Schmeer sorgt für die frühe Entscheidung

KSV Hessen - SC Pfullendorf 2:0 (1:0)
Schmeer sorgt für die frühe Entscheidung
<p>Der Start in das Fu&szlig;balljahr 2014 ist f&uuml;r den KSV Hessen gegl&uuml;ckt. Gegen den SC Pfullendorf gelang den L&ouml;wen am Samstagnachmittag ein glanzloser aber verdienter 2:0-Erfolg. Vor 2.300 Zuschauern im Auestadion erzielte Sebastian Schmeer (34. und 64.) beide Tore f&uuml;r den KSV.&nbsp;</p>

Es war noch nicht alles Gold was glänzte. 2:0 gewannen die Löwen gegen den designierten Absteiger Pfullendorf, zeigten dabei einige vielversprechende Ansätze, fielen aber immer wieder auch in den alten Trott zurück. „Ich hatte mir gewünscht, dass wir etwas selbstbewusster ins Spiel gehen“, räumte Matthias Mink nach dem Spiel ein. „Die Unsicherheit beim KSV war bis zum 2:0 spürbar“, ergänzte Gästetrainer Stephan Baierl. Dennoch: Nach nur zwei Punkten aus den neun Spielen zuvor, war der Erfolg gegen das Schlusslicht der langersehnte und benötigte Befreiungsschlag für den Vorjahresmeister in akuter Abstiegsgefahr.

Der KSV begann in einem 4-4-2, wobei der wiedergenesene Enno Gaede und Neukapitän Tobias Becker eine Doppelsechs bildeten. Vier der fünf Neuzugänge standen in der Startelf - im Tor Raphael Koczor, die Innenverteidiger Adli Lachheb und Henrik Giese, sowie Stürmer Christian Kullmann.

Anders als in manchem Vorrundenspiel hatten die Löwen auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Nach nur 19 Minuten musste Pfullendorfs Innenverteidiger Kai Sautter verletzt vom Platz und kurz vor dem Pausenpfiff sah Mittelfeldspieler Jörg Schreyeck nach einem überharten Einsatz in der Nähe der Mittellinie den roten Karton. „Das hat uns sicher in die Karten gespielt, danach konnten wir den Ball laufen lassen“, gab Adli Lachheb zu, der wie Henrik Giese ein starkes Debüt zeigte. Dazu kam ein halbes Eigentor der Gäste: Vor dem 1:0 klärte Torwart Timo Tank gegen Christopher Kullmann außerhalb des Strafraums, spielte aber den Ball direkt vor die Füße von Sebastian Schmeer, der aus fast 30 Metern einnetzte. 

Ansonsten waren Torchancen zunächst Mangelware. Einzig ein auf der Linie geklärter Kopfball vom aufgerückten Lachheb sorgte nach acht Minuten für Aufregung. Der KSV tat sich mit den zwei Viererketten der Pfullendorfer schwer, fand nur selten eine Lücke. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft“, zeigte sich Gästetrainer Baierl zufrieden mit seiner Mannschaft, die in der Winterpause gleich neun Spieler abgeben musste und sich in Richtung Oberliga orientieren muss. 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte der SCP phasenweise sogar eine optische Überlegenheit, freilich ohne eine einzige Torchance zu generieren. Besser machten es die Löwen, bei denen Sebastian Schmeer mit seinem zweiten Tagestreffer für eine frühe Entscheidung sorgte. Andreas Mayer und der eingewechselte Christian Henel hätten das Ergebnis in der Schlussphase sogar noch deutlicher gestalten können. Am Ende bleibt „eine riesengroße Erleichterung über die drei Punkte“, wie Sebastian Schmeer zugibt. „Der erste Baustein ist gesetzt“, zeigt sich Trainer Matthias Mink zufrieden.

Nun müssen die Löwen beweisen, dass die Trendwende tatsächlich geschafft ist. Am kommenden Samstag geht die Reise nach Koblenz, bevor in zwei Wochen Carsten Nulle mit seinen Wormsern im Auestadion zu Gast ist.

Oliver Zehe


KSV Hessen Kassel – SC Pfullendorf 2:0 (1:0)

Kassel: Koczor – Sauer, Lachheb, Giese, Marz (46. Meuser) – Gaede, Becker – Schmeer (88. Nagel), Mayer – Damm (73. Henel), Kullmann. Trainer: Mink.

Ersatz: Schlöffel - Dieck, Rahn, David Müller.

Pfullendorf: Tank – Stark, Kehl-Gomez, Sautter (19. Steinhauser), Hepp (85. Zuta) – Gruler, Frick, Schreyeck, Weller – Volina, Erne (70. Arnold). Trainer: Baierl.

Zuschauer: 2.300. Schiedsrichter: Kempkes (Urmitz)

Tore: 1:0, 2:0 Schmeer (34., 65.)

Rote Karte: Schreyeck (42.) - Gelbe Karten: Marz, Giese – Erne, Weller

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Veröffentlicht: 22.02.2014

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 06.12.2019