Unser Held von Bern : Gala Metzner

Alles rund um die 1. Mannschaft unserer Löwen.
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Zuppler
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Unser Held von Bern : Gala Metzner

Beitrag von Zuppler » 27. Apr 2004, 13:01

Hallo zusammen,
ich habe mal die Seite von Gala Metzner rüberkopiert.
Vor allem für die jüngeren Fans....


Karl-Heinz Metzner
(*09.01.23 +25.10.94):

Alter 1954: 31

Beruf: Maurer.

Charakter: Disziplin.

Deutsche Mannschaft: Den 18jährigen lud Herberger zu Sichtungslehrgängen ein, doch der Krieg unterbrach seine Entwicklung. Er kam lediglich zu 2 Einsätzen in der A-Nationalmannschaft (1952-53) und 2 weiteren in der B-Auswahl (1953-54).

Ehrungen: Silberlorbeer 54.Ehrenring des KSV Hessen Kassel.Goldene Sportplakette der Stadt Kassel.

Familie: Das Talent des Sohnes eines Stadtsteuerobersekretärs war schon im jugendlichen Alter zu erkennen.Galas Frau Brunhild, die er 1946 kennen gelernt und 1948 geheiratet hatte, übernahm für ihn das Schuhputzen. Sie putzte lieber Pumaschuhe, die Gala in Kassel trug, als die Adidasschuhe für die Nationalmannschaft, weil das Puma-Emblem leichter zu pflegen war als die drei Streifen."Galas" Tochter Ilona wollte später auf keinen Fall einen Fußballer heiraten, weil deren Frauen so oft alleine sind.

International: Kassels einziger Fußballnationalspieler.

Jobs: Technischer Zeichner bei der Bundesbahn.Nach der WM 54 machte ihm dieser Arbeitgeber eine Versetzung nach Hannover und damit einen Vereinswechsel unmöglich (der zudem eine zweijährige Spielsperre mit sich bringen würde).

Krieg: Erlitt als Soldat einen Oberarmdurchschuss.

Leben: Metzner erlag mit 71 Jahren einem Herzversagen.

Meisterschaften: Weltmeister 1954.

Nummer WM 54: 11

Oberligamannschaft 1954: KSV Hessen Kassel.

Position: War als Außenläufer wie als Halbstürmer einsetzbar.

Qualitäten: Seine Technik war exzellent, seine Pässe mehr als präzise.

Rufname: "Gala"

Ursprung: Kirchditmold.

Vereine: 1932 bis 1938 Tuspo 89/09 Kirchditmold, Gastspieler bei Borussia Fulda, 1938 bis 1950 VfL Kassel,1950 bis 1958 Hessen Kassel (620mal!!!),Abschiedsspiel am 05.08.1961 gegen Radnicki Belgrad.

Wunden: Ein Oberarmdurchschuss hatte zur Folge, dass Metzner mit eiserner Disziplin die Benutzung seiner rechten Hand wieder erlernen musste. Zwar blieb ihm so der Traum versagt, Architekt zu werden, aber immerhin schaffte es der gelernte Maurer zum technischen Zeichner bei der Bundesbahn.

Zimmer in Spiez: Nr. 308 - In Spiez teilten sich mit Uli Biesinger und Metzner zwei Spieler ein Zimmer, die erst gegen die Ungarn den Sturm beleben sollten, dann aber, nachdem Fritz sich eingemischt hatte, nicht zum Einsatz kamen. Immerhin fiel dadurch nach Metzners Rückkehr seine Hepatitisuntersuchung negativ aus...
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Axel Feder
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Beitrag von Axel Feder » 27. Apr 2004, 15:54

Hey, nette Zusammenstellung!

Trotzdem meine ich, dass doch schon Heini Weber vor dem "Gala" Metzner ein Nationalspieler aus Kassel war, oder irre ich mich jetzt?

RWG Axel
Unsere Zeit wird kommen!

Zuppler
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Beitrag von Zuppler » 28. Apr 2004, 00:04

Hallo Axel,
du hattest recht. Allerdings hat man hier ab dem 2. Weltkrieg eine Abgrenzung vorgenommen.
Seht mal wo ich die Informationen her habe.... :D


24.11.99

+++ HESSENLÖWE AKTUELL +++

Die Millenniums-Elf

Die Idee kam in einer Kneipe bei einem Glas Bier. Das Jahrhundert geht zu Ende, viele ziehen Bilanz, warum nicht auch wir? Wie würde eine KSV-Traumelf aller Zeiten aussehen?. Wie hätte wohl ein "Gala" Metzner zu seiner besten Zeit mit einem Gerd Grau oder Holger Brück zusammen gespielt? Die Frage wollten wir dann aber nicht selber beantworten, wir haben sie fünf renommierten Kasseler Sportjournalisten gestellt. Journalisten, die alle Höhen und Tiefen des Nordhessischen Fussballs miterlebt haben. Jeder sollte 16 Namen benennen (10 Feldspieler plus Torwart und 4 + 1 Ersatzspieler) – eine schwere Aufgabe. Wie soll man Leistungen aus den vierziger Jahren mit denen von heute vergleichen, wo das Spiel doch viel athletischer und schneller - aber wohl nicht unbedingt besser geworden ist. Was zählt mehr, eine "fünfteilige" 1.Liga in den fünfziger Jahren oder eine eingleisige 2. Bundesliga in den achtzigern?

Einige mussten wir von vorn herein "aussortieren", da sie vor dem Krieg aktiv waren. Sicher gehört ein Heini Weber, zwölfmaliger Nationalspieler von 1928-1931, in eine "Traumelf" aber müsste man dann nicht auch einen Gustav Hensel berücksichtigen, der beim ersten aller Länderspiele 1908 mit dabei war?
Schwierig, schwierig.....

Es musste also eine Linie gezogen werden. Um es übersichtlicher zu machen, haben wir beschlossen, dass ganze auf Spieler zu reduzieren, die beim KSV/VfL/FC Hessen aktiv waren. Sprich: Alles nach 1945. Ein Rolf Zimmer gehört also mit dazu, ein Heini Weber nicht mehr. Welche Positionen, welche Taktik, ob mit oder ohne Libero, alles das wurde den Schreiberlingen überlassen.

Gewertet wurden die von den einzelnen Jury-Mitgliedern benannten "Top Elf" mit zwei Punkten, die Ersatzspieler mit jeweils einem. Heraus kam dann eine sehr offensiv ausgerichtete Elf, die wohl auch in der ersten Bundesliga hätte mithalten können.

Und eines wurde ganz deutlich. Der KSV hatte drei ganz starke Epochen. Die fünfziger Jahre, in denen man sogar erstklassig war, mit Spielern wie "Gala" Metzner, Karl Hutfles oder Karl Schmidt. Dann die sechziger, mit Jendrosch, Fritzsche und Loweg, die 1964 noch vor dem FC Bayern München Süddeutscher Meister wurden, und natürlich die achtziger mit Hampl, Grau und Zaczyk.

Wer waren also die stärksten aller Zeiten? Die Wahrheit gibt es nicht, aber es soll ja nur eine Spielerei sein. Eine Spielerei, die zu Diskussionen führen wird und auch führen soll.

Oliver Zehe



Die Jury:

Herbert Peiler, Jahrgang 1921, war Sport-Ressortleiter bei der Kasseler Zeitung und bis zu seinem Ruhestand bei der HNA. In den vierziger Jahren erfolgreicher Spieler beim KSV Hessen.

Horst Biese, war früher Redakteur bei der Kasseler Post und später Mitarbeiter bei der Deutschen Presse-Agentur. Jahrelang schrieb er im Fachblatt "Sport-Kurier" über den KSV.

Rolf Wiesemann, Leiter der HNA-Sportredaktion und seit fast 30 Jahren Sportredakteur der HNA.

Günter Grabs, seit den fünfziger Jahren Beobachter der Nordhessischen Fussball-Szene, Jahrzehntelang Sportredakteur bei der HNA. In den erfolgreichen achtziger Jahren schrieb er die KSV-Spielberichte im "Kicker".

Herbert Pumann, Freier Sportjournalist, u.a. für den Kicker und die Deutsche Presse-Agentur. 38 Jahren das "Küken" in der Jury. Er stellte seine Mannschaft mit Hilfe der Mittwochs-Trainingsgemeinschaft auf.



Die Traumelf:



Hans Wulf (7)
1980-90





Holger Brück (9)

1968-99




Karl Hutfles (9)
1952-63


Karl Schmidt (7)
1952-55


Karl-Heinz
Metzner (9)
1949-61

Klaus Zaczyk (9)
1978-82

Helmut Hampl (7)
1978-85


Rolf Fritzsche (acht)
1963-70




Heínz Traser
(5)
1981-85



Peter Jendrosch (6)
1961-64


Gerd Grau (7)
1968-84



Reserve: Karl Loweg (5) 1959-67 – Manfred Grawunder (3) 1980-82 – Helmut Huttary (4) 1962-64, Walter Müller (4) 1958-62, Toni Hellwig (4) 1952-56

In Klammern sind die Punkte vermerkt, die Jahreszahlen beziehen sich auf die Einsätze in der ersten Mannschaft vom KSV Hessen.

Ausserdem wurden noch genannt: Rolf Zimmer, Alfred Resenberg, Walter Liebich, Joschi Burjan Sen., "Jale" Bock, Peter Velhorn, Horst Assmy, Mirko Dickhaut, Peter Cestonaro, "Ibbe" Fritz, Günter Siebert, Gerd Becker und "Itze" Kleim.


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