Borussia Fulda trennt sich von V.Pasulko
-
Axel Feder
- Beiträge: 4480
- Registriert: 6. Jul 2001, 02:00
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
-
Michi
<b>Andrzej Rudy beerbt Victor Pasulko</b>
Von Steffen Reith
Fulda - Das Trainerkarussell beim Fußball-Oberligisten Borussia Fulda hat sich erneut in Bewegung gesetzt: Überraschend wurde Teamchef Victor Pasulko (42), der den Posten erst zu Beginn der Rückrunde übernommen hatte, von seinem Posten abgelöst. Nachfolger wird Andrzej Rudy (37), den Pasulko selbst als Spieler in die Johannisau geholt hatte.
Rudy, der den A-Schein besitzt, soll in Kürze einen Dreijahresvertrag als Cheftrainer unterschreiben. Der bisherige Coach Henry Lesser wird für die gleiche Dauer Rudys Assistent.
Victor Pasulko mochte sich gestern nicht ausführlich zu seiner Entlassung äußern: „In den nächsten drei oder vier Tagen kann man mich noch einmal kontaktieren, es gibt noch einige Sachen zu regeln. Und ich muss mich erst einmal mit meinem Anwalt besprechen“, erklärte der Ukrainer auf Nachfrage unserer Zeitung. Es ginge ihm nicht sehr gut, sagte Pasulko, der „Differenzen, was die nächste Saison betrifft“ einräumte.
Sportdirektor Ross Shtyn zu den Gründen der Entlassung des bisherigen Teamchefs: „Er wollte zu schnell eine Profimannschaft. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein Oberligateam sind.“ Fuldas Sportchef beklagte außerdem die mangelnde Kommunikation zwischen Spielern und Teamchef.
Seit einem Monat habe er gemerkt, dass die Vorstellungen zwischen Pasulko und ihm auseinander gingen, sagte Shtyn, der am Sonntag seinen Landsmann von seiner Entlassung informierte: „Es soll bei Borussia keinen radikalen Schnitt geben. Wir bauen auf ein Konzept mit Leuten aus der Region. Wichtig ist, dass wir unsere eigenen Spieler gut ausbilden.“
Mit Pasulko habe man sich auf eine Abfindung in Höhe von 25 000 Euro geeinigt. Es wird auch keine lose Zusammenarbeit – etwa beim Sichten von Talenten – zwischen Ex-Teamchef und Verein mehr geben. Shtyn gestand „eine kleine persönliche Niederlage“ ein: „Ich werde aber aus dem Fehler lernen.“
Andrzej Rudy, der eigentlich als Jugendkoordinator ab der neuen Runde vorgesehen war, erhielt am Sonntag das Angebot, das Amt als sportlich Verantwortlicher zu übernehmen: „Die Angelegenheit ist etwas unangenehm für mich, weil Victor mich nach Fulda geholt hat. Es tut mir unheimlich Leid für ihn, dass es so geendet hat.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei Borussia für das Vertrauen, das man ihm geschenkt habe. Sein Ziel sei es, nicht nur den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, sondern den Zuschauern auch guten Fußball zu bieten. Das Publikum muss auf den Spieler Rudy allerdings ab sofort verzichten: „Mit meiner Karriere als Spieler hatte ich ja zwischenzeitlich schon abgeschlossen. Im Kopf bin ich schon lange Trainer.“ Sein Debüt als Borussencoach feiert der gebürtigte Pole bereits heute Abend (18.30 Uhr) beim OSC Vellmar: „Bis zum Ende der Saison werden viele Spieler im Hinblick auf die neue Runde eine Chance bekommen. Natürlich ist es das Ziel, immer zu gewinnen, schließlich wollen die Spieler ihre Prämien.“
Unterdessen bestätigten Shtyn und auch Vorstandssprecher Hans-Dieter Alt aussstehende Gehälter für die Mannschaft. Die neu gegründete GmbH hätte eigentlich am 10. April die Gelder überweisen müssen. Shtyn: „Die Verzögerung hatte organisatorische Gründe. Ab nächster Woche gehen die Zahlungen ein.“ Die Saläre für Dezember und Januar, für die noch der Verein zuständig ist, sollen laut Hans-Dieter Alt bis Ende Juni beglichen sein. Gleichzeitig sei der Etat für die kommende Saison gesichert. Laut Ross Shtyn beträgt er 1,3 Millionen Euro, dies sind 300 000 Euro mehr als in der laufenden Runde.
Ab der kommenden Woche erwartet Shtyn die unterschriebenen Verträge der Spieler für die nächste Spielzeit zurück: „Alle haben mündlich zugesagt, auch Martinez hat ein Signal gegeben, dass er bleiben will.“ Der Spanier hatte bereits in Flieden zugesagt.
(Quelle: Fuldaer Zeitung; 29. April 2003)
--------------------------------------------
Wenn das mal alles gut geht...
Von Steffen Reith
Fulda - Das Trainerkarussell beim Fußball-Oberligisten Borussia Fulda hat sich erneut in Bewegung gesetzt: Überraschend wurde Teamchef Victor Pasulko (42), der den Posten erst zu Beginn der Rückrunde übernommen hatte, von seinem Posten abgelöst. Nachfolger wird Andrzej Rudy (37), den Pasulko selbst als Spieler in die Johannisau geholt hatte.
Rudy, der den A-Schein besitzt, soll in Kürze einen Dreijahresvertrag als Cheftrainer unterschreiben. Der bisherige Coach Henry Lesser wird für die gleiche Dauer Rudys Assistent.
Victor Pasulko mochte sich gestern nicht ausführlich zu seiner Entlassung äußern: „In den nächsten drei oder vier Tagen kann man mich noch einmal kontaktieren, es gibt noch einige Sachen zu regeln. Und ich muss mich erst einmal mit meinem Anwalt besprechen“, erklärte der Ukrainer auf Nachfrage unserer Zeitung. Es ginge ihm nicht sehr gut, sagte Pasulko, der „Differenzen, was die nächste Saison betrifft“ einräumte.
Sportdirektor Ross Shtyn zu den Gründen der Entlassung des bisherigen Teamchefs: „Er wollte zu schnell eine Profimannschaft. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein Oberligateam sind.“ Fuldas Sportchef beklagte außerdem die mangelnde Kommunikation zwischen Spielern und Teamchef.
Seit einem Monat habe er gemerkt, dass die Vorstellungen zwischen Pasulko und ihm auseinander gingen, sagte Shtyn, der am Sonntag seinen Landsmann von seiner Entlassung informierte: „Es soll bei Borussia keinen radikalen Schnitt geben. Wir bauen auf ein Konzept mit Leuten aus der Region. Wichtig ist, dass wir unsere eigenen Spieler gut ausbilden.“
Mit Pasulko habe man sich auf eine Abfindung in Höhe von 25 000 Euro geeinigt. Es wird auch keine lose Zusammenarbeit – etwa beim Sichten von Talenten – zwischen Ex-Teamchef und Verein mehr geben. Shtyn gestand „eine kleine persönliche Niederlage“ ein: „Ich werde aber aus dem Fehler lernen.“
Andrzej Rudy, der eigentlich als Jugendkoordinator ab der neuen Runde vorgesehen war, erhielt am Sonntag das Angebot, das Amt als sportlich Verantwortlicher zu übernehmen: „Die Angelegenheit ist etwas unangenehm für mich, weil Victor mich nach Fulda geholt hat. Es tut mir unheimlich Leid für ihn, dass es so geendet hat.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei Borussia für das Vertrauen, das man ihm geschenkt habe. Sein Ziel sei es, nicht nur den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, sondern den Zuschauern auch guten Fußball zu bieten. Das Publikum muss auf den Spieler Rudy allerdings ab sofort verzichten: „Mit meiner Karriere als Spieler hatte ich ja zwischenzeitlich schon abgeschlossen. Im Kopf bin ich schon lange Trainer.“ Sein Debüt als Borussencoach feiert der gebürtigte Pole bereits heute Abend (18.30 Uhr) beim OSC Vellmar: „Bis zum Ende der Saison werden viele Spieler im Hinblick auf die neue Runde eine Chance bekommen. Natürlich ist es das Ziel, immer zu gewinnen, schließlich wollen die Spieler ihre Prämien.“
Unterdessen bestätigten Shtyn und auch Vorstandssprecher Hans-Dieter Alt aussstehende Gehälter für die Mannschaft. Die neu gegründete GmbH hätte eigentlich am 10. April die Gelder überweisen müssen. Shtyn: „Die Verzögerung hatte organisatorische Gründe. Ab nächster Woche gehen die Zahlungen ein.“ Die Saläre für Dezember und Januar, für die noch der Verein zuständig ist, sollen laut Hans-Dieter Alt bis Ende Juni beglichen sein. Gleichzeitig sei der Etat für die kommende Saison gesichert. Laut Ross Shtyn beträgt er 1,3 Millionen Euro, dies sind 300 000 Euro mehr als in der laufenden Runde.
Ab der kommenden Woche erwartet Shtyn die unterschriebenen Verträge der Spieler für die nächste Spielzeit zurück: „Alle haben mündlich zugesagt, auch Martinez hat ein Signal gegeben, dass er bleiben will.“ Der Spanier hatte bereits in Flieden zugesagt.
(Quelle: Fuldaer Zeitung; 29. April 2003)
--------------------------------------------
Wenn das mal alles gut geht...
1,3 Mio Euro sind in der Tat ein stolzer Etat für einen Oberligisten.
Zum Vergleich: Der Regionaligist Offenbacher Kickers wollte mit einem Etat von eben 1,3 Mio in die nächste Regionalligasaison gehen, bekam aber vom DFB nur eine Mio genehmigt. Jetzt versucht der neue OFC-Manager Rüdiger Lamm durch ein ähnliches Marketing-Konzept wie damals in Bielefeld Firmen anzuwerben, um den Etat doch noch auf 1,7 bis 2 Mio Euro aufzustocken. Ob es in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit gelingt, bleibt abzuwarten. Aber damals bei Arminia Bielefeld haute es sportlich ganz gut hin, es gelang ein Doppelaufstieg von der Regionalliga direkt in die Erste Bundesliga. Aber die Lamm-Ära endete in Bielefeld auch mit einem großem Schuldenberg, u.a. durch zu langfristige und hochdotierte Verträge mit Spielern, die nicht die entsprechende Gegenleistungen brachten (Sternkopf, Aracic usw.).
KSV-Jens
Zum Vergleich: Der Regionaligist Offenbacher Kickers wollte mit einem Etat von eben 1,3 Mio in die nächste Regionalligasaison gehen, bekam aber vom DFB nur eine Mio genehmigt. Jetzt versucht der neue OFC-Manager Rüdiger Lamm durch ein ähnliches Marketing-Konzept wie damals in Bielefeld Firmen anzuwerben, um den Etat doch noch auf 1,7 bis 2 Mio Euro aufzustocken. Ob es in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit gelingt, bleibt abzuwarten. Aber damals bei Arminia Bielefeld haute es sportlich ganz gut hin, es gelang ein Doppelaufstieg von der Regionalliga direkt in die Erste Bundesliga. Aber die Lamm-Ära endete in Bielefeld auch mit einem großem Schuldenberg, u.a. durch zu langfristige und hochdotierte Verträge mit Spielern, die nicht die entsprechende Gegenleistungen brachten (Sternkopf, Aracic usw.).
KSV-Jens
-
Berni und ert
- Beiträge: 245
- Registriert: 12. Apr 2003, 02:00
- Wohnort: bei RTL
- Kontaktdaten: