Harez Habib und Thorsten Bauer treffen spektakulär

KSV Hessen - SpVgg Unterhaching II 4:0 (2:0)
Harez Habib und Thorsten Bauer treffen spektakulär
Der KSV Hessen ließ gegen die Reserve der SpVgg Unterhaching beim ungefährdeten 4:0 (2:0)-Pflichtsieg nichts anbrennen. Vor 3.500 Zuschauen im Auestadion trafen Thorsten Bauer (2) sowie Harez Habib und Daniel Möller gegen den Tabellenletzten der Regionalliga. Zumindest bis Sonntag haben die Löwen somit wieder die Tabellenführung inne.

KSV-Trainer Mirko Dickhaut hatte seine Elf gegenüber des Sieges in Wiesbaden auf einer Position verändern müssen. Defensivspieler Christoph Keim hatte sich im Abschlusstraining leicht an den Adduktoren verletzt. „Weil wir kein Risiko eingehen wollten, haben wir auf ihn verzichtet“, sagte Dickhaut, der dafür Sebastian Busch auf den Platz schickte.

Von Anfang an ließen die Löwen keine Fragen aufkommen, übernahmen die Initiative und hatten das Spiel gegen weitgehend überforderte Hachinger bereits zur Pause entschieden. 2:0 stand es da. Zunächst hatte Thorsten Bauer Habibs kluge Vorarbeit nach elf Minuten aus kurzer Distanz zur Führung genutzt (11.), später Habib dann einen Angriff selbst spektakulär vollendet: Einen langen Pass von Gundelach nahm der Deutsch-Afghane im Strafraum an, ließ Hachings Ruhl aussteigen und traf dann sehenswert mit einem Linksschuss an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Gehäuse sprang (39.).

Enrico Gaede
zoomEnrico Gaede
Foto: Harry Soremski

Weitere gute Chancen in der ersten Hälfte ließen Tornieporth (13.), Gaede (15.) und Busch (35.) aus. Von den Gästen dagegen war kaum etwas zu sehen. „Es bestand in der Tat zu keiner Phase des Spiels die Gefahr für Kassel, dass wir hier heute einen Punkt mitnehmen könnten“, bekannte auch Hachings Coach Alfred Ruthe später. Schon beim Einmarschieren ins Stadion hätten bei so manchem seiner Kicker beeindruckt die Knie geschlottert. „Es war eine tolle Atmosphäre hier in Kassel, wir konnten aus dem Spiel und von unseren Gegenspielern lernen.“

Der Marsch auf ein Tor setzte sich auch nach der Halbzeit zwei fort, in der die Löwen weitere Treffer folgen ließen. Sehenswert vor allem Bauers zweites Tor an diesem Nachmittag - es war sein 25. im 24. Saisonspiel: Einen langen Einwurf von Gundelach nahm der Torjäger technisch sehenswert an und vollendete dann mit einem Drehschuss in den linken Torwinkel (52.). Später setzte der eingewechselte Daniel Möller nach einer Kombination über Streubert und Habib aus 17 Metern Torentfernung noch einen drauf - das 4:0 nach 70 Minuten war zugleich der Endstand.

Mirko Dickhaut erfreute sich später vor allem darüber, „dass wir gegen den Tabellenletzten eben nicht ins Stolpern geraten sind“. Der Tritt ins berühmte Fettnäpfchen blieb aus, unter dem Strich stand ein „in allen Belangen hoch verdienter" Löwensieg. „Jetzt können wir selbstbewusst in eine knallharte Woche gehen“, blickte Dickhaut nach dem Pflichterfolg schon mal voraus. Am Mittwoch in Reutlingen und am Sonntag in Karlsruhe tritt der KSV Hessen bei zwei Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel an, die inzwischen nur noch knapp vor dem ersten Abstiegsrang stehen. In den Partien kann der Löwen-Trainer auch wieder auf den zuletzt rot-gesperrten Spielmacher Kevin Wölk zurückgreifen, dafür fehlt Sebastian Busch in Reutlingen wegen seiner fünften Gelben Karten.

Von Michael Brehme

KSV Hessen: Lamczyk - Gundelach, Schönewolf, Latifi, Heussner (58. Möller) - Busch, Gaede - Tornieporth, Habib, Ochs (67. Streubert) - Bauer (74. Lenz)

Unterhaching: Luginger - Toy, Löppert, Ruhl, Siedlitzki - Kanca, Yilmaz, Pasiciel, Grujicic (72. Uzun), Filiz (46. Mützel) - Plonner (65. Bukowski)

SR: Harm Osmers (Hannover) - Zuschauer: 3.500 im Auestadion

Gelb: Busch (5., gesperrt) - Siedlitzki, Löppert

Tore: 1:0 Bauer (11.), 2:0 Habib (39.), 3:0 Bauer (52.), 4:0 Möller (70.)

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KSV Hessen - SpVgg Unterhaching II: Jubelnde Fans

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Veröffentlicht: 18.04.2009

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Datum des Ausdrucks: 06.12.2019