Löwen spielen 0:0 in Hünfeld

Hünfelder SV - KSV Hessen Kassel 0:0 (0:0)
Löwen spielen 0:0 in Hünfeld

Gefühlt 75 Prozent Ballbesitz, aber keine Tore: Der KSV Hessen Kassel kam am Samstagnachmittag beim Liga-Neuling Hünfelder SV nicht über ein 0:0 hinaus. Vor 1.600 Zuschauern auf der Rhönkampfbahn beherrschten die Löwen zwar das Spiel, fanden aber keine Mittel, um das Hünfelder Abwehrbollwerk zu überwinden. 

Beim KSV fehlte Tim Brandner, dafür rückte Ingmar Merle nach vorne und bearbeitete den linken Flügel. Luis Allmeroth kam wieder ins Team und spielte an der Seite von Sergej Evljuskin Innenverteidiger. Die Gastgeber aus Osthessen agierten mit einer Fünfer-Abwehrkette, davor standen mit Sebastian Alles und Julian Rohde zwei "Sechser", die die Räume weiter verengten. 

Die Löwen nahmen sofort das Heft in die Hand, beherrschten die Begegnung, doch für richtige Torgefahr konnten sie zu selten sorgen. Immer wieder gab es gute Kombinationen über die rechte Angriffsseite, auf der der offensive Außenverteidiger Nael Najjar gemeinsam mit Marco Dawid für Alarm sorgte - doch der letzte Pass, die letzte Flanke kam zu selten an. Besser machte es der KSV zunächst bei Standards: Ingmar Merles Freistoß konnte Hünfelds Keeper Sebastian Ernst nach fünf Minuten gerade noch so über die Latte lenken und auch bei Adrian Bravo Sanchez’ Hereingabe, die Marco Dawid mit der Fußspitze erst richtig gefährlich machte, war Ernst zur Stelle. Von den Gastgebern war zunächst wenig zu sehen. Der erste Torschuss war erst in der 37. Minute zu verzeichnen, als Kapitän Julian Rohde Niklas Hartmann mit einem direkt getretenen Freistoß prüfte. Vorne rannte der KSV immer wieder vergeblich an, zu oft wurde um den Strafraum herum gespielt, es fehlte der Mut aus der Distanz zu schießen. 

Auch in Halbzeit zwei dominierte der KSV, kreierte aber zu wenig Chancen, um das Abwehrbollwerk der Hünfelder in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil: Die beste Chance des Spiels hatten die Gastgeber, die plötzlich mit schnellem Umschaltspiel für Gefahr sorgten. Maximilian Fröhlich tauchte in der 50. Minute nach Zuspiel von Sebastian Alles völlig frei vor Niklas Hartmann auf, traf aber nur den linken Torpfosten. Auf der anderen Seite vergab Sebastian Schmeer die Riesenmöglichkeit, seine Löwen in Führung zu schießen. Nach einem wunderbaren Zuspiel von Adrian Bravo Sanchez war Schmeer frei durch, umkurvte Hünfelds Keeper Ernst, knallte aber den Ball über das Tor. Der KSV warf alles nach vorne, doch es fehlte die Konsequenz und der letzte Pass. Ingmar Merle hatte Pech mit einem Versuch von der Strafraumkante und einem Kopfball, der knapp das Ziel verfehlte. Kurz vor Spielende drohte die Partie komplett auf den Kopf gestellt zu werden: Nach einem Konter stand der eingewechselte Sven Bambey frei im Löwen-Strafraum, zielte aber knapp am rechten Torpfosten vorbei. 

Trainer Tobi Cramer war trotz des ersten Saisonspiels ohne Sieg nicht ganz unzufrieden mit der Punkteteilung: „Ich kann mit dem 0:0 leben. Wenn man 13 Punkte aus den ersten fünf Spielen holt, ist das schon eine gute Bilanz.“

Am Freitag (19:30) gibt es nun endlich das erste Heimspiel im Auestadion mit seinem neuen Rasen: Zu Gast ist der Lokalrivale FSC Lohfelden.

Oliver Zehe

 

Hünfelder SV - KSV Hessen Kassel  0:0

KSV: Hartmann – Najjar, Allmeroth, Evljuskin, Voss (68. Mogge) – Brill – Dawid, Baumgarten, Bravo Sanchez, Merle (89. Schwechel) – Schmeer. Trainer: Cramer.

Ersatz: Neumann - Ziegler, Mitrou, Unzicker, Häuser

Hünfelder SV: Ernst – Wenzel, Dücker, Faulstich, Häuser, Budenz – Alles, Rohde (83. Krieger) – Vogt (81. Bambey) – Neidhardt (63. Schuch), Fröhlich. Trainer: Weber. 

SR: Steffen Rabe (Asphe) Z: 1.600

Tore: Fehlanzeige

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Hünfelder SV - KSV Hessen Kassel

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Veröffentlicht: 18.08.2018

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 23.02.2019