Zu Beginn der Partie zeigten sich die Junglöwinnen ungewohnt fahrig und ungenau in eigenem Ballbesitz und ließen sich ein ums andere Mal zu leichten Fehlern verleiten. Mittelstürmerin Paulina Kapsa hätte den Tabellenführer aus Kassel aber trotzdem in der 7. Minute in Führung bringen müssen, entschied sich nach Querpass von der Grundlinie aber für den falschen Fuß und setzte ihren Abschluss knapp links am Tor der Gastgeberinnen vorbei. In der 12. Minute ging Schwalbach dann etwas überraschend in Führung. Unter Druck gesetzt schlug Magdalena Daun einen Ball zentral und nicht weit genug dem Gegner direkt in den Fuß. Die Schwalbacherin spielte direkt in die Spitze auf Netzer, die sich drehte und den Ball aus 18 Metern im linken Eck versenkte. Der Rückstand allerdings wirkte wie ein Weckruf für die Gäste aus Nordhessen und in der Folge ging es Schlag auf Schlag. Nur zwei Minuten nach dem Rückstand wurde Joana Gamisch auf rechts geschickt, wo sie sich stark gegen ihre Gegenspielerin behauptete und den Ball punktgenau auf die im Zentrum lauernde Emilia Weinmeister passte. Die Mittelfeldspielerin behielt die Ruhe, wackelte mit einer Körpertäuschung ihre Gegenspielerin aus und schob abgeklärt zum Ausgleich ein (14. Min.). Und gleich mit dem nächsten Angriff konnten die Junglöwinnen in Führung gehen. Amelie Wicke nahm einen, von Marlene Remus perfekt temperierten, Ball in die Schnittstelle auf, lief allein auf die Torhüterin zu und versenkte die Kugel sicher zum 2:1 (15. Min). Wiederum nur eine Zeigerumdrehung später war es erneut Wicke, die die Führung auf 3:1 ausbauen konnte. Diesmal mit punktgenauem Diagonalball von Remus in Szene gesetzt, zog Wicke erneut allein auf das Schwalbacher Tor zu und ließ der Keeperin erneut keine Abwehrmöglichkeit. Die Mannschaft vom Trainerteam Krohne / Cakar kontrollierte in der Folgezeit die Begegnung, versäumte es aber mehrfach die Führung weiter auszubauen. Und so kam, was kommen musste. Schwalbach verkürzte aus dem nichts auf 2:3. Die sonst sichere Lorenta Zeqiri unterlief einen langen Abschlag der Schwalbacher Torhüterin und konnte die jetzt allein aufs Tor zulaufende Theresa von Löbbecke nicht mehr einholen. Im Eins-gegen-Eins blieb die Angreiferin cool und vollendete sicher zum Anschluss (32. Min.). Die Kasslerinnen zeigten sich allerdings nicht beeindruckt, schüttelten sich kurz und stellten nur zwei Minuten später den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Remus setzte sich auf rechts durch, zog Richtung Tor und bediente erneut die völlig blank stehende Wicke in der Mitte, die den Ball für ihren dritten Treffer des Tages nur noch einschieben musste (34. Min). Und der vierte Wicke-Streich folgte noch in Halbzeit Eins. Die stark spielende Elin Freund passte auf Wicke, die drei Gegenspielerinnen ausspielte und auf 5:2 für den KSV erhöhte.
Nach der Pause, mit jetzt stark verändertem Personal (u.a. spielte Mittelstürmerin Kapsa nun in der Innenverteidigung), kontrollierte der KSV die Partie weiterhin, und Kim Krohne war es vorbehalten die Führung der Junglöwinnen weiter auszubauen. Krohnes eigentlich zu zentralen Schuss aus knapp 20 Metern ließ, die ansonsten sehr gute, Schwalbacher Torhüterin durch die Beine rutschen und die Kasslerinnen führten mit 6:2 (49. Min.). Die Begegnung war nun entschieden, aber Amelie Wicke hatte noch nicht genug. In der 55. Minute, von Emilia Weinmeister bedient, erzielte Wicke ihren fünften Treffer des Spiels und durfte sich im Anschluss erstmal etwas ausruhen. Die Partie "plätscherte" nun etwas vor sich hin, hatte allerdings noch eine für die Nordhessinnen unschöne Aktion parat. Es waren noch knapp zehn Minuten auf der Uhr, da trat Marlene Remus auf rechts nochmal an, drang in den Strafraum ein und überlief ihre Gegenspielerin, die sich nur noch mit einem Rempler zu helfen wusste. Aus dem Gleichgewicht gebracht, vertrat sich die Löwenkapitänin das rechte Knie und musste unter Tränen sowie starken Schmerzen vom Platz getragen werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte wiederum Wicke sicher und erzielte damit ihren sechsten Treffer der Begegnung, der aufgrund der Sorgen um die Mitspielerin allerdings etwas in den Hintergrund rückte. Die KSV-Familie wünscht auf diesem Weg Marlene gute Besserung, hofft, dass die Verletzung nicht allzu schwerwiegend ist und sie schnell auf den Platz zurückkehren kann.
Am kommenden Sonntag, den 06.09.26 steht für die Junglöwinnen dann das erste Heimspiel der Saison auf dem Plan. Um 11 Uhr empfangen die B-Juniorinnen auf dem E-Platz an den Giesewiesen die Mannschaft der Spvgg 08 Bad Nauheim und wollen den Platz an der Tabellenspitze verteidigen. Für Speis und Trank ist gesorgt. Der Junglöwinnen freuen sich auf euren Besuch.
Veröffentlicht: 01.09.2026









































