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Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und möchten noch auf die nächsten Spiele hinweisen. Am Mittwoch 18.09. um 17:45 geht es zum Bitburger Kreispokal-Achtelfinale beim Kasseler SV und am darauffolgenden Samstag 21.09.ist um 14:00 TuS Dietkirchen im LOTTO-Hessenligaspiel im Auestadion zu Gast.

"TORgay "Gölbasi bricht den Bann

KSV Hessen - TSG Wattenbach 2:1 (0:0) Mit einem hochverdienten 2:1-Sieg (Halbzeit 0:0) über die wackeren Wattenbacher sicherte sich der KSV Hessen am zweiten Spieltag in der noch jungfräulichen Saison 2005/2006 den ersten "Dreier". Der für seine 22 Jahre bemerkenswert abgeklärt aufspielende Neuzugang Turgay Gölbasi (siehe Foto) brach in der 68. Spielminute den Bann, als der Abwehrspieler nach fußballerisch hochwertiger Vorbereitung von Julio Cesar da Rosa und Francis Bugri zum längst fälligen Führungstreffer aus kurzer Distanz zur Stelle war. Trotz des Regens vor Spielbeginn drängten sich die Zuschauer zuhauf an den Kassenhäuschen und später wurden gar stattliche 3.850 Besucher beim Nordhessen-Derby vermeldet.
Das Team von Trainer Matthias Hamann vermeldete gegenüber der Vorwoche nur geringfügige Veränderungen. Für den verletzten Mirko Dickhaut (Fersensporn) rückte Neuzugang Goce Malinov in die Startelf, wo sich auch Julio Cesar da Rosa widerfand. Der Brasilianer kam für Abwehrspieler Eren Cihan ins Team, wodurch Flügelflitzer Martin Wagner im taktischen Gefüge von der linken hinteren Seite kam und Francis Bugri links offensiv für Druck sorgen sollte.
Die Auftakt-Torchance bei den unmißverständlich von Beginn an auf Angriff ausgerichteten Löwen wurde jedoch über rechts geebnet. Nachdem der KSV Hessen die erste Schrecksekunde überstanden hatte, als der Abseitspfiff ausblieb und Goce Malinov in höchster Not einen frühen Rückstand verhinderte, schaltete der offensivfreudige Turgay Gölbasi den "Turbo" ein, flankte präzise nach innen, wo Abnehmer Thorsten Bauer direkt am Tor vorbeischoss (12.).<br clear="all"><img src='http://ksv.lopri.net/pictures/05-08-12-222843_wattenbach001.jpg' border='1' align='left' hspace='5' vspace='5'>Die Torchancen-Produktion der Löwen war eröffnet. Als nächster war Julio Cesar da Rosa, ein permanenter Unruheherd der Gästeabwehr, unterwegs. Unnachahmlicher Antritt, Flachschuß aus 18 Metern, TSG-Torhüter Fleck klärte mit Mühe (18.). Dann wieder Gölbasi auf Cesar, unverzügliche Flanke, doch Thorsten Bauer schien sichtlich durch die kurz aufkommende, tiefstehende Sonne geblendet, somit sein Kopfball (33.)...na ja...Versuch!
Jetzt produzierte der KSV Hessen Torraumszenen fast im Minuten-Takt. Wieder war Julio Cesar da Rosa unaufhaltsam auf dem Weg in den Strafraum und zum 1:0...-Denkste...ein Haken zu viel und somit "bedankte" sich Keeper Michael Fleck (35.). Welch eine Torchance! Dann ging es wieder blitzschnell und nach einem Steilpaß war Spielmacher Marc Arnold frei durch, zielte jedoch per Direktschuß drüber (36.).
Dann ausnahmsweise eine Konterchance für den Aufsteiger, als der langjährige KSVer Marco Mason von einem unfreiwilligen Querschläger Gölbasis profitierte, jedoch freistehend aus zwölf Metern am langen Pfosten vorbeischoss (39.).
Obwohl die Löwen klar die größeren Spiel- und Chancenanteile besaßen, rettete sich die vielbeinige Gäste-Abwehr mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Halbzeitpause.

Einge Minuten früher aus der Kabine kommend und auf dem Rasen präsent als der Gegner, setzten die Löwen damit ein deutliches Zeichen an Entschlossenheit zum Sieg!

Weiterer psychologischer Effekt: sie spielten nunmehr auf ihr "Fan-Tor", wobei die KSV-Anhänger überhaupt wie ein 12. Mann wirkten und der Zusammenhalt zwischen Fans sowie Spieler und Trainer seit Wochen stetig steigt! Und an diesem Freitagabend war es so, als hätten die Löwen-Fans ein Gespür dafür, dass die Mannschaft diese Unterstützung gerade im Derby, wo im Grunde genommen nur ein Torerfolg fehlte, braucht. So bemerkte denn später auch Defensivspieler Christoph Keim treffend: "Ich habe in keiner Phase des Spiels gehört, wir wollen euch kämpfen sehen".
Denn in der Tat: an Einsatzwillen hatten es die Schönewolf und Co. von der ersten bis zur letzten Minute nicht fehlen lassen. Ebenso wenig am Offensiv-Druck. So "zischte" wenige Sekunden nach Wiederanpfiff Julio Cesar mal wieder in des Gegners Strafraum, bediente per Querpaß seinen kongenialen Sturmpartner Thorsten Bauer, der jedoch zu lässig den Abschluß suchte (47.).

Dann folgte eine Phase der Standard-Torchancen. Eckball-Spezialist Marc Arnold zirkelte die fünfte Löwen-Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Daniel Beyer freistehend drüber köpfte (50.). Dann folgte ein Freistoßflachschuß von TSG-Torjäger Marco Schäffer, der KSV-Keeper Bitzer trotz des nassen Terrains keine Probleme bereitete (51.).
Im Gegenzug bekam Thorsten Bauer nach einer Hereingabe von Marc Arnold zu wenig Druck hinter den Ball und köpfte in die Arme von Fleck (53.).
Doch der KSV Hessen blieb dran und druckvoll! Der solide des Trainers Aufgabe erfüllende Goce Malinov versuchte es aus der Distanz und Fleck hatte seine Mühe (54.). Wenig später fand ein Freistoß von Francis Bugri mal wieder den Kopf von Thorsten Bauer, doch für den glücklosen Torjäger hiess es erneut "Endstation Fleck".

Dann schien nach einer Spielstunde die Stunde des Marc Arnold geschlagen, der nach einem von Wattenbach zu kurz abgewehrten Eckball die Lederkugel sofort wieder nach innen brachte, wobei die "Bogenlampe" an der Querlatte endete (60.). Als dann in der 64. Spielminute der erneut eminent fleißige und stets anspielbare, jedoch glücklose Thorsten Bauer nach dem mittlerweile neunten Eckball von Marc Arnold wieder drüber köpfte, sagte sich wohl Turgay Gölbasi "jetzt muss ich ran".
Und so war der gebürtige Türke aus wenigen Metern zur Stelle, nachdem ihn Francis Bugri per Querpaß glänzend in Szene gesetzt hatte. Vorausgegangen war dabei das alles eröffnende Zuspiel von Julio Cesar, der mit einem "Geniestreich" die komplette TSG-Abwehr "aushebelte".
Und weil es "TORgay" Gölbasi an diesem Abend in der Offensive besser gefiel als an seinem "Hauptarbeitsplatz" in der Defensive, wo die Nr. 21 der Löwen zuvor zwei haarsträubende Fehlpässe praktizierte, zog der 1:0-Torschütze gleich nochmal aus der Distanz ab und Fleck hatte seine Mühe (70.).

Inzwischen hatte Gäste-Trainer Lothar Alexi seinen Joker Stefan Porada, der am letzten Samstag noch das 2:1-Siegtor gegen Klein-Karben erzielte, gebracht. Und der Ex-KSVer hatte denn auch keine fünf Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich auf dem Fuß, doch der aufmerksame KSV-Abwehrchef Thorsten Schönewolf klärte per Rettungstat zum Eckball.
Dann setzte Gölbasi nochmal einen Schuß zu hoch an, ehe Julio Cesar praktisch für die Entscheidung sorgte. Eben noch von "Doc" Straube und Physiotherapeutin Yvonne Zuschlag an der Augenbraue verarztet, kehrte der Brasilianer (vom Ehrgeiz "gepackt") auf´s Spielfeld zurück, wurde von Thorsten Bauer mustergültig "auf die Reise" geschickt und vollendete zum erlösenden 2:0 (85.). Ja, Ja "Juuuulioo", wie ihn die Fans rufen! Vor fast vier Jahren gab der 25jährige für den KSV (noch in der Landesliga Nord) sein Debüt im Löwen-Dress. Gegner damals wie heute...TSG Wattenbach. Tor zum 2:0, damals wie heute...Julio Cesar da Rosa.
In jenem Aufeinandertreffen im November 2001 endete die Partie übrigens mit 3:2 für den KSV Hessen (Löwen-Torschützen Radler, Cesar, Rosch) und auch diesmal wurde es am Ende ein knappes Resultat, denn nachdem der eingewechselte Nima Latifiahvas seine Großchance zum 3:0 ungenutzt liess (89.), bestrafte der ebenfalls eingewechselte Michael Dawid in der Nachspielzeit eine Unachtsamkeit in der KSV-Defensive zum 2:1-Endstand.
Allerdings hätte der Neffe des KSV-Betreuers Peter Dawid nach einer rüden Attacke Minuten zuvor gegen Marc Arnold bereits die rote statt nur die gelbe Karte verdient gehabt.
Sei´s drum.

Fazit: der spielfreudige KSV Hessen verdiente sich den Sieg redlich und die TSG Wattenbach wird es sicher noch manchem Gegner in der Oberliga schwer machen...vielleicht ja gar am kommenden Mittwoch Aufstiegs-Mitfavorit FSV Frankfurt...?


<u>KSV Hessen:</u> Bitzer - Gölbasi, Schönewolf, Keim, Wagner (74. Cihan) - Beyer (75. Schönefeld), Malinov, Arnold, Bugri - Bauer, Cesar (87. Lafifiahvas). Trainer: Matthias Hamann.

<u>TSG Wattenbach:</u> Fleck - Kampczyk - Hadzic (69. Schubert), Kraft - Otsuka, Marco Mason, Hofmeister, Melchin (73. Dawid), Siebert, Dümer (73. Porada) - Schäffer. Trainer: Lothar Alexi.

<u>Schiedsrichter:</u> Stefan Reuss (Witzenhausen) - <u>Zu.:</u> 3.850
<u>Tore:</u> 1:0 Gölbasi (68.), 2:0 Cesar da Rosa (85.), 2:1 Dawid (90. + 2).

<i>Herbert Pumann - Presse-Referent KSV Hessen </i>


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<b>Stimmen zum Spiel</b>
<img src='http://ksv.lopri.net/pictures/05-08-12-223059_wattenbach039.jpg' border='1' align='left' hspace='5' vspace='5'><i>Lothar Alexi (Trainer TSG Wattenbach):</i> "Der Sieg für den KSV Hessen geht in Ordnung, wir konnten uns kaum von dem Druck befreien. Vor allem Julio Cesar haben wir nie in den Griff bekommen. Er hat fast unsere gesamte Abwehr alleine beschäftigt."

<i>Matthias Hamann (Trainer KSV Hessen):</i> "Wir haben verdient gewonnen, ich hoffe jedoch für die nächsten Spiele, dass wir die Tore nicht wieder erst in den letzten Minuten erzielen."
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<i>Fotos: Carsten Müller</i>

Aufstellung

Löwe des Tages

Veröffentlicht: 12.08.2005

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 15.09.2019