Axel Feder hat geschrieben:Lokalmatador hat geschrieben:
Woche für Woche gibt es deutschlandweit von verschiedensten Ultra-Gruppen diverse soziale Aktivitäten im Umfeld der Stadien.
Nicht selten kommen beachtliche Summen zusammen, ganz ohne Sponsoren, die im Gegenzug ihr Logo im TV sehen möchten, ohne Event-Heckmeck. Einfach der Sache wegen.
Und über was aber schreibt die Presse? Vermeintliche Krawalle machen eben mehr Quote. Einige User hier sind eben auch nur ein Abbild dessen.
Aber widerspricht sich das nicht ein wenig? Wieso sollte überhaupt etwas in der Presse stehen, wenn es nur der Sache wegen gemacht wurde? Durch einen Zeitungsartikel wird die Spendensumme nicht größer. Ein Zeitungsartikel bringt diese Sache lediglich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und poliert im besten Fall das Image. Ändert an der Sache aber selbst nichts. Von daher müsste das doch egal sein, ob in der HNA was stand oder nicht.
Wer wirklich ernsthaft Interesse hat, Dinge zu verstehen und in ihrer Gesamtheit zu erfassen, der glaubt nicht einfach, was in den Medien geliefert wird. Allen anderen ist es im Endeffekt eh egal, ob da Ultras nun randaliert oder für einen guten Zweck gesammelt haben.
Leider gibt es auch Leute, die meinen, alle Meinungen, die nicht in das heutige Medienbild passen, sind automatisch ultimative Wahrheiten...aber das ist ein anderes Thema.
Mir ist nicht bekannt, dass jemals auch nur ein einziger Artikel über soziale Aktivitäten irgendwo erschienen ist in der Tagespresse. Das ist nicht weiter schlimm, weil es wie gesagt der Sache wegen getan wird und nicht aus Imagegründen. Wobei ich durchaus der Meinung bin, dass ein Zeitungartikel die Spendensumme erhöht, schließlich dient die lokale Presse ja auch als Multiplikator.
Im Gegensatz dazu aber ein Übermaß an häufig schlecht recherchierten und reißerisch verfassten Artikeln über Ausschreitungen und Krawalle. Wollte damit lediglich die sehr einseitige Berichterstattung im Bezug auf Fussballfans darstellen. Es passt eben nicht ins Bild von positiven Dingen zu sprechen. Außer natürlich bei der WM/EM, wo von friedlichen Volksfesten gesprochen wird und einer einzigen großen Party. Auch 2006 bei der WM hat es heftige Ausschreitungen gegeben, wurde aber nur in einer Randnotiz erwähnt. Warum ist das so?
Kann sich jeder selbst seine Meinung drüber bilden.
Die Medien, der wichtige Meinungsbildner unserer Zeit, haben m.E. den Auftrag Ihre Leser, Zuschauer, Hörer eine gut recherchierte Berichterstattung zu liefern und somit auch aus mehreren Blickwinkeln zu informieren. Nicht nach dem Maßstab der größtmöglichen Quote.
Dies geschieht aber immer seltener und es erfordert eine gewisse Medienkompetenz dabei nicht zu verblöden.
Nicht nur im Bezug auf Fussballberichterstattung sondern auch in anderen Bereichen, nur hier fällt es uns eben besonders auf.
Genauso ist natürlich das andere Extrem
"alle Meinungen, die nicht in das heutige Medienbild passen, sind automatisch ultimative Wahrheiten" der falsche Weg.
Aber führt uns jetzt auch stark ins Off-Topic :wink: Von daher lass ich es mal gut sein.