Löwen ungefährdet eine Runde weiter

OSC Vellmar - KSV Hessen 0:2 (0:1)
Nach dem 7:0 in Kaufungen und dem 20:0 beim Kreisligisten Kasseler SV, siegte der KSV Hessen auch in der 3. Runde des Kreispokals und kam nach Toren von Marc Arnold (Foulelfmeter) sowie Michael Mason (Foto) mit einem ungefährdeten 2:0 (Halbzeit 1:0)-Erfolg beim Oberligisten OSC Vellmar in die nächste Runde. Dort trifft das Team um Trainer Matthias Hamann (erneut auswärts) am nächsten Dienstagabend im Halbfinale auf den KSV Baunatal.
Das Warten auf Julio Cesar da Rosa, der am Montag per Flug in Hannover eintraf und in Vellmar am Sportplatz "Zentrale Sportanlage" vor Spielbeginn mit einem Mannschaftsteil um die angeschlagenen sowie im Aufbau befindlichen Akteure Thorsten Schönewolf, Sebastian Busch, Murat Turhan und Saky Noutsos ein kleines Trainings-Programm abhielt, hat ein Ende. Dafür warteten die Akteure vom OSC Vellmar und dem KSV Hessen auf den Anpfiff von Christoph Jonek vom TSV Ihringshausen. Der verzögerte sich um 14 Minuten, weil laut dem Referee die Kalkmaschine für die Spielfeldkennzeichnung ebenso im Stau steckte wie einige Zuschauer vom im anderen Vellmarer Ortsteil liegenden Schwimmbad kommend.
Dann jedoch ging es um 18:44 Uhr Ortszeit endlich los und der KSV Hessen übernahm sofort das Kommando. Allen voran die Routiniers Marc Arnold umd Mirko Dickhaut, die den schnellen Blick für den Mitspieler besitzen (stets ein Genuß die Spielübersicht der beiden, aber auch von Thorsten Bauer und Christoph Keim), das Kurzpaß-Spiel beherrschen und bei schwülwarmen Temperaturen immer wieder die Löwen-Quelle für flüssigen Kombinationsfluß waren.

So auch nach vier Spielminuten: Einwurf Beyer auf Dickhaut, kurzer Doppelpaß, Beyer auf Arnold, der blitzschnell nach innen, wo Pascal Groß per Direktabnahme und verdeckten Schuß Keeper Klöppner prüfte, der - wie vor zwei Jahren - wieder einen leistungsstarken Pokal-Abend ablieferte.
Trotz seiner Spiel-Kontrolle machte der KSV, bei dem Trainer Matthias Hamann an diesem Abend auf das "Rauten-System" setzte und mit Thorsten Bauer sowie Neuzugang Tobias Oliev, der sich dank seiner beachtlichen Entwicklung in der Vorbereitungsphase den Einsatz von Beginn an redlich verdiente, zwei Stürmer sowie mit Pascal Groß (links) und Daniel Beyer (rechts) im Mittelfeld ("auf der halben") aufbot. Zentral agierten offensiv Marc Arnold und defensiv Mirko Dickhaut, der jedoch kurz vor der Pause wegen einer Oberschenkelverletzung ausschied.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Löwen verdientermaßen mit 1:0. Der Treffer fiel in der 26. Spielminute, nachdem Tobias Oliev und Thorsten Bauer, der später noch in der 38. Minute nach genialem Zuspiel von Marc Arnold frei vor Klöppner scheitern sollte, im Duett die Vellmarer Hintermannschaft in arge Not gebracht hatten, kam "Totti" -wie ihn seine Mitspieler inzwischen rufen - regelwidrig gegen Otto Hofmann zu Fall. Gewohnt souverän plazierte Marc Arnold den fälligen Strafstoßball zum Führungstor im gegnerischen Netz.

Die zweite Halbzeit eröffnete Linksverteidiger Kim Schwager mit einem präzißen Flugball auf Thorsten Bauer, dessen spektakulärer Hechtkopfball ebenso glücklich wie gekonnt von Keeper Klöppner gerade noch so an die Torlatte gelenkt wurde (48.).
Im Gegenzug bekam dann erstmals in dieser Pokal-Partie KSV-Keeper Oliver Adler zu tun, hatte gegen den Flachschuß von Spielertrainer Carsten Lakies, der den im Urlaub befindlichen Ralph Kistner neben Co-Trainer Reiner Rethemeier als Coach vertrat, keine Mühe.
Auf der Gegenseite hatte anschließend Marc Arnold eine weitere zündende Idee und den präzißen Paß auf den eingewechselten Michael Mason, der wiederum seinen Turbo zündete, jedoch ein Dribbling zu viel vor hatte und somit diese günstige Torchance verstreichen ließ.

So durfte der OSC, der den KSV vor zwei Jahren an gleicher Stätte im Pokal geärgert hatte und auch im Vorjahr das Oberliga-Heimspiel gewann, zumindest weiter hoffen, zumal, als dann Christoph Schmidt mit einem fulminanten Freistoß von halblinker Position abgezogen hatte und Oliver Adler sein ganzes Können aufbieten mußte (53.). Ebenso wie beim tückischen Flachschuß des eingewechselten Mehmet Demirel, als der zuverlässige KSV-Keeper und "Spiel-Dirigent" abklatschen konnte.
Die größeren Spielanteile und Torchancen besass dennoch unmißverständlich der KSV Hessen, der es lediglich versäumte, frühzeitig alles klar zu machen.
Zum Beispiel nach einer Spielstunde und einer sehenswerten Ballstaffette über Turgay Gölbasi, Marc Arnold und Tobias Oliev. Der 20jährige passte fein quer auf den fleißigen, jedoch diesmal glücklosen Thorsten Bauer, der jedoch den Ball nicht recht traf.
Den traf um so besser zehn Minuten vor Spielende Michael Mason. Eine fast schon beendet zu scheinende Aktion, ließ der 35jährige durch engagiertes Nachsetzen wieder aufleben, schnappte sich zentral vor des Gegners Strafraum den Ball, zog los und nutzte den sich bietenden Freiraum, um kaltschnäuzig mit sattem Flachschuß aus 16 Metern zum 2:0 zu vollenden.
Kurz darauf scheiterte Marc Arnold per Kopfball nach einer Diagonal-Flanke von Jan Fießer knapp an Klöppner, der auch die letzte KSV-Chance durch den Schuß des aufgerückten Abwehrspielers Christoph Keim entschärfte.

Am Ende steht ein weiteres "zu Null" im Pokal und gleich morgen geht es für die Löwen weiter nach Göttingen, wo im Jahnstadion um 18.30 Uhr eine Regional-Auswahl und um 20.30 Uhr Bundesligist Borussia Dortmund jeweils über 45 Minuten Spieldauer die Gegner sind.
Am Samstag steht dann die "Generalprobe" für die eine Woche später beginnende Regionalliga-Saison gegen 2.Bundesligist Eintracht Braunschweig (15 Uhr im Auestadion) an.

<b>OSC Vellmar:</b> Klöppner - Rietz, Hofmann, Susilovic, Minne - Zilch (70. Demirel), M. Schmidt, Andezion (60. Kornet), Ch. Schmidt (87. Bakin) - Wegendt, Lakies.

<b>KSV Hessen:</b> Adler - Gölbasi, Suslik, Keim, Schwager (75. Wagner) - Beyer (46. Mason), Dickhaut (40. Fießer), Arnold, Groß - Oliev, Bauer. Trainer: Matthias Hamann.

<b>Schiedsrichter:</b> Christoph Jonek (TSV Ihringshausen) - <b>Zuschauer:</b> 500.

<b>Tore:</b> 0:1 Marc Arnold (Foulelfmeter, 26.), 0:2 Mason (80.)

<i>Herbert Pumann
Presse-Referent KSV Hessen
Dienstag, 25. Juli 2006</i>

Aufstellung

Veröffentlicht: 25.07.2006

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 26.02.2020