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Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und möchten noch auf die nächsten Spiele hinweisen. Am Mittwoch 18.09. um 17:45 geht es zum Bitburger Kreispokal-Achtelfinale beim Kasseler SV und am darauffolgenden Samstag 21.09.ist um 14:00 TuS Dietkirchen im LOTTO-Hessenligaspiel im Auestadion zu Gast.

Susliks Showeinlage bei Heussners "Ablösespiel"

TESTSPIEL in Bad Hersfeld In einem Testspiel siegte Fuball- Regionalligist KSV Hessen Kassel am Mittwochabend vor 200 Zuschauern beim Landesligisten SV Asbach- Bad Hersfeld mit 6:4 (Halbzeit 3:2). Das Tor des Abends erzielte bereits in der sechsten Spielminute Dominik Suslik mit einem satten Distanzschuss in den Winkel. Den Schlusspunkt setzte der Ex- Asbacher Florian Heussner (Foto) in seinem inoffiziellen "Ablsespiel".

In der Partie mit Testspiel- Charakter für die Löwen blieben die Gäste bei herbstlichen Temperaturen unter ihren Möglichkeiten und ließen auch etliche vor des Gegners Tor aus. Trainer Matthias Hamann experimentierte und probierte in spieltaktischer und personeller Hinsicht. So tauchte Abwehrspieler Dominik Suslik, der am Samstag im Ligaspiel gegen die Sportvereinigung Elversberg (14 Uhr, Auestadion) ein Spiel Sperre absitzt, mal nicht in der Innenverteidigung oder als Rechtsverteidiger auf, sondern auf der „6er- Position“. Von dort aus schaltete sich der 22jährige sogleich in die Offensive ein und nachdem Torjäger Thorsten Bauer bereits in der 4. Spielminute die KSV- Führung per Kopf erzielt hatte, folgte zwei Minuten später „Susliks Showeinlage“. Zentral vor dem gegnerischen Strafraum düpierte „Lucio“, wie ihn die Löwen- Fans rufen, einen Asbacher Akteur mit einem „Ballstupser- Trick“ und drosch dann die Lederkugel vehement in den Torwinkel. Nachdem das Raunen auf der KSV- Bank verhallt war, wurden die im Gefühl der schnellen 2:0- Führung offensichtlich zu nachlässig werdenden Gäste prompt bestraft. Binnen sechs Minuten gelang Christian Winter per Doppelschlag der 2:2- Ausgleich, wobei der SVA- Spielführer zunächst abstaubte (14.) und dann völlig freistehend vor Adler den KSV- Keeper überlupfte (20.). Nach feiner Links- Diagonalflanke von rechts durch Arne Schmidt, legte Thorsten Bauer im Strafraumzentrum per Kopf uneigennützig für Sebastian Wojcik ab, der zum 2:3- Halbzeitstand vollendete (34.).

Mit dem Seitenwechsel brachte KSV- Trainer Matthias Hamann neun neue Akteure. Nur die aus der 2. Mannschaft stammenden Daniel Otto (Innenverteidigung) und der A- Jugendliche Serhat Binguel (defensives Mittelfeld) wirkten über die gesamte Spieldauer mit. Mit dabei nunmehr auch der agile Neuzugang Serdar Bayrak, der über rechts offensiv sein Debüt im Löwen- Dress gab. Bevor der 22jährige Türke jedoch erstmals an den Ball kam, gab es durch Torjäger Winter sogleich nach Wiederanpfiff die „kalte Dusche“ zum 3:3 (46.). Während die neu formierte und ausprobierte Defensiv- Abteilung einige Abstimmungsprobleme verriet, wirkten zwei Aktionen zwischen Jan Fießer und Erich Strobel fast wie „blindes Verständnis“. Zunächst schickte Kassels Nr. 14, dessen Zuspiele immer effektiver werden und ähnlich präzise sind wie von Martin Scholze, den Ex- Karlsruher aus dem Mittelfeld „auf die Reise“ und der KSV- Stürmer lupfte den Ball über den gegnerischen Torwart ins Netz (59.). Dann wieder – wie eine Kopie der Szene zuvor – Fießer auf Strobel, der diesmal jedoch nur den Pfosten traf. Doch Mirko Tanjic war prompt zur Stelle und staubte ab zum 3:5 (68.). Als Winter die unermüdlichen Gastgeber mit seinem vierten Tor noch Mal auf 4:5 heran brachte (80.), setzte der flinke Florian Heussner, der zuvor schon eine Großchance ausließ, in seinem inoffiziellen „Ablösespiel“ (der 19jährige kam ja vor einem Jahr vom SV Asbach 1928 e.V. zum KSV Hessen) mit seinem verdienten Treffer den Schlusspunkt (83.).

Trainer Matthias Hamann setzte in Asbach vor den Toren der Lullusstadt Bad Hersfeld insgesamt 20 Akteure ein und schonte Denis Berger und Sebastian Busch. Außerdem fehlten Kapitän Thorsten Schönewolf (Aufbau- Training nach Schulterververletzung) und der noch gesperrte Neuzugang „Slava“ Petrukhin, die jedoch beide mit der Mannschaft zum Spiel anreisten.

Nach dem Testspiel befand der Ex- KSVer und derzeitige Asbacher Nico Steffen moderat: „Ich sehe das ganz objektiv. Solche Spiele sind für die höherklassige Mannschaft oft unangenehm, während sie für die unterklassige etwas Besonderes sind und sie hoch motiviert und engagiert zu Werke geht“.

In gut elf Tagen gastiert der SV Asbach- Bad Hersfeld zum Landesliga- Spiel beim KSV Hessen Kassel II im „Löwenkäfig“ (Sonntag, 16. September 2007, 15 Uhr).

Aufstellung KSV Hessen Kassel: Adler (46. Lamczyk) – Möller (46. Heussner), Zinke (46. Willers), Otto, Kümmerle (46. Keim) – Beyer (46. Bayrak), Suslik (46. Fießer), Bingül, Schmidt (46. Scholze) – Bauer (46. Tanjic), Wojcik (46. Strobel).

Herbert Pumann

Mittwoch, 5. September 2007

Veröffentlicht: 05.09.2007

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 16.09.2019