M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

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Günter Kratz
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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Günter Kratz » 10. Jun 2008, 13:55

Hallo Löwen!

Bis jetzt hab' ich noch gar nichts zu diesem wichtigen Thema gesagt, und das hab' ich auch nicht vor, denn im Prinzip ist es Sinnlos weil all mein Gefasel sowieso keinen Einfluß darauf hat.

Den einen graut es vor einer Zukunft ohne MG, den anderen vor einer Zukunft mit ihm. Ohne ihn scheint es nicht zu gehen. Also werde ich mir erstmal anschauen welcher Wind in der schönen neunen Zukunft weht. Und wenn ich das Gefühl habe ich kann mich mit dem KSV nicht mehr identifizieren, dann fällt bei mir schlicht und ergreifend der Hammer.

Daß ich einer bin, der an althergebrachten Werte wie Verbundenheit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Treue glaubt, ist allgemein bekannt. Von daher ist es für mich ershreckend zu sehen wie die nun auf dem Altar des Erfolges und des Kommerzes geopfert werden sollen. Wie gesagt: Ich kann's nicht ändern!

Sehr traurig finde ich es aber, wenn man Leuten, die den neuen Weg nicht bedingungs mit gehen wollen, nahe legt doch nach Baunatal oder Lohfelden zu gehen. Das hätte ich mal vor 10 Jahren machen sollen, anstatt mit zu helfen den KSV nach oben zu bringen. Sollte der neue Weg aber in den Untergang führen, werde ich die Ratschläge von heute beherzigen... :cry:

Günter
Ab nächsten Samstag wird alles besser! Wir werden's erleben!!

Peter74
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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Peter74 » 10. Jun 2008, 14:22

Cooler hat geschrieben:
Hat MG das auf dem Fantreff so gesagt?

RWG
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Ja genau so hat er das gesagt. In der Halbzeit soll deutlich mehr ablaufen. Da war dann auch die Rede von Betreuung der Fans und der Sponsoren. In diesem Zuge hatte er auch die schlechte Betreuung der VIPs angesprochen. Er kann es ja beurteilen weil er immer dort hingeht.

Viele Grüße[/quote]

Gut; ich wollte vor allem wissen, ob das ein Ausspruch von MG ist, oder eher eine Interpretation. Danke für die Info.

Also, ich fand es im VIP-Raum eigentlich immer eher langweilig. Ich hab´s auch nicht unbedingt nötig, vor Publikum Scampi zu lutschen. Aber wer´s braucht.... und dann auch noch dafür bezahlt, bitte, meinetwegen. Solche Klientel will auch verhätschelt werden, also gebt den Vip´s was sie wollen, meinetwegen sogar Logen; nur vergesst die "Normalos" und den Fanblock nicht.
Zum Thema Event: Einerseits ist für mich 90 min Fußball, ne Wurst, n Bier und ab und zu die Stimmbänder reizen, genug event. Damit locken wir aber nur die üblichen Verdächtigen hinter dem Ofen hervor, mit anderen Worten nicht mehr als 2000, 2500 in der 4. Liga.
Wenn ich den Anspruch von MG richtig verstehe, will er wohl auch, daß endlich die Region richtig mitzieht, nicht nur zum Saisonhighlight, vielmehr schon im kommenden Jahr. Ob das nun 40 oder 50 T € mehr bringt oder nicht, ist nicht das Thema. Entscheident dürfte wohl sein, daß jeder, der zum Spiel kommt, von sich sagen kann, erstens gern hingegangen zu sein, zweitens gut unterhalten worden zu sein (da brauchts bei manchen eben mehr als bei mir) und drittens einen eigenen Teil zum Erfolg (1 € mehr) beigetragen zu haben. Psychologisch -wenn die Rechnung aufgeht- nicht ungeschickt. Kann aber auch beim typischen Nordhessen ganz übel nach hinten losgehen. ( Wofor sollen mäh dann jezz au noch n Euro mähr zahlen? Kerle Kiste, Henner, die honn se doch nidd mehr alle im Koppe!) :wink:


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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Gyros-Paule » 10. Jun 2008, 14:27

Axel Feder hat geschrieben:Wie ich an anderer Stelle schon erwähnte, selbst wenn Göker die
aktuelle Führung "erpresst" hat, dann ist schon seit längerem was
schief gelaufen. Wenn 300.000 Euro ausreichen, um so eine Erpressung
durchzuführen, dann wäre es m.E. früher oder später eh zum Ruin
gekommen. Die treuen Sponsoren sind auch nicht ewig da und mit was will
man neue locken? Genau das war doch das Problem des FC Hessen. Der war
drittklassig, aber keiner wollte ihn sehen und das schlug sich auch in
Sponsoren nieder. Der Bielefeld-"Coup" hat das Ableben des FC nur
beschleunigt. Der KSV ist sicher noch nicht an dem Punkt, aber auf
Dauer in der Hessenliga endet wie in Lohfelden oder Baunatal. Sorry,
aber das kann nicht der Anspruch des KSV sein.

Und nun mal
generell was zu dem Thema gute Quellen. Wenn ich eins damals in der
"Kompetenzteamsache" gelernt habe, dass jede Seite versucht die Masse
für sich zu gewinnen. Ich bestreite nicht, dass Göker das tut. Die
Göker Gegner werden dies aber ebenfalls tun und mit Informationen
"locken", die man ebenso wenig blauäugig und naiv übernehmen sollte.
Was ich damals mir für Storys über die damalige KSV-Führung anhören
musste (kurz vor dem Bankrott), nur damit ich einsehe, dass jemand wie
Scharrer die bessere Wahl für den Verein sei, das könnt ihr euch gar
nicht vorstellen. Ich weiß auch, wieso ich herausgepickt und mit diesen
Infos versorgt wurde, ist ja perferkt wenn derjenige gleich seine Infos
im Forum posten könnte. Und man selbst ist aus dem Schussfeld, Quellen
darf man ja nicht nennen. :roll: Das diese als die "größten Löwen-Fans"
dann nach Baunatal sind und sich bei den Siegen gegen die Löwen gefreut
haben, als wären sie eben Deutscher Meister geworden, reicht mir schon
als Bestätigung.

Nee, Leute, ich sehe das mit Göker garantiert
nicht so freudenstrahlend wie der ein oder andere hier, aber so Texte
wie vom Hessenlöwen Frank habe ich vor Jahren schonmal gehört und das
Ende vom Lied, den KSV gibt es immer noch (der eigentlich schon Ende
2005 pleite sein sollte). Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Wir
alle lassen uns gewissermaßen irgendwie einspannen, ob nun Pro Göker
oder Anti Göker. Es gibt in diesem Fall einfach keine Objektivität,
machen wir uns nichts vor. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.
Du hast absolut recht, wenn Du sagst, dass im Moment die Fanmeinung mit Informationen manipuliert wird. Und das von minddestens zwei Seiten. Ich persönlich habe in den letzten beiden Tagen außerhalb dieses Forums vieles gehört, was mich nachdenklich gemacht hat und meine Skepsis verstärkt hat. Ich käme aber nie auf die Idee, so etwas - zumal ich dann ja nur als Dritter berichten könnte - hier zu posten. Deswegen finde ich es auch ziemlich daneben, wenn das Wort "Erpressung" gebraucht wird und hierzu nur bloße Behauptungen kommen. Ich habe zwar keine großen Sympathien für Gökers Auftreten, aber ihm eine "Erpressung" vorzuwerfen ist solange nicht fair, wie man es nicht sicher weiß.

Wenn man eine Prognose abgeben soll, dann liegt die Wahrheit wahrscheinlich wirklich dazwischen: Göker ist im Moment wirtschaftlich extrem erfolgreich; sein gesellschaftliches Ansehen bleibt allerdings dahinter zurück. Deswegen nehme ich an, dass ein solches Vorstandsamt für ihn äußerst interessant ist - und das nicht erst seit kurzem.

Das Risiko sehe ich darin, dass ein erfolgsgewöhnter und -süchtiger Unternehmer wie Göker womöglich nicht die Geduld für eine langfristige Strategie aufbringt. Natürlich wollen wir alle in die 3. Liga, am liebsten ganz bald. Aber ich finde es noch wichtiger, dass ich auch in 50 Jahren noch ins Auestadion gehen kann.

Ich würde mir wünschen, dass die Diskussion hier wieder etwas sachlicher wird und es keine völlige "Lagerbildung" gibt. Und einige sollten begreifen, dass harte Kritik und das Benennen von Risiken nichts mit Nörgelei zutun hat.

Göker selbst würde an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn er sich nicht ausschließlich in der Rolle des selbstlosen Retters sähe und das Geschehen um seinen "Weg ins Amt" wahrheitsgetreuer schildern würde. Im Moment sind einfach noch zuviele Fragen offen.

Peter74
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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Peter74 » 10. Jun 2008, 14:49

Günter Kratz hat geschrieben:Hallo Löwen!

Bis jetzt hab' ich noch gar nichts zu diesem wichtigen Thema gesagt, und das hab' ich auch nicht vor, denn im Prinzip ist es Sinnlos weil all mein Gefasel sowieso keinen Einfluß darauf hat.

Den einen graut es vor einer Zukunft ohne MG, den anderen vor einer Zukunft mit ihm. Ohne ihn scheint es nicht zu gehen. Also werde ich mir erstmal anschauen welcher Wind in der schönen neunen Zukunft weht. Und wenn ich das Gefühl habe ich kann mich mit dem KSV nicht mehr identifizieren, dann fällt bei mir schlicht und ergreifend der Hammer.

Daß ich einer bin, der an althergebrachten Werte wie Verbundenheit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Treue glaubt, ist allgemein bekannt. Von daher ist es für mich ershreckend zu sehen wie die nun auf dem Altar des Erfolges und des Kommerzes geopfert werden sollen. Wie gesagt: Ich kann's nicht ändern!

Sehr traurig finde ich es aber, wenn man Leuten, die den neuen Weg nicht bedingungs mit gehen wollen, nahe legt doch nach Baunatal oder Lohfelden zu gehen. Das hätte ich mal vor 10 Jahren machen sollen, anstatt mit zu helfen den KSV nach oben zu bringen. Sollte der neue Weg aber in den Untergang führen, werde ich die Ratschläge von heute beherzigen... :cry:

Günter

Günter,
es wird sicher nicht mehr der KSV sein, den wir 1998 mit aus der Taufe gehoben haben. Das hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Unsere Ansprüche sind mit den Jahren auch gewachsen. Und das ist auch gut so!
Du weißt auch, daß ich diese Werte für den Verein gerne bewahren möchte. Liegt auch immer ein Stück an uns selbst, wie WIR als Verein, als Fans, auftreten. Auch hier wären Bescheidenheit, Treue, Fairness angebracht. Auf der anderen Seite wollen viele -ich auch- so hochklassigen Fußball wie möglich im Auestadion sehen. Es ist klar, daß hierfür mittlerweile eine ganze Menge Geld in die Hand genommen werden muß und professionell gearbeitet werden muß.

Ich will folgendes Beispiel nennen: Mein Verein hat mich leider vor der vergangenen Saison nicht angeschrieben und gefragt, ob ich wieder 2 DK´s für die HT haben möchte. Mir persönlich ist das Wurscht, weil ich sie eh nehme; aber das ist nicht so prall, wenn man mit den verkauften DK´s planen will und es ist bei uns ja nicht so, wie in GE, daß DK´s in Erbpacht vergeben werden.

Ich will dir aber auch sagen, daß Dein und unser "Gefasel" durchaus Eindruck hinterlassen und machen, auch wenn man es auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort erkennt. Du sagst immer zu Recht: Wir alle sind der KSV. Dazu stehe ich heute auch noch, und genau das war der Grund, warum ich meinem Sohn am 31.5. sagte, gerade dir und Bernd eine seiner selbstgeschriebenen Kärtchen zu geben. Denn für mich bist Du genauso ein Teil meines KSV. Vielleicht sogar Ehrlicher und Gerader als andere.
Wenn MG der, nein, dieser KSV am Herzen liegt, dann auch und nicht zuletzt wegen so Menschen wie dir!

Und ich will mich dir anschließen: wenn ich meinen Verein überhaupt nicht mehr wiedererkennen kann, und mich selbst damit nicht mehr identifizieren kann, trete ich aus und mache die alte Drohung wahr: Da geh´n mer nidd mehr hinne.

Allen, die sich hier konstruktive Gedanken machen und nicht nur rumpöbeln, gilt meine Achtung, unabhängig von der jeweiligen Meinung.

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Hessenkampfbahn

Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Hessenkampfbahn » 10. Jun 2008, 18:30

Gyros-Paule hat geschrieben: Deswegen finde ich es auch ziemlich daneben, wenn das Wort "Erpressung" gebraucht wird und hierzu nur bloße Behauptungen kommen.
das kannst DU sehen wie DU willst. für mich ist die sachlage ziemlich klar, wenn ich 1 mio. teuro offeriere aber nur unter der bedingung vereinsboss werden zu müssen damit dieser betrag fließt. tja und falls nicht, dann bleibt der rest eben auch aus (frei auf meinem müll gewachsen aber für mich die logische folgerung daraus!). damit es nach außen ordentlich verpackt ist, erweckt man dann erstmal den anschein kein interesse am vorsitz zu haben um dann per pressemiteilung zu verkünden, der ksv wünsche sich dass so.

das hätten sie in münchen fast nicht besser hinbekommen.

Steffen
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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Steffen » 12. Jun 2008, 23:36

Der KSV und das Stühlerücken
Jahreshauptversammlung am Montag wählt neuen Aufsichtsrat - Zwei Tage später soll Göker kommen
Der KSV und das Stühlerücken

Weitere Bilder zu diesem ArtikelVon Uli Brehme

Kassel. Die Löwen stehen vor einer richtungsweisenden Woche. Der Kasseler Versicherungsunternehmer Mehmet E. Göker (28) soll Jens Rose (46) auf dem Chefposten ablösen. Eingefädelt wurde der Wechsel an der Spitze schon vor eineinhalb Wochen. Am Montag auf der Jahreshauptversammlung (18 Uhr in der Kasseler Martini-Brauerei) soll er mit der Wahl des neuen Aufsichtsrates quasi besiegelt werden. Das neue fünfköpfige Gremium, um dessen Vorsitz sich Rose bewirbt, soll dann am Mittwoch Göker zum geschäftsführenden Vorstand berufen. Der hatte sich auf Bitten der Vereinsspitze am zurück liegenden Wochenende bereiterklärt, den Posten antreten zu wollen.

Weitere einschneidende Änderung: Erstmals seit Wiedergründung des KSV vor über zehn Jahren wird die Ikone des nordhessischen Fußballs, Holger Brück (60), bei den Löwen ab Montag kein offizielles Amt mehr inne haben. Der ehemalige Profi zieht sich aus dem Aufsichtsrat, dem er vorstand, zurück. Vor zehn Jahren war er maßgeblich an der Wiedergründung beteiligt. Sein Rückzug habe mit der Neuorientierung des Klubs nichts, aber auch gar nichts zu tun, betonte er gestern. Vielmehr habe er die Entscheidung schon vor längerer Zeit getroffen.

Womit wir beim Kern wären: Mehmet E. Göker. Der Unternehmer wird nicht nur Vorsitzender sein, sondern auch maßgeblicher Geldgeber. Schon in der Vergangenheit war er als Sponsor der Löwen tätig, stellte jährlich 300 000 Euro bereit. Jetzt hat er angekündigt, eine Million Euro zu zahlen. Damit verbunden sind grundlegende Änderungen der Vereinspolitik. Klotzen statt kleckern ist angesagt. Namhafte Spieler sollen kommen, ein neuer, prominenter Trainer (angedacht ist der ehemalige Eintracht-Coach Horst Ehrmanntraut) und ein Manager. Bereits ausgesucht ist Rüdiger Lamm (59). Ein umtriebiger Macher. Der powert, polarisiert und bei Bedarf auch mal seine gute Kinderstube vermissen lässt. So herrschte Lamm mal eine Journalistin an, sie könne ihn mal da lecken, wo sie es am liebsten habe. Unkooperativ zeigte er sich vor einigen Tagen auch unserer Zeitung gegenüber, als er die telefonische Bitte nach Antworten auf Fragen zu seiner Zukunft beim KSV unwirsch abwimmelte. Er liege in der Sonne und sage nichts, teilte er mit und brach das Gespräch ab.

Der 59-Jährige war früher als Manager auch in Bielefeld, Offenbach und zuletzt in Waldhof Mannheim tätig. Sein Strickmuster: Er akquiriert relativ viele Sponsoren aus dem Mittelstand, setzt bei der Einkaufspolitik auf ältere, gestandene Profis, und liebt das Risiko. Letzteres wurde ihm denn nach Anfangserfolgen auch mehrfach zum Verhängnis. In Bielefeld, wo er einen Scherbenhaufen hinterließ, wurde er beispielsweise ebenso gefeuert wie in Offenbach.

Mit Kassel trat Lamm erstmals vor elf Jahren in Kontakt, als er - von Bielefeld aus - mit dem damaligen Regionalligisten FC Hessen Kassel ein Leihgeschäft einfädelte. Inhalt: Vier Arminenspieler, unter ihnen Armin Eck, wurden für eine Gesamtsumme von zwei Millionen DM nach Kassel transferiert. Der FC erhielt das Recht, das Geld in Raten nach und nach abzutragen. Der damalige FC-Hessen-Chef Horst Flöck (heute 70): "Ich hatte nie das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden." Lamm habe sich eigentlich an alle Absprachen gehalten. Ärger gab es allerdings, als der klamme FC Hessen nicht mehr in der Lage war, seine Zahlungsverpflichtungen einzuhalten. Flöck diplomatisch: "Wir hatten kritische Gespräche." Er sei dabei aber immer oberhalb der Gürtellinie geblieben. Letztlich habe Bielefeld einen Großteil des Geldes abschreiben müssen. Seitdem habe er niemals mehr mit Lamm gesprochen.

Anders als Armin Eck (43). Der frühere Profi ist heute Trainer, zurzeit aber ohne Job. Er habe mit Lamm nur positive Erfahrungen gemacht, meint er. Bis jetzt sei der Kontakt nie abgerissen. Meist gehe es um den Transfermarkt, also um Spieler, an denen Lamm interessiert sei. Letztmals während dessen Zeit als Sportmanager des SV Waldhof Mannheim.

Dem jetzigen Aufsichtsrat des KSV Hessen gehören folgende Personen an: Holger Brück, Christian Kropf (Chef Kurhessische Getränke), Karl-Heinz Bonnet (BMW, Verkauf Automobile), Rolf Schwarz (Verleger und Geschäftsführer des Druck- und Verlagshauses Thiele und Schwarz) und Dr. Michael Lacher (VW-Coaching-Chef). Mit Ausnahme von Christian Kropf treten alle übrigen Mitglieder nicht mehr zur Wahl an. Hängt der Rückzug mit der Neuausrichtung zusammen? Unklar, weil Lacher und Bonnet gestern nicht zu erreichen waren. Schwarz sagt, sein Ausscheiden hänge damit nicht zusammen. Er habe schon im vergangenen Jahr angekündigt, sich zurückzuziehen.

Ein Wahlausschuss unter Leitung von Jochem Weikert benennt Kandidaten, um die Lücken zu füllen. Diese werden dann von den Mitgliedern gewählt oder nicht. Sind auch Personen aus dem Umfeld Gökers dabei? Nein, sagt Weikert.

Nichtsdestotrotz rumort es hier und da unter den Mitgliedern. So wollen Oliver Zehe (38) und Tim Siebrecht, die seit Jahren beim KSV u.a. für die Stadionzeitung "Hessen-Löwe" zuständig sind, ihren Ausweis zurückgeben, wenn Göker zum Chef ernannt wird. "Ich lehne seine risikoreiche Politik ab, mag es eher solide", begründet Zehe seinen Schritt.
Bisher war ich dem Ganzen gegenüber eher "wohlwollend neutral" eingestellt. Wenn die HNA recht hat, dass aus dem Aufsichtsrat so gut wie niemand bleibt und auch H. Brück sich zurück zieht, bekomme ich arge Bauschschmerzen. Mal schaun, wer die Herren ersetzen soll.

Axel Feder
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Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Axel Feder » 12. Jun 2008, 23:54

Ja, das ist definitiv eine neue Situation. Das heisst zwar, man tritt bei einer Nein-Stimme keinem "Altgedienten" auf die Füße, andererseits kennt man die neuen nicht und ob sie eher pro oder contra Göker sind. Ich rechne sogar irgendwie damit, dass kein Aufsichtsrat gewählt werden kann, weil die Kandidaten entweder nicht wollen oder nicht gewählt werden. Interessant wäre dann das weitere Vorgehen, denn so könnte Göker nicht ernannt werden (es sei denn es gäbe noch eine andere Möglichkeit)
Unsere Zeit wird kommen!

Hanse

Re: M.Göker soll vorstandsposten angeboten werden

Beitrag von Hanse » 13. Jun 2008, 00:09

Steffen hat geschrieben:
Dem jetzigen Aufsichtsrat des KSV Hessen gehören folgende Personen an: Holger Brück, Christian Kropf (Chef Kurhessische Getränke), Karl-Heinz Bonnet (BMW, Verkauf Automobile), Rolf Schwarz (Verleger und Geschäftsführer des Druck- und Verlagshauses Thiele und Schwarz) und Dr. Michael Lacher (VW-Coaching-Chef). Mit Ausnahme von Christian Kropf treten alle übrigen Mitglieder nicht mehr zur Wahl an. Hängt der Rückzug mit der Neuausrichtung zusammen? Unklar, weil Lacher und Bonnet gestern nicht zu erreichen waren. Schwarz sagt, sein Ausscheiden hänge damit nicht zusammen. Er habe schon im vergangenen Jahr angekündigt, sich zurückzuziehen.
Das stinkt irgendwie zum Himmel und hinterlässt ein sehr sehr schlechtes Gefühl in der Magengegend.

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