Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
vielleicht klappt es ja in den nächsten 40 Jahren, in den letzten 40 Jahren hat es nicht geklappt (mit dem Aufstieg in den Profifußball) . Traurige Geschichte...
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
https://www.ksvhessen.de/news/karsten-c ... e-zukunft/
Karsten Crede neuer Vorstand beim KSV Hessen Kassel – Gemeinsam für eine starke Zukunft
Der KSV Hessen Kassel setzt auf Stabilität, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit
Der Aufsichtsrat des KSV Hessen Kassel hat mit Karsten Crede einen neuen Vorstand berufen. Crede gehörte dem Aufsichtsrat bereits seit Herbst 2025 an. Nun wechselt Crede in das operative Tagesgeschäft und wird Sprecher des Vorstands.
„Mit großer Ehre und Verantwortungsbewusstsein übernehme ich die Leitung des traditionsreichen Vereins, in dem ich selber als Jugendlicher Fußball gespielt habe“, sagt Karsten Crede zu seinem Wechsel vom Aufsichtsrat in den Vorstand des KSV.
„Der KSV Hessen Kassel bildet einen festen Bestandteil der Identität der Stadt und der Region Nordhessen. Leidenschaft, Zusammenhalt und Stolz prägen den Verein – für Kassel und ganz Nordhessen. Ein besonderer Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz die Entwicklung des KSV Hessen maßgeblich gestaltet haben“, sagt Crede weiter.
Der KSV Hessen Kassel stehe nicht am Anfang, sondern baue auf soliden Strukturen auf. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Weichenstellungen vorgenommen, die ein Ziel verfolgen: die sportliche und administrative Weiterentwicklung des Vereins hin zu einem professionellen Sportverein, der seine Fans, Sponsoren und die Stadtgesellschaft mitnimmt. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um auf Basis professioneller Strukturen sportliche Ambitionen entfalten zu können, die am Ende eine Rückkehr in den Profifußball bedeuten.
Für die laufende Saison strebe der KSV Hessen Kassel einen stabilen Tabellenplatz im vorderen Mittelfeld an. Wir treten als Team an, um den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Wir werben um Unterstützung. und stehen für Kampfgeist, auch wenn es mal nicht so läuft. Unverzichtbar ist dabei die Unterstützung aller Vereinsmitglieder, Fans, Zuschauer und Sponsoren. Wir alle sind Teil der Löwenfamilie, die noch stärker werden wird, blickt Crede voraus.
Karsten Crede wechselt mit sofortiger Wirkung vom Aufsichtsrat in den Vorstand. Dort verstärkt er das Gremium, dem Florian Beisheim als Finanzvorstand und Daniel Bettermann als Marketingvorstand angehören. Thomas Raue wird als Vorstand ausscheiden. Der Verein bedankt sich bei Thomas Raue für die gemeinsame Zusammenarbeit und wünscht ihm bei seinen beruflichen und privaten Aufgaben alles Gute.
Karsten Crede verfügt über langjährige Managementerfahrung aus verschiedenen Vorstandspostionen in der Automobil- und Versicherungsindustrie. Crede ist verheirateter Vater von zwei Töchtern und lebt mit seiner Familie in Habichtswald-Dörnberg.
Karsten Crede neuer Vorstand beim KSV Hessen Kassel – Gemeinsam für eine starke Zukunft
Der KSV Hessen Kassel setzt auf Stabilität, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit
Der Aufsichtsrat des KSV Hessen Kassel hat mit Karsten Crede einen neuen Vorstand berufen. Crede gehörte dem Aufsichtsrat bereits seit Herbst 2025 an. Nun wechselt Crede in das operative Tagesgeschäft und wird Sprecher des Vorstands.
„Mit großer Ehre und Verantwortungsbewusstsein übernehme ich die Leitung des traditionsreichen Vereins, in dem ich selber als Jugendlicher Fußball gespielt habe“, sagt Karsten Crede zu seinem Wechsel vom Aufsichtsrat in den Vorstand des KSV.
„Der KSV Hessen Kassel bildet einen festen Bestandteil der Identität der Stadt und der Region Nordhessen. Leidenschaft, Zusammenhalt und Stolz prägen den Verein – für Kassel und ganz Nordhessen. Ein besonderer Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz die Entwicklung des KSV Hessen maßgeblich gestaltet haben“, sagt Crede weiter.
Der KSV Hessen Kassel stehe nicht am Anfang, sondern baue auf soliden Strukturen auf. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Weichenstellungen vorgenommen, die ein Ziel verfolgen: die sportliche und administrative Weiterentwicklung des Vereins hin zu einem professionellen Sportverein, der seine Fans, Sponsoren und die Stadtgesellschaft mitnimmt. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um auf Basis professioneller Strukturen sportliche Ambitionen entfalten zu können, die am Ende eine Rückkehr in den Profifußball bedeuten.
Für die laufende Saison strebe der KSV Hessen Kassel einen stabilen Tabellenplatz im vorderen Mittelfeld an. Wir treten als Team an, um den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Wir werben um Unterstützung. und stehen für Kampfgeist, auch wenn es mal nicht so läuft. Unverzichtbar ist dabei die Unterstützung aller Vereinsmitglieder, Fans, Zuschauer und Sponsoren. Wir alle sind Teil der Löwenfamilie, die noch stärker werden wird, blickt Crede voraus.
Karsten Crede wechselt mit sofortiger Wirkung vom Aufsichtsrat in den Vorstand. Dort verstärkt er das Gremium, dem Florian Beisheim als Finanzvorstand und Daniel Bettermann als Marketingvorstand angehören. Thomas Raue wird als Vorstand ausscheiden. Der Verein bedankt sich bei Thomas Raue für die gemeinsame Zusammenarbeit und wünscht ihm bei seinen beruflichen und privaten Aufgaben alles Gute.
Karsten Crede verfügt über langjährige Managementerfahrung aus verschiedenen Vorstandspostionen in der Automobil- und Versicherungsindustrie. Crede ist verheirateter Vater von zwei Töchtern und lebt mit seiner Familie in Habichtswald-Dörnberg.
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Geschimbed äß norr lange nidd geschlohn!
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Ich hoffe, er steckt seine Teamkollegen anGlowes hat geschrieben: ↑6. Mär 2026, 17:11 Interview mit Emre Böyükata
https://www.regionalliga-suedwest.de/in ... s_46710243
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Ich stell das einfach mal hier in den Gemischtwarenthread:
Soliparty für Kasseler Fanhilfe am 14.03.

Was ist die Kasseler Fanhilfe?
Soliparty für Kasseler Fanhilfe am 14.03.

Was ist die Kasseler Fanhilfe?
Die Kasseler Fanhilfe ist unsere solidarische Antwort auf Repressionen und Willkür staatlicher Gewalt im Umfeld des Fußballs. Wir sind seit Juli 2025 als eingetragener Verein aktiv und stehen kompromisslos an der Seite all jener, die den rot-weißen Löwen im Herzen tragen und dabei in Konflikt mit Polizei, Verbänden oder der Justiz
geraten.
Wir lassen Betroffene nicht allein. Ob Stadionverbot, Ermittlungsverfahren oder polizeiliche Maßnahmen: Wir treten für die Rechte und Würde der Fans ein, die beim Ausleben ihrer Leidenschaft kriminalisiert werden. Unsere Solidarität gilt allen KSV- Fans, unabhängig davon, wie präsent sie in der aktiven Szene sind. Unser Einsatz für
Fanrechte ist diskriminierungsfrei.
Wir bieten verbindliche Hilfe an: Beratung, Vermittlung von Rechtsbeistand, finanzielle Unterstützung für Verteidigungskosten für Mitglieder und solidarische Begleitung in Verfahren. Insbesondere, aber nicht nur, an brisanten Spieltagen sind wir als Ansprechpartner auch vor Ort.
Auch in der Regionalliga zeigt sich: Trotz vergleichsweise kleiner Zuschauerzahlen kommt es wiederholt zu massiven Polizeieinsätzen und restriktiven Maßnahmen gegen Fanszenen. Dagegen setzen wir uns ein, mit klarer Haltung und einer gemeinsamen Stimme für Fanrechte.
Mit deiner Mitgliedschaft zeigst du dich solidarisch mit allen Löwenfans und ermöglichst mit deinem Beitrag unsere Arbeit. Darüber hinaus leistet organisierte Vereinsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Demokratie und zur Sicherung des Rechtstaates.
Die Kasseler Fanhilfe hat es sich zu Aufgabe gemacht, eine unabhängige, fangetragene Organisation im Einsatz für solidarische Hilfe und faire Behandlung von Fans des KSV Hessen Kassel zu sein.
-
Nordhesse_KSV
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Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Interessantes Interview morgen aus der HNA…Aber da sind wir wieder beim berüchtigten 3 Jahres Plan…wenn man das alle 3 Jahre ausgibt lässt sich davon auch keiner begeistern…
Kassel – Wenn Karsten Crede von seiner Verbindung zum Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel erzählt, dann leuchten seine Augen, kommt er ins Schwärmen. „In der B- und A-Jugend habe ich selbst für den KSV gespielt. Als ich das erste Mal einen Trainingsanzug vom KSV Hessen hatte, da habe ich den auch in der Schule angezogen, so stolz war ich“, erzählt der 57-Jährige, der seit der vergangenen Woche Vorstandsmitglied der Löwen ist. Im November 2025 war der Dörnberger als Ersatz für den altersbedingt zurückgetretenen Fritz Westhelle in den Aufsichtsrat gerückt. Nun also der Wechsel in den Vorstand.
Ich habe den Eindruck, dass es hier eine riesige Sehnsucht nach großem Fußball, nach einem Aushängeschild gibt.
Karsten Crede
Die Jahre als Spieler beim KSV habe er in bester Erinnerung, sagt Crede. Er war nicht untalentiert, spielte zusammen mit Claus Schäfer und Zoran Zeljko, war in der Hessenauswahl aktiv, traf da auf Andreas Möller. „Meine aktive Fußballerzeit war mit 22 dann aber abrupt beendet. Ich hatte schwache Knie, musste fünf Mal operiert werden“, berichtet er. Erfolgreich wurde Crede dennoch – wenn auch nicht als Fußballer.
Ab 2004 gehörte Crede mehr als 20 Jahre lang den Vorständeb von Volkswagen, Allianz und Ergo an. „Ich habe 25 Jahre in München, Wolfsburg und Düsseldorf gelebt. Vor einem Jahr habe ich alles ein bisschen zurückgefahren, bin wieder nach Nordhessen zurück und mit Jens Rose und Sören Gonther ins Gespräch gekommen“, erzählt Crede. Rose kennt er schon lange, ist mit ihm seit Kindertagen befreundet. Was Rose und Gonther ihm zum KSV erzählt hätten, habe gut geklungen, sagt Crede. „Seitdem habe ich einen Teil meiner Zeit für den KSV reserviert. Der Fußball ist sehr emotional. Aber er ist auch sehr kompliziert geworden. Man braucht viel Analytik und konzeptionelle Kraft, wenn man etwas erreichen will“, sagt er.
Genau das will Crede dem Klub nun als Vorstandsmitglied geben. Nachdem Thomas Raue ausgeschieden ist, umfasst das Gremium weiterhin drei Mitglieder, neben Crede den SPD-Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann (Marketing) sowie Florian Beisheim (Finanzen). „Ich glaube, das ist eine gute Kombi. Ich habe einen professionellen Background und kann einiges beitragen“, sagt Crede, der auch als Sprecher des Vorstandes agiert.
Aus dem, was der 57-Jährige dann erzählt, wird deutlich, was er erreichen möchte: „Das rein ehrenamtliche Engagement wird nicht mehr genügen, wenn wir den nächsten Schritt Richtung Dritte Liga gehen wollen. Wir müssen neue Wege finden. Wir müssen das finanzielle Engagement von Sponsoren steigern. Ich habe mir das angeschaut: Der Übergang von der Regionalliga zur Dritten Liga ist der schwierigste im Fußball. In der Dritten Liga brauchst du ein professionelles Umfeld, in der Regionalliga noch nicht. Mitzuhelfen, das beim KSV hinzubekommen, diesen Schritt zu gehen, das habe ich mir zum Projekt gemacht“, sagt Crede.
Er sagt aber auch: „Ich bin keiner, der große Ankündigungen macht. Erst muss das professionelle Umfeld da sein, dann hast du die Chance, aufzusteigen. Wir müssen beim KSV nachhaltige Strukturen schaffen. Da müssen wir kühl und ganz nüchtern draufschauen: Was braucht es dafür?“
Eine Sache hat Crede jedenfalls schon ausgemacht. „Ich halte die Einbindung der regionalen Wirtschaft für nicht stark genug. Ich glaube, dass da viel mehr geht“, sagt er. Und er hat auch eine Begründung dafür, warum mehr gehen könnte. „Als der KSV im vergangenen Jahr vor 10.000 Zuschauern zuhause gegen Offenbach gespielt hat, da habe ich meine Mutter eingeladen. Die hat geweint. Sie weiß noch, wie es ist, wenn 20.000 Menschen im Auestadion waren. Auch in München kannte man den KSV Hessen. Der Name, die Marke ist deutschlandweit stark. Ich habe den Eindruck, dass es hier eine riesige Sehnsucht nach großem Fußball, nach einem Aushängeschild gibt“, ist sich der frühere offensive Mittelfeldspieler sicher.
Um Schritte nach vorn zu gehen, will der 57-Jährige eine KSV-DNA entwickeln. Ein positives Beispiel sei für ihn der SC Freiburg, eine Stadt, die von der Größe vergleichbar mit Kassel ist. „Wir brauchen konsequente Jugendarbeit und Kontinuität im Verein“, sagt er. Dabei will er den Klub unabhängiger von Einzelpersonen machen. „Ich glaube, dass Menschen und auch Sponsoren skeptisch sind, wenn man von wenigen oder einzelnen abhängig ist. Wir müssen die geschäftsmäßige Ebene stabilisieren“, sagt er. Eines seiner Prinzipien sei dabei: „Nicht nur in Beine investieren, sondern die Strukturen und den Prozess gleichrangig mitziehen.“
Crede ist bewusst, dass die Arbeit in Unternehmen und Vereinen sich durchaus unterscheide. „Ich habe beim KSV großen Respekt. Vereine sind ein komplexes Gebilde. Deswegen schaue ich da sehr zurückhaltend drauf. Aber ich stehe für akribische Arbeit mit echter Ausdauer und Power“, sagt er. Ein Investment funktioniere nur über klare Konzepte. Bei der Finanzierung will der 57-Jährige auch ungewöhnliche Wege gehen, innovative Instrumente ausprobieren. Konkreter wird er dahingehend nicht.
Auch einen zeitlichen Rahmen hat Crede im Kopf. „Das ist kein Projekt, das auf zehn Jahre ausgelegt ist. Aber auch nicht auf zwölf Monate. Es braucht Zeit, alles vorzubereiten. Drei Jahre plus oder minus ein Jahr, das ist das Ziel“, sagt er. Dabei könnte es sein, dass mal ein Zwischenschritt oder einer zurück nötig sei, um dann zwei nach vorn zu machen. Alles müsse verlässlich und ökonomisch sinnvoll sein. „Wir haben einen Auftrag für Nordhessen. Wir wollen Nordhessen mobilisieren, damit die Region hinter dem Auftrag des Vereins steht“, sagt Crede.
Crede macht den Eindruck, dass er richtig Lust auf das Projekt KSV hat, emotional dabei ist. Ein Einblick in seine Vergangenheit verstärkt das Bild. „Als ich bei VW ausgeschieden bin, war ich im Grenzbereich. Da war so eine Emotion dabei, wenn man beispielsweise bei den Betriebsversammlungen die ganzen Leute gesehen hat. Ich bin ein Kind Nordhessens mit einem VW-Gen. Das gehört ja irgendwie auch zusammen mit dem Werk in Baunatal. Und ich fühle mich immer noch als Nordhesse. Dazu gehört für mich: Nicht groß reden, hart arbeiten. Das habe ich an Nordhessen immer geliebt, dass die Menschen hier so sind. Harte Arbeit, gute Analytik“, sagt er. Wenn es etwas werden soll mit dem KSV und der Dritten Liga, ist beides notwendig.
Kassel – Wenn Karsten Crede von seiner Verbindung zum Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel erzählt, dann leuchten seine Augen, kommt er ins Schwärmen. „In der B- und A-Jugend habe ich selbst für den KSV gespielt. Als ich das erste Mal einen Trainingsanzug vom KSV Hessen hatte, da habe ich den auch in der Schule angezogen, so stolz war ich“, erzählt der 57-Jährige, der seit der vergangenen Woche Vorstandsmitglied der Löwen ist. Im November 2025 war der Dörnberger als Ersatz für den altersbedingt zurückgetretenen Fritz Westhelle in den Aufsichtsrat gerückt. Nun also der Wechsel in den Vorstand.
Ich habe den Eindruck, dass es hier eine riesige Sehnsucht nach großem Fußball, nach einem Aushängeschild gibt.
Karsten Crede
Die Jahre als Spieler beim KSV habe er in bester Erinnerung, sagt Crede. Er war nicht untalentiert, spielte zusammen mit Claus Schäfer und Zoran Zeljko, war in der Hessenauswahl aktiv, traf da auf Andreas Möller. „Meine aktive Fußballerzeit war mit 22 dann aber abrupt beendet. Ich hatte schwache Knie, musste fünf Mal operiert werden“, berichtet er. Erfolgreich wurde Crede dennoch – wenn auch nicht als Fußballer.
Ab 2004 gehörte Crede mehr als 20 Jahre lang den Vorständeb von Volkswagen, Allianz und Ergo an. „Ich habe 25 Jahre in München, Wolfsburg und Düsseldorf gelebt. Vor einem Jahr habe ich alles ein bisschen zurückgefahren, bin wieder nach Nordhessen zurück und mit Jens Rose und Sören Gonther ins Gespräch gekommen“, erzählt Crede. Rose kennt er schon lange, ist mit ihm seit Kindertagen befreundet. Was Rose und Gonther ihm zum KSV erzählt hätten, habe gut geklungen, sagt Crede. „Seitdem habe ich einen Teil meiner Zeit für den KSV reserviert. Der Fußball ist sehr emotional. Aber er ist auch sehr kompliziert geworden. Man braucht viel Analytik und konzeptionelle Kraft, wenn man etwas erreichen will“, sagt er.
Genau das will Crede dem Klub nun als Vorstandsmitglied geben. Nachdem Thomas Raue ausgeschieden ist, umfasst das Gremium weiterhin drei Mitglieder, neben Crede den SPD-Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann (Marketing) sowie Florian Beisheim (Finanzen). „Ich glaube, das ist eine gute Kombi. Ich habe einen professionellen Background und kann einiges beitragen“, sagt Crede, der auch als Sprecher des Vorstandes agiert.
Aus dem, was der 57-Jährige dann erzählt, wird deutlich, was er erreichen möchte: „Das rein ehrenamtliche Engagement wird nicht mehr genügen, wenn wir den nächsten Schritt Richtung Dritte Liga gehen wollen. Wir müssen neue Wege finden. Wir müssen das finanzielle Engagement von Sponsoren steigern. Ich habe mir das angeschaut: Der Übergang von der Regionalliga zur Dritten Liga ist der schwierigste im Fußball. In der Dritten Liga brauchst du ein professionelles Umfeld, in der Regionalliga noch nicht. Mitzuhelfen, das beim KSV hinzubekommen, diesen Schritt zu gehen, das habe ich mir zum Projekt gemacht“, sagt Crede.
Er sagt aber auch: „Ich bin keiner, der große Ankündigungen macht. Erst muss das professionelle Umfeld da sein, dann hast du die Chance, aufzusteigen. Wir müssen beim KSV nachhaltige Strukturen schaffen. Da müssen wir kühl und ganz nüchtern draufschauen: Was braucht es dafür?“
Eine Sache hat Crede jedenfalls schon ausgemacht. „Ich halte die Einbindung der regionalen Wirtschaft für nicht stark genug. Ich glaube, dass da viel mehr geht“, sagt er. Und er hat auch eine Begründung dafür, warum mehr gehen könnte. „Als der KSV im vergangenen Jahr vor 10.000 Zuschauern zuhause gegen Offenbach gespielt hat, da habe ich meine Mutter eingeladen. Die hat geweint. Sie weiß noch, wie es ist, wenn 20.000 Menschen im Auestadion waren. Auch in München kannte man den KSV Hessen. Der Name, die Marke ist deutschlandweit stark. Ich habe den Eindruck, dass es hier eine riesige Sehnsucht nach großem Fußball, nach einem Aushängeschild gibt“, ist sich der frühere offensive Mittelfeldspieler sicher.
Um Schritte nach vorn zu gehen, will der 57-Jährige eine KSV-DNA entwickeln. Ein positives Beispiel sei für ihn der SC Freiburg, eine Stadt, die von der Größe vergleichbar mit Kassel ist. „Wir brauchen konsequente Jugendarbeit und Kontinuität im Verein“, sagt er. Dabei will er den Klub unabhängiger von Einzelpersonen machen. „Ich glaube, dass Menschen und auch Sponsoren skeptisch sind, wenn man von wenigen oder einzelnen abhängig ist. Wir müssen die geschäftsmäßige Ebene stabilisieren“, sagt er. Eines seiner Prinzipien sei dabei: „Nicht nur in Beine investieren, sondern die Strukturen und den Prozess gleichrangig mitziehen.“
Crede ist bewusst, dass die Arbeit in Unternehmen und Vereinen sich durchaus unterscheide. „Ich habe beim KSV großen Respekt. Vereine sind ein komplexes Gebilde. Deswegen schaue ich da sehr zurückhaltend drauf. Aber ich stehe für akribische Arbeit mit echter Ausdauer und Power“, sagt er. Ein Investment funktioniere nur über klare Konzepte. Bei der Finanzierung will der 57-Jährige auch ungewöhnliche Wege gehen, innovative Instrumente ausprobieren. Konkreter wird er dahingehend nicht.
Auch einen zeitlichen Rahmen hat Crede im Kopf. „Das ist kein Projekt, das auf zehn Jahre ausgelegt ist. Aber auch nicht auf zwölf Monate. Es braucht Zeit, alles vorzubereiten. Drei Jahre plus oder minus ein Jahr, das ist das Ziel“, sagt er. Dabei könnte es sein, dass mal ein Zwischenschritt oder einer zurück nötig sei, um dann zwei nach vorn zu machen. Alles müsse verlässlich und ökonomisch sinnvoll sein. „Wir haben einen Auftrag für Nordhessen. Wir wollen Nordhessen mobilisieren, damit die Region hinter dem Auftrag des Vereins steht“, sagt Crede.
Crede macht den Eindruck, dass er richtig Lust auf das Projekt KSV hat, emotional dabei ist. Ein Einblick in seine Vergangenheit verstärkt das Bild. „Als ich bei VW ausgeschieden bin, war ich im Grenzbereich. Da war so eine Emotion dabei, wenn man beispielsweise bei den Betriebsversammlungen die ganzen Leute gesehen hat. Ich bin ein Kind Nordhessens mit einem VW-Gen. Das gehört ja irgendwie auch zusammen mit dem Werk in Baunatal. Und ich fühle mich immer noch als Nordhesse. Dazu gehört für mich: Nicht groß reden, hart arbeiten. Das habe ich an Nordhessen immer geliebt, dass die Menschen hier so sind. Harte Arbeit, gute Analytik“, sagt er. Wenn es etwas werden soll mit dem KSV und der Dritten Liga, ist beides notwendig.
Re: Neuigkeiten rund um Verein und Spieler
Ganz starke "Verpflichtung" für den Vorstand. Ein Blick in seine Vita spricht für eine tiefe Vernetzung zu Entscheidungsträgern in der Wirtschaft und vor allem weiß er wie Unternehmen gebaut werden und funktionieren. Branchenübergreifend. Wenn er das know how mit dem nötigen Fingerspitzengefühl auch in einen Verein transferieren kann, dann wird es ein signifikanter Mehrwert sein. Habe ein gutes Gefühl.