Ultras KS

Alles rund um die 1. Mannschaft der Löwen (Registrierung erforderlich)
Mini
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Beitrag von Mini » 5. Sep 2006, 19:05

Was Doppelhalter hochhalten mit Stimmung machen zu tun hat, frage ich mich schon. Es sieht gut aus, aber wenn einer 5 Minuten vor meiner Nase mit so 'nem Ding rumfuchelt, werde ich auch wuetend und das passiert nicht so schnell...

Zum Thema Ultras: Idee ist gut, aber gleich von 0 auf 100 durchstarten ohne jeglichen Plan, also meine Sache waere das absolut nicht...! Und Ultras muessen vor Ort sein, ansonsten sind es doch keene Ultras. Da jucken auch die zwanzig Euro Taschengeld die Woche nicht. Ich kaufe mir doch auch keinen Porsche, um dann festzustellen, dass ich mir den Sprit gar nicht mehr leisten kann...

Jo
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Beitrag von Jo » 6. Sep 2006, 18:57

ist echt erschreckend wie wenig wissen ihr in kassel über möglichkeiten einer gut organisierten fanszene habt, vll. will sich die mehrheit auch nicht weiter entwickeln..

ultra - ich mag eigentlich nicht diese deutsche kategorisierung, denn mehr ist es in deutschland meistens wirklich nicht, ist viel mehr als doppelhalter, fahnen und dauersupport.. es geht um eine gut organisierte fanszene im allgemeinen.
bin ja mal gespannt was sich bei euch noch so entwickelt...

es gibt so viele möglichkeiten...

gruß aus reutlingen

Bernd RWS 82
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Beitrag von Bernd RWS 82 » 6. Sep 2006, 18:59

Jo hat geschrieben:ist echt erschreckend wie wenig wissen ihr in kassel über möglichkeiten einer gut organisierten fanszene habt, vll. will sich die mehrheit auch nicht weiter entwickeln..
gruß aus reutlingen
danke für das statement, aber du bist ja auch nahe dran am geschehen rund ums auestadion und den ksv :lol: :lol: :lol:
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Jo
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Beitrag von Jo » 6. Sep 2006, 19:06

stimmt.. geb ich dir recht. mein beitrag bezieht sich auch auf diesen thread..

Günter Kratz
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Beitrag von Günter Kratz » 6. Sep 2006, 19:22

Jo hat geschrieben:ist echt erschreckend wie wenig wissen ihr in kassel über möglichkeiten einer gut organisierten fanszene habt, vll. will sich die mehrheit auch nicht weiter entwickeln..
Hallo Jo!
Was Du da sagst kann schon gut möglich sein, aber wir Kasseler kennen es halt nicht anders. Erzähl uns doch mal welche Möglichkeiten eine gut entwickelte Fanszene hat und wohin wir uns weiter entwickeln könnten.
RWG
Günter
Ab nächsten Samstag wird alles besser! Wir werden's erleben!!

Jens
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Beitrag von Jens » 7. Sep 2006, 11:22

Also wenn zu einer gut organisierten Fanszene auch zählt, dass man genau durchplant, wie ein Spiel von Fanseite her in allen Einzelheiten abzulaufen hat, dann will ich diese Entwicklung in der Tat nicht mitmachen. Ich kann mich noch erinnern, wie uns die FSVer vor ein paar Jahren mal angezeckt haben, unser "Intro" wäre jawohl Kacke gewesen - dabei hatten wir nie vor, ein "Intro" zu machen :roll: ...

Ich persönlich muss keinen "Ablaufplan" bzw. eine Art "Fan-Programm" haben, das unbedingt erfüllt werden sollte, damit der Block möglichst gut da steht. Es gibt doch nichts Ätzenderes, als wenn von Vorneherein alles durchorganisiert ist bis zum Geht-Nicht-Mehr (erst das Intro, das natürlich aus möglichst vielen Doppelhaltern oder zumindest einer gigantischen Choreo bestehen muss, dann ganz bestimmte "alternative" Lieder, die jemand mit dem Megafon anstimmt, dann hier und da noch mal irgendwelche Spruchbänder, am Ende das ebenfalls bestens durchdachte Outro, and so on...).

Nee nee, es zählt ja auch als Entwicklung, wenn ein Verein heutzutage ein Wirtschaftsunternehmen ist, aber genau das will man ja als Fan (und erst recht als Ultra, oder?) überhaupt nicht. Warum sollte man dann als Fan (bzw. Ultra) mit schlechtem Beispiel voran und einfach nur mit der Mode gehen?

Für mich geht einfach nichts über Old School! Stimmung entsteht, weil die Leute Lust darauf haben und gut drauf sind. Manchmal passiert es dann halt auch, dass die Fans eine schlechte Leistung bringen. Das ist dann eben genau so, wie das bei der Mannschaft manchmal der Fall ist. Umso schöner ist es, wenn es wieder gut läuft. Ich brauche diese gekünstelte Stimmung nicht, es ist doch viel schöner, wenn alles "zufällig" entsteht und z.B. jeder mal was anstimmt und nicht ein "Frontmann", wo dann alle mitzumachen haben.

Meine Meinung.
Joh 14,6

Erstposter
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Beitrag von Erstposter » 7. Sep 2006, 13:03

Schöner Beitrag!!

Grüße an alle

Regionalligafrettchen
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Beitrag von Regionalligafrettchen » 7. Sep 2006, 13:57

Sehe ich ähnlich wie Jens. Der Aspekt der Selbstdarstellung ist mir bei Ultras etwas zu stark ausgeprägt. Zum Fußball geht man doch, weil man den KSV sehen und feiern will. Bei Ultras im allgemeinen ist das jedoch eher selbstbezogen. Ich kann auch nicht verstehen, was es einem gibt, sich 90 Minuten mit dem Rücken zum Spielfeld zu setzen, um irgendwelche Gesänge mittels Megaphon vorzuplärren. Fußball ist in diesem Fall leider nur Mittel zum Zweck (der Selbstdarstellung), sollte für jeden "echten" Fan aber eigentlich Selbstzweck sein. Wenn die "Ultras" sich dann noch nicht mal im Stadion oder der jüngeren bzw. jüngsten Geschichte des Vereins auskennen, spricht das eine deutliche Sprache. Die "wahren Ultras" sind für mich diejenigen, die sich seit Kreisligazeiten jedes zweite Wochenende auf die Ochsentour über irgendwelche Dorfacker begeben haben (Gruß an Günter :wink: ).

Versteht mich nicht falsch: Ich finde es gut und für das Fortbestehen des Vereins auch absolut unerlässlich, dass sich endlich wieder das jüngere Publikum in Nordhessen für den KSV interessiert. Es hätte aber sinnvollere Wege gegeben, sich in die Fanlandschaft zu integrieren als mit einer "Hoppla, jetzt komm ich"-Ultra-Nummer. Ist doch klar, dass sich da einige treue Besucher der Nord auf den Schlips getreten fühlen, wenn aus dem Nichts eine neue selbsternannte Fan-Avantgarde auftaucht. Man hätte auch erstmal den KSV durch die gezeigten Aktionen supporten können, ohne sich gleich Ultra auf die Fahne zu schreiben.

Pro old school!
Regionalligafrettchen

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