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Zum Schluss noch der Hinweis auf die nächsten LOTTO-Hessenligapartie: Am kommenden Samstag, den 21.09.19 gastiert ab 14:00 der Aufsteiger TuS Dietkirchen im Auestadion. Damit bedankt sich das medien-team des KSV Hessen Kassel für die Aufmerksamkeit und wünscht noch einen schönen Abend.

Thomale will auf die Gerade kommen

FC SCHWALMSTADT - KSV HESSEN Um die momentane Situation einer Fußball-Mannschaft zu erklären, muss man manchmal auch die Geometrie bemühen. Nach Ansicht von Hans-Ulrich Thomale, dem Trainer des KSV Hessen, bewegt sich sein Team im Kreis. „Jetzt müssen wir wieder auf die Gerade kommen“, sagt der 59-Jährige vor dem Oberliga-Derby beim 1. FC Schwalmstadt (02.10.2004, 15 Uhr, Stadion am Fünftenweg).

Ein Sieg ist also Pflicht für den KSV. Weitere sollen folgen. Doch von einer Erfolgsserie ist Kassel weit entfernt. Zu instabil waren die Leistungen der Kicker des Tabellenachten bislang. Nach dem 3:0 in Marburg gabs zuletzt ein 0:2 gegen Ober-Roden. Sinnbild des Auf und Ab sind die vergangenen Auftritte von Sebastian Busch. Gegen Marburg noch überragend, leitete der 22-Jährige mit einem Foul das 0:1 und damit die fünfte Niederlage ein. „Wir verlieren zu schnell die Ordnung“, kritisiert Thomale seine Spieler.

Zudem erwartet der Sachse, dass sich die jüngeren nicht hinter den älteren - und zuletzt formschwachen - Spielern verstecken. Löbliche Ausnahme: Artur Tews. Der gebürtige Homberger verteidigte zuletzt in der Dreierkette und überzeugte seinen Coach. „In neun von zehn Spielen hat Artur solide gespielt“, lobt Thomale den Allrounder.

Wirklich überzeugt ist Schwalmstadts Spielertrainer Dragan Sicaja nur von seiner Hintermannschaft. Mirko Brill strahlt im Tor Ruhe aus, davor ist die Viererkette schwer zu knacken. Björn Petersohn, Alexander Schäfer, Ingo Mangold und Kapitän Andreas Battenberg haben dort ihren Platz gefunden. Leidtragender ist Niels Kirchner. Der 23-Jährige hat seinen Stammplatz als rechter Verteidiger nach 41 Ligaspielen im FCS-Trikot vorerst an Petersohn verloren. Das größte Manko der Schwälmer ist die Offensive. Glänzte der FCS in der Landesliga mit 108 Toren in 32 Partien, so stehen nun nach zehn Spielen erst ein Dutzend Treffer zu Buche. Gesetzt sind im Sturm Christian Frick und Tobias Damm. Das Duo kommt zusammen aber gerade auf zwei Treffer. Doppelt so oft war Frank Schultz erfolgreich, der allerdings ins rechte Mittelfeld zurückbeordert wurde.

„Wir brauchen dringend einen Heimsieg fürs Selbstbewusstsein“, sagt Sicaja. Der Bosnier kann mit der bisherigen Heim-Bilanz alles andere als zufrieden sein. Zwei Remis, drei Niederlagen, nur zwei Punkte aus fünf Begegnungen - das ist der schlechteste Wert der Liga, nicht nur aus Sicht der Mathematiker.

<i>(SBX/HNA-Sportredaktion, 01.10.2004)</i>)

Veröffentlicht: 01.10.2004

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Datum des Ausdrucks: 20.09.2019