Jetzt die Kurve kriegen

KSV HESSEN - FSV FRANKFURT
Richtungweisende Partie für die Löwen / Cesar von Beginn an dabei.
Die Kritik der letzten Tage geht nicht spurlos vorüber. Natürlich nicht. "Man ist Mensch, das berührt einen schon", sagt Hans-Ulrich Thomale. Doch in seiner langen Laufbahn hat der 59-Jährige solche Situationen mehr als einmal erlebt, gelernt, damit umzugehen: "Man darf sich nur kurz damit befassen. Dann muss man wieder Trainer werden. Es wäre ein Fehler, jetzt beleidigt zu sein", sagt Thomale.

Normales Geschäft also vor dem so wichtigen Heimspiel des KSV Hessen Kassel gegen den FSV Frankfurt am Samstag (11.09.2004, 15 Uhr, Auestadion). Zumindest soweit möglich angesichts der zwei Auswärtsniederlagen in Erzhausen und Waldgirmes, in deren Folge es eben auch harsche Kritik der Fans an der Arbeit Thomales gab.

"Es waren Kleinigkeiten, die uns vom Weg abgebracht haben. Individuelle Patzer wie bei den Platzverweisen. Es fehlt an Stabilität", entgegnet der Coach den Vorwürfen. Reinreden lassen will er sich nicht. "Ich habe eine Linie, die ziehe ich durch."

Doch es ist keine leichte Arbeit vor der Partie gegen den Tabellenzweiten. Eine weitere Niederlage würde alle Ambitionen der Löwen früh zunichte machen. Dementsprechend groß ist der Druck auf die Spieler. "Damit müssen wir leben. Trotzdem: es wird Zeit, dass wir jetzt die Kurve kriegen", sagt Kapitän Thorsten Schönewolf.

Erschwert wird die Aufgabe durch die Probleme in der Abwehr. Nach den Platzverweisen gegen Christoph Keim und Nico Radler geht das Personal aus. Markus Krause hat nach seinem Motorradunfall noch Trainingsrückstand. Für Nachwuchsmann Dominik Suslic käme ein Einsatz in so einem wichtigen Spiel noch zu früh. Möglicherweise wird Sven Teichmann deshalb ganz nach hinten rücken.

Festgelegt hat der Trainer sich bereits in der Offensive. Julio Cesar stürmt von Beginn an. "Er ist wieder fit und hat sehr gut trainiert", sagt Thomale. Und wie finden sie ihn, den Weg aus der Krise? "Wir können nur eins machen: unsere Spiele gewinnen."

<I>(FRZ/HNA-Sportredaktion, 10.09.2004)</i>


DER OBERLIGA-TIPP
<b>Thorsten Schönewolf</b>

Der 31-Jährige steht seit gut zwei Jahren Jahren in Diensten der Löwen. Seit der vergangenen Saison ist der kopf- und zweikampfstarke Abwehrspieler Mannschaftskapitän.

Schönewolf ist noch ledig, aber in festen Händen. Vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt ist er zuversichtlich und sieht den KSV am Ende vorn: "Wir gewinnen 2:0", sagt er.

Bad Vilbel - Schwalmstadt 1:1
KSV Hessen Kassel - FSV Frankfurt 2:0
Bernbach - Ober-Roden 2:1
Flieden - Klein-Karben 4:1
Wörsdorf - Marburg 2:1
Eschborn - OSC Vellmar 3:0

<i>(HÄX/HNA-Sportredaktion, 10.09.2004) </i>

Veröffentlicht: 10.09.2004

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Datum des Ausdrucks: 02.03.2021