Die Polizei versucht ja recht häufig irgendwelche Unwahrheiten bzw. Halbwahrheiten so darzustellen, dass es den jeweiligen Einsatz rechtfertigt.
Das ist keine blosse Behauptung von mir, sondern hat mir ein Polizeibeamter aus dem Bekanntenkreis selbst bestätigt. Des Weiteren sagte er auch, dass er sich für den Großteil seiner Kollegen bei Fussball-Einsätzen einfach nur schämt.
Die Aussage kommt wohl nicht von ungefähr

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Günters Beitrag ist im Prinzip nicht viel hinzuzufügen.
Dass es beim Fussball, gerade in einem Derby, etwas rauer zugeht, Bierbecher fliegen, böse Wörter fallen und mal an einem Zaun gerüttelt wird, war immer schon so. Früher hat es niemanden gejuckt, mittlerweile wo der Fussball "schick" ist, sich VIP´s im Stadion aufhalten und Sponsoren um den guten Ruf des Vereins bemüht sind, ist man auf einmal ein Verbrecher, der den Sport kaputt macht

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Da geht einem wirklich die Hutschnur hoch.
Das ein derartiges Verhalten seitens der Polizei mittlerweile normaler Standart ist, macht die Sache ja nicht besser. Oder soll man irgendwann sagen: "Ach, Gott sei Dank ist durch den Polizeieinsatz kein Fan ums Leben gekommen. Dann ist ja alles im grünen Bereich!"
Von 10 Polizeieinsätzen im Fussballumfeld, nehme ich 9 als vollkommen übertrieben, provokant und alles andere als deeskalierend wahr.
Wenn man sich als Fan dagegen wehrt, ist dies "Widerstand gg. die Staatsgewalt" (Betonung liegt hierbei auf "-gewalt") und wird mit einem Stadionverbot geahndet.
Und dann sage mir noch einer er könne nicht verstehen, wie manche Leute über Polizisten denken

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Nur durch Solidarität untereinander kann man dieser Entwicklung evtl. entgegenwirken - Solidarität, sogar mit dem Erzfeind!
"Und ich verliebte mich in den Fußball wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würde." (Hornby)