Jörg Meinhardt: "Dem KSV fehlt das Quäntchen Glück"

Drei Fragen an den Gäste-Trainer
Jörg Meinhardt, jahrelanger Kenner der hessischen Fußball-Oberliga und erfolgreicher Trainer vom SV Buchonia Flieden hat derzeit gut lachen. Die Fuldaer Vorstädter reisen mit "breiter Brust" als Tabellenzweiter zum KSV Hessen, gegen den sie allerdings in den letzten sechs Oberliga-Duellen nicht gewonnen haben und im Vorjahr zwei Remis verbuchten. KSV-Pressereferent Herbert Pumann sprach mit dem SV-Coach einen Tag vor dem Spiel im Auestadion (Anpfiff, Samstag um 15 Uhr).
<i>Jörg, viele Oberliga-Interessierte und auch -Kenner reiben sich verwundert die Augen, dass Dein Team seit Saisonbeginn ganz oben mitspielt. Ihr kommt als Tabellenzweiter nach Kassel. Seid Ihr so stark oder sind andere Vereine, die höher gehandelt wurden, zu schlecht?</i>

<u>Jörg Meinhardt:</u> "Ich habe vor der Saison gesagt, wenn wir in dieser Spielzeit vom Verletzungspech verschont bleiben, dann werden wir andere ärgern können und auch gut dabei sein. Wir werden uns zwar auf Dauer nicht mit dem KSV Hessen, dem FSV Frankfurt und auch Baunatal vergleichen können, doch wir haben Baunatal in dieser Saison immerhin besiegt. Unsere Mannschaft hat in den letzten Wochen eine gute Entwicklung genommen und wir arbeiten im Verein seit 2 1/2 Jahren konzentriert und gut. Jetzt ernten wir die Früchte und wir können stolz darauf sein, was geleistet wurde und wo wir jetzt stehen. Es zeigt sich, was auch ein kleiner Verein für Möglichkeiten hat.

<i>Absolut, das verdient alle Achtung! Du hast den KSV Hessen - wie beispielsweise in Bad Vilbel und zuletzt in Aschaffenburg - wiederholt beobachtet. Wie schätzt Du das Team ein?</i>

<u>Jörg Meinhardt:</u> "Auch wenn Punkte verloren gegangen sind, besitzt der KSV Hessen eine stabile Mannschaft mit viel Erfahrung und dem besten Sturm der Liga. Was fehlt ist das Quäntchen Glück. Außerdem sind gegen den KSV alle Gegner noch mehr bzw. besonders motiviert.In Aschaffenburg und Bad Vilbel hat der KSV jeweils achtzig Minuten das Spiel bestimmt, doch wenn sie auf einen Gegner treffen, der tief und hinten kompakt steht, fehlt noch die Ruhe und Geduld im Spiel. Vor allem wenn ich sehe, dass im zentralen Mittelfeld mit Arnold und Dickhaut so erfahrene Spieler stehen und die Stürmer so oft in Bewegung sind, ist da mehr möglich."

<i>Was denkst Du, ist für Deine Mannschaft am Samstag im Auestadion drin und wie sieht Deine Erwartung an das Duell Vierter kontra Zweiter aus?</i>

<u>Jörg Meinhardt: </u>"Ich denke, dass wir ein offensives, starkes Spiel sehen werden. Beide Teams haben ein Plus im spielerisches Bereich. Somit können die Zuschauer ein ansprechendes Spiel erwarten, in dem wir hoffentlich nicht leer ausgehen und endlich mal ein Tor im Auestadion schiessen werden."

<i>Freitag, 21. Oktober 2005</i>

Veröffentlicht: 21.10.2005

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Datum des Ausdrucks: 20.10.2020