7,5 Millionen Euro sollen investiert werden

Auestadion-Ausbau Vorrang für das Auestadion: Im jetzt vorgelegten Entwurf für den städtischen Haushalt 2007 stehen 5,2 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Sportarena. Der Magistrat hat dem Entwurf bereits zugestimmt. Wenn auch die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag folgt, kann nach der Fertigstellung der Gegentribüne im Oktober im Auestadion gleich weitergebaut werden.

Auch 2008 will die Stadt weiter ins Auestadion investieren - insgesamt in beiden Jahren 7,5 Millionen Euro. Wichtig dabei: Der Regierungspräsident als Finanzaufsicht hat nach Angaben von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) bereits zugesagt, die Ausgaben für das Auestadion unabhängig von den anderen städtischen Investitionen zu akzeptieren.

Weil die Stadt hoch verschuldet ist und auch 2007 erneut rund 27 Millionen Euro neue Schulden machen muss, um den Haushalt auszugleichen, sind die Investitionen gedeckelt. Ohne Zustimmung des RP darf die Stadt keine zusätzlichen freiwilligen Leistungen bezahlen.

Mit dem Geld sollen im nächsten Jahr die Laufbahnen von sechs auf acht Bahnen erweitert werden, damit auch deutsche Meisterschaften und internationale Wettbewerbe im Auestadion ausgetragen werden können.

Außerdem sollen die Stehränge in den baufälligen Stadionkurven Nord und Süd erneuert werden. Und auch das Flutlicht kommt, sagt Hilgen. Das ist wichtig für die KSV-Kicker, die nach dem Aufstieg in die Regionalliga Süd auf dem Weg zum Klassenerhalt sind.

Nach einem Jahr muss der KSV Hessen Kassel über eine Spielstätte mit Flutlicht verfügen, wenn es weitergehen soll.

Schaffen die Kicker den frühzeitigen Klassenerhalt, könne noch in dieser Saison unmittelbar mit Planung und Bau der Flutlichtanlage begonnen werden, so Hilgen.

Die vier Flutlichtmasten zu planen und aufzustellen, dauere ungefähr sieben Monate. Es gebe also keinen Grund zur Sorge, dass das Auestadion eine ewige Baustelle bleiben könnte, ist der Oberbürgermeister überzeugt.

2008 soll das Stadion dann endgültig fertig gestellt werden. Dann stehen die Sanierung der Haupttribüne, der Anbau eines VIP-Bereiches und die Gestaltung des Leichtathletik-Nebengeländes auf dem Bauprogramm.

Damit könne das Auestadion dann für Leichtathletik ebenso wie vom KSV optimal genutzt werden.

Hilgen warnt davor, die Sportarena zum Spielball politischer Interessen zu machen. Der Magistrat habe im Hinblick auf die Stadionsanierung seine Hausaufgaben gemacht und hoffe jetzt auf die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung.

Die wird am 11. Dezember über den Haushalt und die Millionen fürs Stadion entscheiden. Dann, ist Hilgen sicher, geht es zügig weiter.

<i>Jörg Steinbach / HNA-Redaktion
13.09.2006</i>

Veröffentlicht: 13.09.2006

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Datum des Ausdrucks: 17.06.2019