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In diesem SInne: Einen schönen zweiten Advent!

U15 mit Remis beim VfL Kassel

VFL Kassel - KSV Hessen Kassel 2:2 (0:1)
<p>Nach desolater Leistung kehren unsere Kicker mit nur einem Punkt vom Hochzeitsweg zur&uuml;ck. Ein Platzfehler verhindert den Siegtreffer in der Nachspielzeit..</p>

Mit Spannung wurde der erste U15-Auftritt nach der Winterpause auf einem Rasenplatz erwartet. Als der sehr gut leitende Schiedsrichter die Partie pünktlich anpfiff, wurde relativ schnell klar, dass diese Partie weniger über die Technik als über Einsatz und Kampf entschieden werden sollte. Und in diesen Belangen hatte der VfL ein paar Körner mehr in die Waagschale geworfen.

Das Spiel plätscherte zunächst dahin, als nach 7 gespielten Minuten der erste hanebüchene Quer- und leider auch Fehlpass vor dem eignen Tor den Gastgeber in Szene setzt – Torhüter Jan kann aber reaktionsschnell diese Situation klären. Nach etwa 10 Minuten kommen unsere Spieler langsam aber sicher besser ins Spiel und übernehmen die Regie. Joshuas Pass in die Gasse spielt Allessandro vor dem Tor frei, doch die erste Großchance bleibt ungenutzt. Die nächste erwähnenswerte Situation spielt sich in Minute 18 ab: Joshua kommt über links in den Strafraum, lupft den Ball am Gegner vorbei, die Hand des VfL-Spielers geht raus: Handelfmeter! Steven lässt sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erzielt das 0:1. Direkt im Anschluss Spielerwechsel. Doch obwohl die Führung eigentlich weiter Auftrieb geben sollte, ist die gerade gewonnene Überlegenheit mit einem mal wieder dahin. Bis zur Halbzeitpause passiert nicht viel – die Partie ist auf einem niedrigen Niveau.

Die ungenauen Abspiele unserer Mannschaft ändern sich leider auch in Abschnitt 2 nicht. Immer wieder werden Fehlpässe gespielt und die Heimmannschaft behält in zu vielen Zweikämpfen die Oberhand. Auch die taktischen Änderungen in der Grundaufstellung führen nicht zu einem kontrollierterem Aufbauspiel der Löwen. Zudem wirkt sich das verletzungsbedingte Ausscheiden von Luis und die damit notwendige Umstellung der Innenverteidigung nachteilig aus. Nach erneutem kapitalen Fehlpass vor dem eignen Tor erzielt der VfL im 2. Versuch den Ausgleich (47. – den ersten Schuss kann Jan noch großartig parieren, danach ist er machtlos) und setzt 2 Minuten später nach einem hohen Ball in den Strafraum und der misslungenen Faustabwehr sogar noch das 2:1 drauf. Das Spiel ist gedreht – nun wird es schwer auf diesem Geläuf wieder zurück zu kommen. Und tatsächlich spielen sich unsere Kicker in den nächsten 20 Minuten keine einzige klare Tormöglichkeit heraus. Erst in der 70. Minute, als ein hoch in den Strafraum geschlagener Freistoss von Steven seinen Abnehmer findet, fällt doch noch der Ausgleich. Claas nimmt den wie einen Stein herunter fallenden Ball direkt mit rechts, nezt aus kurzer Distanz ein und erzielt den vielumjubelten Ausgleich. Doch das war es immer noch nicht. In der Nachspielzeit die Riesenchance zum Sieg: Levi bekommt auf rechts im Strafraum völlig frei den Ball in den Lauf gespielt, doch ein Platzfehler lässt die Kugel direkt vor dem Schuss aufspringen und verhindert den nahezu sicheren Siegtreffer. Dieser wäre objektiv betrachtet aber auch nicht verdient gewesen.

Das Spiel endet mit 2:2 – einem dem Spiel entsprechend absolut korrektem Ergebnis. Der VfL Kassel zeigte insgesamt mehr Biss, schien oftmals einen Schritt schneller und erarbeitete sich so ein verdientes Unentschieden. Unsere Mannschaft kann deutlich mehr und muss letztlich mit diesem Punkt ebenso zufrieden sein.

Wie konnte das passieren?

Dieser Misserfolg hat viele Gründe. Der sowieso schon bekanntermaßen und aufgrund der Witterungsbedingungen derzeit ganz besonders schwer zu bespielende Rasenplatz des VfL, die teils unglücklichen Spieler- und Positionswechsel, ausgefallene Vorbereitungsspiele… all das hatte seinen Einfluss. Der Hauptgrund jedoch war schlicht und ergreifend: Kein Spieler (nimmt man mal den Torhüter aus) zeigte Normalform. Jeder hat Fehler gemacht - somit darf sich das gesamte Team an die eigene Nase fassen.

Was hat das für Folgen?

Keine. Sofern sich alle auf ihre Stärken besinnen und rasch wieder in Tritt kommen. Die Tabellenführung hat die Mannschaft weiterhin inne, der bereinigte Vorsprung beträgt allerdings nur noch 3 Punkte.

Wie geht es weiter?

Mund abputzen – „geht’s raus und spielts Fußball“. Am Samstag geht es nach Nordshausen zum Tabellenzehnten. Auch dort ist Kampf und Einsatz gefordert, denn der dortige Platz ist auch eher für seine kraterähnlichen Eigenschaften als für seinen feinen Schnitt bekannt.

Es spielten:
Jan Krug, Can Cetinöz, Alessandro Kesper, Steven Rakk (1), Joshua König, Manuel Zairi, Toni Koster, Alex Klindworth, David Knipp, Luis Allmeroth, Claas Wieland (1), Jona Wießner, Dustin Bambey, Levi Kletetzka

Bericht: Tommy Haake

 

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Aufstellung

Löwe des Tages

Veröffentlicht: 06.02.2013

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 08.12.2019