyi (46. Hornig), Klawonn, Battenberg (46. Nikutta), Kasperczyk, Mennigmann
Auch im Team:
Co. Werner (ETW), Jaqoubi
Tore:
0:1 Pfaff (46.), 1:1 Nikutta (52.), 1:2 Kuloglu (58.), 2:2 Mo. Matthaei (60.), 2:3 Kuloglu (90+5.)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten für Uysal & Kuloglu (beide 90+6., SVE) & Co. Werner (90+8.) & Klöppner (90+6., beide KSV)
Bericht: Frank Nikutta
Bilder: Jürgen Röhling
Veröffentlicht: 01.06.2026









































