Ersatzgeschwächte U19 kann zweite Saisonniederlage nicht abwenden

JfV Viktoria Fulda - KSV Hessen Kassel 3:1 (1:0)
Ersatzgeschwächte U19 kann zweite Saisonniederlage nicht abwenden

Nach zwölf ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge musste die U19 am Sonntag, den 24.03.19 beim JFV Viktoria Fulda ihre zweite Saisonniederlage einstecken. Die mittlerweile fünf empfindlichen Ausfälle im Defensivverbund und zwei nicht anerkannte Tore nutzten die Osthessen, die in der Saison schon zweimal (Ligaspiel 3:1, Hessenpokal in Fulda 3:2) besiegt wurden, effektiv zu ihren Gunsten.

Bereits unter der Woche war klar, dass es diesmal ein ganz schwerer Gang nach Fulda werden würdeNachdem man bislang die Langzeitverletzung von Abwehrchef Luca Wendel (Kreuzbandrissnoch relativ gut kompensieren konnte, traf Trainer Christian Andrecht eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Die Verletzung vom Sechser Nils Twardon am vergangenen Wochenende wurde ebenfalls als Kreuzbandriss diagnostiziert, der andere Sechser und Antreiber im Mittelfeld Marius Rohde laborierte weiterhin an einer Reizung im Knie und war nicht einsatzbereit, Rechtsverteidiger Johannes Müller war noch nicht wieder fit und der bisherige Innenverteidiger-Ersatz Mustafa Hamidi wird auch bis Saisonende ausfallen. Zudem verletzte sich nach einem rüden Rempler dann in der 60. Minute Linksverteidiger David Stang an der Eckfahne derart schwer, so dass er auch noch vom Platz musste.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich diesmal in der ersten Halbzeit ein relativ ausgeglichenes Spiel. Während die Junglöwen trotz allem versuchten, das Spiel in die Hand zu nehmen, aber der letzte Pass vorne einfach nicht ankam, setzten die Osthessen bei Ballgewinn immer wieder leichte Nadelstiche, ohne dass diese lange Zeit wirklich gefährlich wurden. Bei allem Einsatz konnten unsere Jungs das sonst übliche Tempo nicht ins Spiel bringen, um zwingende Torchancen herauszuspielen. Effektiver waren da die Gastgeber, die mit ihrem ersten schnellen und gefährlichen Vorstoß über rechts die 1:0-Führung erzielen konnten (41.). Aber nur zwei Minuten später köpfte Alessandro Vizza einen Freistoß von Drini Kodra zum schnellen Ausgleich ein. Der Kasseler Jubel wurde jedoch vom Pfiff des Schiedsrichters erstickt, der in dieser Situation offenbar eine Abseitsstellung erkannt hatteSo ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff wurde dann das Spiel noch mehr in die Hälfte der Fuldaer verlegt, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch der nächste Aufreger folgte, als Serkan Durna frei in den Strafraum eindringt und erneut auf vermeintliche Abseitsstellung erkannt wurde (53.). Als Marcel Fischer dann über die rechte Seite in den Strafraum vorstieß, sah er nicht schnell genug seine in der Mitte freistehenden Mitspieler und wurde noch zur Ecke abgeblockt (66.). Als dann gerade Trainer Andrecht bei Umstellung auf 4-4-2 System zur Schlussoffensive blies, verwandelte der eingewechselte Leon Koch einen direkten Freistoß flach durch die Mauer zum zunächst erlösenden 1:1 (71.). Damit schien der Schalter endgültig umgelegt und die Junglöwen drängten auf den schnellen Führungstreffer. Aber auch der starke Serkan Durna brachte zwei hochkarätige Chancen, nachdem er dynamisch in den Strafraum ging, nicht im Netz unter oder zum freistehenden Mitspieler (73.,77.). Auf der Gegenseite waren nun bei der nicht eingespielten Abwehr aber natürlich auch Tür und im wahrsten Sinne des Wortes Tor für Konter geöffnet. Den ersten gefährlichen Vorstoß der Gastgeber konnte Torhüter Nikolas Gröteke noch retten (78.), aber kurz danach war auch Niko machtlos und er konnte die Unordnung vor ihm nicht mehr ausbügeln (81.). Es stand 2:1 für die Fuldaer. Doch die Kasseler Jungs gaben sich noch immer nicht geschlagen und im direkten Gegenzug erzielte endlich Serkan nach schöner Vorarbeit von Marcel sein Tor zum vermeintlichen 2:2. Aber auch hier sah der Schiri irgendeinen Grund das Tor nicht anzuerkennen, Abseits konnte es diesmal definitiv nicht gewesen sein (82.)So fiel dann kurz vor Schluss nach einer Ecke noch das 3:1 gegen das ratlose Kasseler Team (88.).

Am Ende kam dann neben den vielen schwerwiegenden Ausfällen also auch noch erhebliches Spielpech dazu. Aufgrund der gnadenlosen Effektivität war der Sieg der Gastgeber jedoch nicht unverdient. Noch unglücklicher wurde dann der Tag, als auf der Heimfahrt bekannt wurde, dass auch die direkten Konkurrenten Kickers Offenbach und SV Darmstadt Punkte haben liegen lassen, so dass man am kommenden Wochenende ein echtes Spitzenspiel um die Meisterschaft gegen die Kickers hätte haben können.

Am kommenden Sonntag, den 31.03.19 um 12.30 Uhr empfängt die U19 nun den Spitzenreiter Offenbacher Kickers. In Offenbach musste man die vor diesem Spiel einzige Niederlage mit einem deutlichen 2:6 hinnehmen. Wenn sich das Lazarett bis dahin nicht zumindest noch etwas lichtet, wird man da nur auf Schadensbegrenzung gehen können, zumal die Kickers über den mit Abstand stärksten Stürmer der Liga Giuseppe Signorelli (28 Treffer in 17 Spielen) verfügen. 

Aufstellung:

GroetekeZornio, Stang (63. Koch), Urban, Durna, Zulbeari (71. Seo)Schmeer, WieczorekFischer, KodraVizza (88. Melzer)

Auch im Kader:

Havolli (ETW), Mustapic, Schneider

Tore:

1:0 Hamed Noori (41.), 1:1 Leon Koch (71.), 2:1 Dominik Piechutta (81.), 3:1 Anto Vinojcic (88.)

Gelbe Karten für KSV:

Valdrin Kodra, Alessandro Vizza, Justin Wieczorek, Leonardo Zornio

Bericht: Frank Hollborn

Bilder: Nicole Schmeer & Frank Hollborn

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Veröffentlicht: 26.03.2019

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 21.05.2019