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von Eimer » 27. Jul 2007, 15:55
Auch wenn es eigentlich erst zum Finale passt:
Dörings Schuss ins Glück
Im Halbfinale des Kreispokals besiegt Wolfsanger den Oberligisten KSV Baunatal 3:2
Kassel. Die Phrase wird so oft bemüht. Und doch verliert sie ihren Charme nicht: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Auch Oberligist KSV Baunatal kann davon nun sein Lied singen. 2:3 nach Verlängerung unterlag der Titelverteidiger dem Bezirksoberligisten TSV Wolfsanger - eine faustdicke Überraschung vor 250 Zuschauern. Der TSV trifft nun im Finale am 15. August auf den Sieger der Begegnung Olympia - KSV Hessen.
"Wir haben heute einfach die nötigen Mittel nicht gefunden", sagte ein sichtlich konsternierter KSV-Trainer Bernd Lichte nach der Partie. Tatsächlich präsentierten sich die VW-Städter in keiner guten Verfassung. Besonders die Innenverteidigung Eugen Klukin/Mentor Latifi erwischte einen glücklosen Abend.
Das lag allerdings auch an Wolfsangers Torjäger Afolabi Esan, der groß auftrumpfte und sowohl das 1:1 erzielte, als auch das 2:1 vorbereitete und den Freistoß vor dem 3:2-Siegtreffer herausholte. Dennoch: Wölfe-Trainer Patrick Klein wollte keinen seiner Akteure besonders loben. "Taktisch haben wir uns einwandfrei verhalten, das war der Schlüssel zum Sieg", analysierte der Übungsleiter und unterstrich auch den herausragenden Kampfgeist seiner Elf.
Zunächst schien es ein Abend nach Plan für die Gäste zu werden. Schon nach sieben Spielminuten traf Tobias Nebe mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze zur Führung. Postwendend antwortete Wolfsanger aber durch Esan (9.), und hatte in der Folge sogar mehr vom Spiel. Die Belohnung dafür ließ nicht lange auf sich warten: Esan schickte seinen Kapitän Bastian Reeser steil und der überwand Mirko Brill im KSV-Tor im Nachschuss (33.).
Nach der Pause nahmen die Baunataler dann das Heft in die Hand. Und sie hatten Glück. Nach einer tollen Einzelleistung von Jaroslaw Matys auf der linken Baunataler Seite fälschte Jens Richter den Ball zum Ausgleich unglücklich ins eigene Tor ab (72.).
Konditionell ließen die Wölfe nach dem Ausgleich stark nach. Mit Händen und Füßen wehrten sich die Gastgeber jedoch gegen die Niederlage und retteten sich in die Verlängerung.
Hüseyin Bulut erwies sich dabei als Turm in der Schlacht und klärte ein ums andere Mal in höchster Not. Auch Carsten Lakies, in der zweiten Hälfte für den schwachen Benjamin Fraoui gekommen, bekam keinen Stich gegen den robusten Innenverteidiger.
Einem anderen Spieler war es dann vorbehalten, zum Helden des Spiels zu werden: Nur vier Minuten waren in der Verlängerung gespielt, da sorgte Neuzugang David Döring mit einem wuchtigen Freistoß für die erneute TSV-Führung.
Ein Schock, von dem sich die Baunataler nicht mehr erholten. Die Sensation war perfekt. TSV: Oppermann - Penkala, Bulut, Wirth, Richter - Özdemir, Reeser (37. Nuredini) - Döring - Bollermann, Esan (97. Ohlwein), Zerai (72. Kosar) KSV: Brill - Tews, Klukin, Latifi, Matys - D'Agostino (70. Fischer), Nebe, Gertenbach, Fraoui (46. Lakies) - Wagner (76. Ciba), Spieth Tore: 0:1 Nebe (7.), 1:1 Esan (9.), 2:1 Reeser (33.), 2:2 Richter (Eigentor, 72.), 3:2 Döring (94.)
26.07.2007