Aktuelle Fragen
Die Initiative Perspektive KSV hat inzwischen rund drei Viertel der benötigten Unterschriften sammeln können. Nichtsdestotrotz fehlen auch weiterhin noch Unterschriften, um die erwünschte Mitgliederversammlung zu erzwingen. Wir bitten daher auch weiterhin alle Vereinsmitglieder, die den derzeitigen Kurs des Vereins, ein weiter wie bisher, ändern wollen, sich anzuschließen.
Der Vorsitzende des KSV-Beirats Hans-Joachim Weikert leistete bereits beim Heimspiel gegen Pfullendorf seine Unterschrift. Zur HNA äußerte sich Herr Weikert wie folgt:
„Es ist das gute Recht der Mitglieder, die Sorgen offen auszusprechen. Die Aktion an sich unterstütze ich voll und ganz.“
Allerdings stehe er nicht hinter den Inhalten der Initiative. „Da erscheint mir zu viel aus dem Bauch heraus“, sagt Weikert. Zudem sei noch einiges unklar. Zum Beispiel, wie soll diese Fanabteilung genau aussehen? Darüber hinaus „ist es laut Satzung nicht möglich, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates abzuwählen.“
Zur Frage der Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden liegt Herr Weikert unserer Auffassung nach falsch. Die Mitgliederversammlung, das höchste Organ des Vereins, kann per Abstimmung entscheiden, ob man über Herrn Lassen als Aufsichtsratsmitglied entscheiden möchte. Somit kann man Herrn Lassen nicht direkt in einem Wahlgang abwählen, letztendlich kann man es als Mitglied trotzalledem entscheiden, weil es diesbezüglich in der Satzung keinerlei Reglementierung gibt. Dass Herr Lassen Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, spielt dabei keine Rolle. Zudem ist es fragwürdig, ob Herr Lassen noch tragbar wäre, sofern sich herausstellt, dass er gegen die Satzung des Vereins verstoßen hat und die Mitglieder die Frage über eine Entscheidung über den Verbleib des Aufsichtsratsvorsitzenden bejahen.
Nachdem am ersten Tag der Unterschriftensammlung bereits einige weitere Fragen aufgetaucht sind, möchten wir euch darüber einen kleinen Überblick geben.
1. Warum soll nur Herr Lassen sich erklären?
Es stehen gegen Herrn Lassen Vorwürfe im Raum, die einer Klärung bedürfen. Um den Verein in ruhigeres Fahrwasser zu lotsen, erscheint es uns notwendig, dass der Aufsichtsratsvorsitzende diese Vorwürfe um seine Handlungen entweder entkräftet oder die Konsequenzen trägt. Ein weiter wie bisher, ein Aussitzen zum Preis der Unruhe im Verein, die zur Zerreißprobe anwachsen könnte, kann es aufgrund der mannigfaltigen Anschuldigungen, welche von Eingreifen in das operative Geschäft über ungebührliches Verhalten am Rande von Spielen bis zu ethisch-moralisch fragwürdigen Äußerungen gehen, nicht geben. Die möglichen Verfehlungen treffen auf den übrigen Aufsichtsrat, der eher zurückhaltend agiert, nicht zu und wir lehnen „Sippenhaft“ als undemokratisches Element ganz eindeutig ab.
Eine Abwahl des Vorstands halten nicht für wünschenswert. Neben KSV-Urgesteinen wie Klaus Schüttler, der seit Jahren für wohltuend solide und sachliche Vorstandsarbeit steht oder Claus Schäfer, der soeben erst mit der Arbeit begonnen hat und sie mit viel Herzblut wahrnehmen wird, können wir auch bei den „Neulingen“ Christian Franz und Joachim Jasper nicht ausmachen, dass diese eine Fehlbesetzung darstellen.
Der oftmals im Fokus der Kritik stehende Geschäftsführer Giuseppe Lepore ist unserer Auffassung nach kein Teil des Problems. Lepore steht ebenfalls für solides und sachliches Arbeiten. Die Kritik an ihm teilen wir nicht, da sie sich zum größten Teil auf Bereiche bezieht, die nicht in seinem Verantwortungsgebiet liegen. Die Aufgabe eines Geschäftsführers liegen im organisatorischen Bereich, nicht jedoch in Interviews oder Scouting. Und im organisatorischen Aufgabenbereich seinerseits sind uns größere Verfehlungen nicht bekannt.
2. Was genau ist Sinn und Zweck einer Fan-/Mitgliederabteilung?
Eine Fan- oder Mitgliederabteilung ist grob umfasst vor allem eines: Ein Bereich, der als Teil des Vereins alles, was mit den Fans und Mitgliedern des Vereins zu tun hat, kanalisiert. Wer Vereinsmitglied ist, kann der Fanabteilung beitreten. Sie trägt Wünsche der Fankulturen bzw. Mitglieder an die Gremien heran und umgekehrt. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Fanbetreuer ist hierzu ebenso notwendig, wie eine enge Bindung an die Gremien. Dabei stehen auch die Fragen im Vordergrund, wie die Fans dem Verein helfen können und wie der Verein den Fans helfen kann. So ist es auf kurzem Wege möglich, über die Fanabteilung Ideen, Sorgen und Nöte an die richtige Stelle zu transportieren, was sowohl für den Verein gilt, als auch für die Anhängerschaft. Es gibt die direkte Möglichkeit, Differenzen ohne medienwirksame Konflikte zu lösen.
Mit Arbeitsgemeinschaften zu Themenschwerpunkten wie Marketing oder Kommunikation haben die Mitglieder eine Möglichkeit, das Vereinsleben mitzugestalten, Vorschläge zu unterbreiten und gehört zu werden. Es wird das Gefühl vermittelt, ernst genommen zu werden und die Ressourcen und das Know-How der Anhängerschaft, zu nutzen. Dabei können frische Ideen für durch AGs ausgearbeitete Projekte in den Verein eingebracht werden. Bei Differenzen zwischen Ansichten der Mitglieder und des Vereins vermittelt die Fanabteilung und arbeitet gemeinschaftlich Kompromisslösungen aus. Die Organisation von verschiedenen Events – von Fanturnieren bis Mitgliederwerbeaktionen – für Fans, Mitglieder und Verein rundet das Feld ab.
Nichtsdestotrotz sind Fanabteilungen auch eine Interessenvertretung der Fans und Mitglieder innerhalb des Vereins, die als Teil dessen eher erhört werden, als es derzeit der Fall ist. Die Tatsache der Vereinseingliederung bürgt allerdings einige Pflichten für die Fanabteilung, welche im Rahmen des Vereinslebens und der Satzung zu berücksichtigen sind.
Die Fanabteilung wählt eine Abteilungsleitung mit Abteilungsleiter, Beisitzendem, Protokollanten und Kassenwart. Ferner bestimmt sie einen Gesandten, der in den Aufsichtsrat bestellt wird. Die Finanzierung wird über ein Budget des Vereins sichergestellt, die Fanabteilung bemüht sich zusätzlich, eigene Sponsoren zu gewinnen. Mitglieder, die explizit der Fanabteilung beitreten, bringen Teile des Budgets in Form von Mitgliedsbeiträgen in den Gesamtverein zurück.
Fanabteilungen sind nicht zu verwechseln mit Fanprojekten, welche zusätzlich von Land, Verband und Kommune finanziert werden. Ein solches zu gründen, ist für die Zukunft ein Ziel, welches jedoch nicht primär eine Vereinsaufgabe ist. Fanprojekte sind unabhängig und nicht in den Verein eingegliedert. Sie arbeiten pädagogisch und präventiv. Dieser Anspruch kann an eine Fanabteilung als Teil des Vereins nicht gestellt werden. Eine Kommunikation mit der Koordinationsstelle Fanprojekte, um ein solches auf den Weg zu bringen, kann dennoch eine Aufgabe für die Fanabteilung sein.