Neuzugänge stellen sich vor: Patrick Wolf

"Im Pokal hat man immer eine Chance"
Um den Zuschauern, Fans und Sponsoren die Neuzugnge vorzustellen, lassen wir zur Beginn der Saison 2011/2012 jeden Neuzugang selber zu Wort kommen. Den Anfang macht dabei der aus Burghausen an die Fulda gewechselte Patrick Wolf.

Patrick, die Vorbereitung läuft seit einigen Wochen. Hast du dich bereits in Kassel eingelebt?

Patrick Wolf: „Ja, vor allem seitdem ich vor kurzem meine Wohnung in Kassel bezogen habe. Zuvor hatte der Verein sich um Übernachtungen in einem Hotel gekümmert. Das funktionierte ebenfalls einwandfrei.“

Hast du in der kurzen Zeit bereits die Stadt kennen lernen können?

Patrick Wolf: „Noch nicht wirklich. Während der Vorbereitung bleibt dazu nicht viel Zeit. Trotz alledem habe ich schon ein wenig sehen können. Zuletzt war ich immerhin schon im Kino.“

Was hat dich dazu bewogen von der 3. Liga nach Kassel in die Regionalliga zu wechseln?

Patrick Wolf: „Der KSV ist ein Traditionsverein, der in die 3. Liga gehört. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen. Ich habe den Schritt zurück gewagt, um danach zwei Schritte vorwärts zu gehen. In Burghausen habe ich nun zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt. Sicherlich sind Spiele wie zum Beispiel in Dresden vor 30.000 Zuschauern reizvoll. Jedoch haben wir hier in Kassel zumindest Zuhause viele Zuschauer. Auch darauf freut man sich als Spieler. Hessen Kassel ist ein ambitionierter Verein, der nicht in die Regionalliga gehört.“

Welche Rolle spielte dein Vater Wolfgang Wolf bei deiner Entscheidung nach Kassel zu wechseln?

Patrick Wolf: „Eigentlich die gleiche Rolle, wie es der Vater bei jedem anderen auch tut, außer dass mein Vater sich in diesem Geschäft gut auskennt. Er schaute sich mit mir gemeinsam die Gegebenheiten in Kassel an. Wäre er gegen einen Wechsel nach Kassel gewesen, hätte ich sicherlich nicht unterschrieben.“

Bleiben wir kurz bei deinem Vater. Du hast mit dem SV Wacker bereits zweimal gegen das ehemalige Team deines Vaters, die Offenbacher Kickers, gespielt. Waren das für dich besondere Erlebnisse?

Patrick Wolf: „Auf jeden Fall. Allen voran als es für Offenbach um den Aufstieg ging und Burghausen die Punkte gegen den Abstieg benötigte.“

In Burghausen hast du in den vergangenen zwei Spielzeiten in der Innenverteidigung, als rechter Verteidiger und im defensiven Mittelfeld gespielt. Auf welcher Position siehst du dich am Stärksten?

Patrick Wolf: „Im defensiven Mittelfeld hat man mehr Möglichkeiten, sich am Offensivspiel zu beteiligen. Jedoch fühle ich mich in der Innenverteidigung am Wohlsten. Von Hinten hat man das Spiel komplett vor sich und es fällt mir leichter die Partie zu dirigieren.“

Du hast in der Vorbereitung mit Blessuren zu kämpfen gehabt. Inwiefern beeinträchtigt dich dies in der Saisonvorbereitung?

Patrick Wolf: „Natürlich beeinträchtigte mich dies ein wenig. Jedoch hatte ich mit Dominik Suslik jemanden, mit dem ich mich, sofern ich nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, individuell vorbereitet habe. So bin ich zum Beispiel Fahrrad gefahren oder war oft beim Aqua-Jogging.“

Wie sehen deine persönlichen Ziele für die kommende Saison aus?

Patrick Wolf: „Ich will der Mannschaft helfen. Vordergründig bedeutet das für mich, dass wir diese Saison weniger Gegentore kassieren. Mein Hauptziel ist es, so erfolgreich zu sein, dass wir am Ende eine Rolle um den Aufstieg spielen.“

Die Ergebnisse der Freundschaftsspiele sind für viele KSV-Fans bisher enttäuschend. Eine knappe Niederlage gegen Verl, lediglich ein Unentschieden gegen den 1. FC Eschborn. Wie beurteilst du die spielerische Leistung bisher?

Patrick Wolf: „Vielleicht klingt es ein wenig abgedroschen, jedoch sollte man Freundschaftsspiele nicht überbewerten. Die 1. Halbzeit gegen Verl war sicherlich verbesserungswürdig. Die Abläufe wurden während des Spiels jedoch immer besser. Zudem ändert man in Freundschaftsspielen oftmals das System und spielt ständig mit einer anderen Mannschaft. Gegen den 1. FC Eschborn stand eine fast komplett andere Elf zu Beginn auf dem Rasen als gegen Verl. Das ist in der Vorbereitung völlig normal. Natürlich kann ich die Fans verstehen, die wissen wollen, wo ihr Verein steht.“

Kommen wir zum DFB-Pokal. Welche Chancen rechnest du der Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf aus?

Patrick Wolf: „Es ist auf jeden Fall mein Traum weiter zu kommen. Düsseldorf hat den Vorteil, dass die 2. Liga Saison bereits angefangen hat. Zudem sind wir natürlich Außenseiter. Jedoch hat man im Pokal immer eine Chance. Außerdem ist es für uns gleich ein Highlight zu Saisonbeginn, das erste Spiel im Auestadion vor einer großen Kulisse. Das ist für uns Ansporn genug. Allen voran für Leute wie zum Beispiel Viktor, Bernd und mich, die bei Heimspielen nie bis selten vor einer großen Kulisse gespielt haben. Da freut man sich jetzt schon auf das Warmmachen.“

Zu Guter Letzt: In wie fern lässt du dich von den Fans während des Spiels beeinflussen? Nimmst du die Kulisse während des Spiels aufgrund der Konzentration nicht wahr oder puschen dich die Zuschauer?

Patrick Wolf: „Während des Spiels bin ich voll konzentriert. Jedoch nehme ich die Unterstützung der Fans bei Spielunterbrechungen wahr. Da wird man natürlich nochmal gepuscht. In Burghausen waren meist eher weniger Zuschauer. Da freute ich mich gelegentlich sogar auf Auswärtsspiele. (lacht)“

 Danke Patrick.

 

Veröffentlicht: 20.07.2011

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 14.12.2019