Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

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Beaker
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Beaker » 24. Apr 2010, 19:13

Fiesel hat geschrieben:Ein Modell mit 1 Regionalliga für Ersatz-Mannschaften und 2 Regionalligen für die ersten Mannschaften, würde sicher mehr Unterstützung erhalten. Wobei das größte Problem die Aufstiegsregelung ist. Deshalb plädiere ich zusätzlich für eine Verkleinerung der 3 Ligen auf 14 - 16 Mannschaften und einer Playoff-Runde mit den besten (bzw. schlechtesten) der 3 Ligen um den Aufstieg (bzw. Abstieg).
/sign. Das würde auf jeden Fall für Sponsoren auch ein größeres Interesse beinhalten und reguliert damit automatisch auch die Anzahl der Zweitvertrerungen. Zumindest ist es mal ein Modell, mit dem sich etwas beruhigter arbeiten und nachdenken lässt, ohne gleich Streit vom Zaun zu brechen.

Bin über Roses Vorschlag ehrlich gesagt einfach nur erschrocken, gerade weil er eigentlich ein Mann gut durchdachter Entscheidungen ist, was ich hier ja keinem mehr erklären muss. Aber das hier wirkt auf mich einfach nur wie eine kindische Trotzreaktion auf die vergeigte Saison. Es ist schön, dass man das Thema generell auch mal auf offizieller Ebene anspricht, das halte ich ihm hierbei wirklich zu Gute -- aber bei allem Respekt doch bitte nicht so eindimensional.

Aber vielleicht ist auch das genau die Abkehr vom "netten Image", die ja ebenso postuliert wurde. Das würde wiederum Sinn machen. ;)
"Genial an Kassel ist, die wenigen Möglichkeiten hier einfach nutzen zu müssen.
Du bist zwar nirgends, kannst aber im Handumdrehen überall sein. Das ist wenig Silicon, aber viel Valley..."

KSV-OLDIE
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von KSV-OLDIE » 24. Apr 2010, 20:12

Stehplatznutzer hat geschrieben: Bin über Roses Vorschlag ehrlich gesagt einfach nur erschrocken, gerade weil er eigentlich ein Mann gut durchdachter Entscheidungen ist, was ich hier ja keinem mehr erklären muss. Aber das hier wirkt auf mich einfach nur wie eine kindische Trotzreaktion auf die vergeigte Saison.
Ich weiß gar nicht wie man darüber erschrocken sein.
Unser Präsi ist nicht der Einzigste der alten Traditionsvereine, der sich Gedanken um genau diese Mannschaftenvereine macht.

(auch wenn der KSV Hessen Kassel nach Insolvenz erst wieder seit 1998 unter diesem Namen existiert, ist er trotz allem ein Traditionsverein, denn es gibt eine lange Geschichte vor 1998 !!!!)


Wenn man sieht wieviele alte bundesweit bekannte Vereine bereits am Hungertuch nagen oder bereits durch Insolvenzen und Pleiten in den Niederungen der unteren Ligen verschwunden sind, dann ist es mehr wie höchste Eisenbahn sich über Veränderungen Gedanken zu machen.

Ich kann mich noch gut an die alten Derbys erinnern, mein erster Besuch im Auestadion war 1968 im zarten Alter von 9 Jahren. Ich war bei jedem Heimspiel damals dabei und hab packende Spiele gesehen, die immer besonders waren, wenn es gegen Traditionsmannschaften ging.

So etwas möchte ich einfach nur mal wieder erleben, in einem schönem neuen Stadion. Packende Derbys mit nahmhaften Mannschaften ist doch schliesslich das Salz in der Suppe in jeder Saison.

Aus diesem Grunde bin ich für den Vorschlag vom weltbesten Präsi
ROT UND WEISS EIN LEBEN LANG - NUR DER KSV - TRADITION VERPFLICHTET !!!

Reiherwälder
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Reiherwälder » 25. Apr 2010, 11:28

Wenn ich es fertig bringe 2:1 in Alzenau zu verlieren, dann ist's auch wurscht wieviel zweite Mannschaften sich in meiner Liga befinden. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Herr Künkel
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Herr Künkel » 25. Apr 2010, 12:20

Kann die beiden Posts von Stehplatznutzer und Reitenbreiter nur unterstreichen.
Abgesehen davon: Käme es so, wie es Rose vorschlägt, wäre die RL für uns auf unabsehbare Zeit zementiert: Ein Aufstieg in Liga 3 wäre dann immer noch ungleich schwerer, als wenn man weiterhin schwache zweite Mannschaften dabei hat wie KSC, Wehen, Fürth etc.
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MarkusF
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von MarkusF » 25. Apr 2010, 12:51

Also, ich mag ja Jens Rose. Der ist mit dem Herzen beim KSV, das hat er ja desöfteren gezeigt. Er führt auch den Verein umsichtig und hat auch stets die Finanzen im Blick. Also möchte ich auch seinen Vorschlag wohlwollend kommentieren: Er geht in die richtige Richtung. Nämlich dahin, dass mit dieser trostlosen Regionalliga etwas passieren muß. Das Wichtigste: Die zweiten Mannschaften müssen raus. Es kann nicht sein, dass mal eine reine Amateur- oder Nachwuchstruppe da aufläuft und mal eine mit Profis aus der ersten Mannschaft gepicktes Team, weil des der Spielplan zuläßt oder aus sonst irgendwelchen Gründen. Das ist reine Wettbewerbsverzerrung. Wundertütenliga. Also die zweiten Mannschaften müssen aus dem normalen Spielbetrieb raus. Die können eine eigene Runde spielen, oder was weiß ich. Alle anderen, die sich sportlich qualifizieren, sollen selbstverständlich in der Liga spielen, für die sie sich auch qualifiziert haben. Diese Mannschaften sind Tatsachen und können nicht weggeträumt werden. Siehe Hoffenheim. Gefallen finde ich daran auch nicht, aber es ist nun einmal so. Die 3. Liga ist schon recht attraktiv, was die Vereine angeht. Also am besten im nächsten Jahr wieder angreifen, mehr potente Sponsoren gewinnen (auch überregionale). Ist eigentlich Joe Gibbs noch mit von der Partie? der kann doch sowas! Mit dem Erfolg kommen auch die Zusacheuer zurück. Davon können wir wohl ausgehen. Ja und dann... wäre ein Aufstieg die beste aller Alternativen!
Zuletzt geändert von MarkusF am 25. Apr 2010, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
Ab heute wird's besser!

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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Axel Feder » 25. Apr 2010, 12:52

Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Wenn Vereine wie Sonnenhof-Großaspach eben einen potentiellen Geldgeber hinter sich haben, dann kann man dies nicht verhindern. Oder warum will man anderen Vereinen, die sich sportlich qualifiziert haben, beispielsweise die Extraeinnahmen verwehren, die ihnen die Traditionsvereine bringen? Nicht alle von ihnen haben Mäzen im Hintergund, und haben sich u.U. ebenso solide wie der KSV "hochgearbeitet". Die werden dann außen vorgelassen, zumal irgendeine Instanz entscheiden müsste, wer in dieser Traditionsliga zugelassen und am größeren Geldtopf beteiligt wird. Und ganz ehrlich, und da stoße ich in das gleiche Horn wie Reitenbreiter, wir schaffen es nicht in dieser Gurkenliga zu bestehen und wollen in eine Liga mit RW Essen etc., die uns von den Möglichkeiten dreimal in den Boden stampfen werden? Ja, es mag eventuell funktionieren, wenn der KSV in dieser Liga eine Rolle spielen würde. Der Zuschauerschnitt dürfte auch ansteigen. Aber da muss sich etwas gewaltig ändern. Unter dem Schnitt haben wir in vielen Disziplinen besser als unsere Konkurrenz abgeschnitten, was Zuschauer etc. angeht. Wenn sich soetwas nicht in Sponsoren und somit in besseren finanziellen Möglichkeiten niederschlägt, dann läuft da was ganz gehörig schief.

Nein, der Vorschlag kann nur insoweit ernst gemeint sein, dass zumindest eine Diskussion darüber gestartet wird. Die Amateurmannschaften müssen raus, keine Frage. Aber nun auch kleinere Vereine ausschließen zu wollen, ist nicht visionär, sondern fällt in die Kategorie "Hilfe, wir kommen hier nicht vom Fleck, macht was!". Wenn ich Jens Rose nicht ein wenig kennengelernt hätte, würde ich nun sagen, man solle ersteinmal im eigenen Verein schauen, was da schief gelaufen ist, wo etwas verändert/verbessert werden kann. Da ich aber davon ausgehe, dass dieser Prozeß eh am laufen ist, kann ich nur hoffen dass da mal Früchte zu ernten sind.

Wenn ich sehe, wie genial wir den FSV Frankfurt 2006 abgefangen haben und was für eine Euphorie anschließend herrschte... In welches Jammertal wir jetzt wieder zurückgefallen sind und jener FSV Frankfurt seit zwei Jahren in der 2. Bundesliga spielt, mit einem Zuschauerschnitt den wir unter normalen Umständen auch locker in Liga 4 erreichen, dann ist es einfach nur traurig, dass hier scheinbar in so einem Einzugsgebiet nicht mehr möglich scheint. Und das ist meiner Meinung nach nicht nur an der Unattraktivität der Liga festzumachen.

Hoffentlich ist dieser öffentliche Vorstoß kein Fettnäpfchen, das alles noch schlimmer macht. Vielleicht soll es aber auch tatsächlich nur wieder den KSV (wenn auch negativ in meinen Augen) ins Gespräch bringen, ins Bewusstsein der Region. Bei den Huskies hat es ja auch jahrelang funktioniert... :roll:
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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Dollar » 25. Apr 2010, 12:53

ich denke auch, es ist einfach realistischer ein konzept a la rl für 2. mannschaften durchzusetzen als eine "traditionsliga". nichtsdestotrotz sollten wir nächstes jahr so oder so in die 3. liga aufsteigen! es sieht so aus als käme kein absteiger in die rl süd und aalen steigt auf, also sind die chancen für einen aufstieg sehr groß. wenn man nächstes jahr nicht aufsteigt werden wir wohl für lange zeit in der rl versauern..ich denke nicht, dass man dann nochmal so angreifen kann wie nach der verschenkten quali im 3. liga gründungsjahr :oops:
#10

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Re: Wie schaut die sportliche und wirtschaftliche Lage aus?

Beitrag von Gonzo » 25. Apr 2010, 16:45

Höchste Liga für 2. Mannschaften: 5. Liga. Die beste 2. Mannschaft steigt in die 2. U23 Bundesliga auf, deren schlechteste ab. Aus der 2. U23-BuLi steigen die zwei besten Mannschaften in die 1. U23 Bundesliga auf. Fertig is. Dann weiterhin 3 Regionalligen, wobei der jeweils erste direkt in die Dritte Liga aufsteigt und die Zweitplazierten mit dem Drittletzten der 3. Liga eine Relegationsrunde austragen, die noch 2x gute Einnahmen bedeuten würden. Damit ist endlich auch mal das Rennen um Platz 2 von Interesse und der Druck aufzurüsten, um unbedingt Meister zu werden, vermindert.

Ich weiß nicht, warum man diesen Schritt noch nicht gegangen ist. Aber vermutlich rasten dann ein paar BuLi-Clubs aus, denn deren Egoismus (auch was die Zweitvertretungen angeht) ist legendär...
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