Löwen mit guter Leistung zum Sieg

KSV Hessen - TSG Wörsdorf 3:0 (2:0)
Na also, es geht doch! Nach einer überzeugenden Leistung feierte der KSV Hessen gegen die TSG Wörsdorf einen deutlichen 3:0 (2:0)-Erfolg. Marc Arnold und Thorsten Schönewolf legten mit zwei frühen Toren den Grundstein zum Sieg, Thorsten Bauer erzielte schließlich den Endstand. Nach seiner Sperre erstmals wieder dabei war Stürmer Julio Cesar, der als belebendes Element jede Menge Schwung ins Löwen-Offensivspiel einbrachte.
Der KSV ist wieder da - und wie! Nach dem Seuchenmonat September entdeckte der KSV gegen Wörsdorf den Kombinationsfußball vom Saisonbeginn wieder und sicherte sich gegen die Mittelhessen drei Punkte. Damit rangiert das Team von Coach Matthias Hamann mit 21 Punkten vorübergehend auf dem zweiten Platz in Oberliga. Allerdings können die Verfolger aus Flieden (5.) und Schwalmstadt (6./beide 19 Punkte) die Löwen mit Siegen in ihren Nachholspielen wieder verdrängen. Ungeschlagener Tabellenführer bleibt der FSV Frankfurt, der auch im zwölften Saisonspiel nichts anbrennen ließ und mit nunmehr 30 Punkten weiterhin die besten Aufstiegsaussichten hat.

KSV-Trainer Hamann, der ohne die verletzten Bitzer, Krause und Bugri auskommen musste, hatte seine Elf im Gegensatz zum 1:0-Sieg in Erzhausen nur auf einer Position verändert. Für Daniel Beyer durfte Julio Cesar erstmals wieder nach seiner sechswöchigen Sperre ran. Malinov rückte für Beyer ins rechte Mittelfeld, Cesar stürmte neben Thorsten Bauer. Und das sollte sich auszahlen. Anders als zuletzt musste Bauer vorne nicht mehr als Alleinunterhalter auftreten, sondern wurde durch den agilen und technisch versierten Cesar im Sturmzentrum entlastet.

Die Löwen traten gleich zu Beginn spielbestimmend auf. Das Ziel: möglichst ein frühes Tor erzielen. Und das gelang. Eine Viertelstunde ist gespielt, als Thorsten Bauer im Strafraum zu Fall kommt und Schiedsrichter Viktora auf Elfmeter entscheidet. Marc Arnold verwandelt diesen mit einem platzierten Schuss ins linke Eck zur Führung, schon das achte Saisontor des Spielmachers.

Bereits zuvor hatten sich den Hausherren einige Chancen geboten. Erst verpassten Schönewolf und Cesar nach einem Arnold-Freistoß (6.), dann verfehlte der Brasilianer mit einer Direktabnahme knapp das Tor (10.). Schließlich zielte Martin Wagner nach einem schönen Spielzug aus aussichtsreicher Position zu ungenau (12.).

Und die Löwen blieben weiter am Ball. Gute zehn Minuten nach der Führung ein Freistoß aus dem Halbfeld für die Gastgeber. Arnold flankt den Ball genau auf den Scheitel von Kapitän Schönewolf, der das Leder im Netz versenkt - 2:0. Ein runder Tag besonders für den 32-jährigen Innenverteidiger, der neben seinem Treffer auch noch Jubiläum feierte: 150. Punktspieleinsatz im Löwen-Dress.

Nach der Pause dann ein kleiner Hänger im Spiel des Hamann-Teams. Wörsdorf, das es jetzt wissen wollte und den angeschlagenen Torjäger Isaac Ojigwe (Oberschenkelblessur) für Libero Michael Pereira als weitere Offensivkraft brachte, mit guten Ansätzen im Spiel nach vorne. Dennoch war meistens am KSV-Strafraum Endstation, auch weil Ex-Profi Mirko Dickhaut als ruhender Pol in der Defensive auftrat. Eine gute Torchance sollten die Gäste dennoch bekommen - sogar eine richtig gute. Nach 68 Minuten ein Steilpass auf Rouven Leopold, der zum Entsetzen der 1500 Zuschauer zehn Meter vor dem Tor auf einmal das 2:1 auf dem Fuß hat. Ein platzierter Flachschuss - doch Oliver Adler im Löwen-Tor kann den Ball noch gerade so um den Pfosten lenken.

Schwer zu sagen, was passiert wäre, hätte Leopold hier den Anschlusstreffer erzielt. So aber war der Bann endgültig gebrochen und es spielten nur noch die Löwen. Besonders in der Schlussphase bot sich den Hausherren eine Möglichkeit nach der anderen. Bezeichnend Julio Cesar, der innerhalb von zwei Minuten zweimal freistehend scheitert. Erst bolzt der Brasilianer den Ball aus zehn Metern übers Tor (79.), dann steht aus gleicher Position der Pfosten im Weg (80.).

So blieb Cesar an diesem Tag ohne Tor, auch wenn der 26-Jährige nach seiner wochenlangen Sperre ein absolut belebendes Element in der Löwen-Offensive war. Sein Sturmpartner hingegen konnte noch über einen eigenen Treffer jubeln. 83 Minuten sind gespielt, als Thorsten Bauer steil geschickt wird und Wörsdorfs Keeper Lorz per Lupfer überwindet. 3:0 - gleichzeitig der Endstand in einem einseitigen Spiel. Die Löwen zeigen sich momentan auf der Überholspur, als nächster Prüfstein wartet am kommenden Samstag Viktoria Aschaffenburg.

<i>Von Michael Brehme, 08.10.2005</i>


KSV Hessen: Adler - Dellova, Cihan, Schönewolf, Keim - Malinov, Arnold, Dickhaut, Wagner - Bauer, Cesar da Rosa - Trainer: Hamann

Wörsdorf: Lorz - Pereira - Rasch, Kraft - Tammaoui, Henning, Leopold, Boateng - A. El Fechtali, Leifermann, Vermeer - Trainer: Jessl

Spieler-Wechsel: 79. Beyer für Malinov, 83. Groß für Wagner, 90. Warneke für Arnold - 46. Ojigwe für Pereira, 66. Koch für A. El Fechtali, 73. N. El Fechtali für Vermeer

Reservebank: Heidtke (Tor), Suslik, Schönefeld, Gölbasi - Tillmann (Tor), Matic, Grau

Tore: 1:0 Arnold (16., Foulelfmeter), 2:0 Schönewolf (25.), 3:0 Bauer (83.)

Schiedsrichter: Ralf Viktora (Dillenburg), pfiff bereits sein siebtes KSV-Spiel seit der Saison 2001/2002

Zuschauer: 1500

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Aufstellung

Veröffentlicht: 08.10.2005

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 03.06.2020