Offener Brief
Verfasst: 20. Sep 2005, 16:00
Hallo Löwen!
Vorige Woche hat mich jemand auf die Idee gebracht auch mal einen offenen Brief an unseren Vorstand zu schreiben weil dieser uns aufgefordert hat in Zukunft Auswärtsspielen fern zu bleiben. Also hab' ich etwas aufgestezt, es aber natürlich icht an unseren Vorstand geschickt weil ich mir nicht anmaßen möchte für Euch alle zu sprechen. Klar kann man noch viel daran verbessern, ergänzen oder kritisieren, aber was ich hier geschrieben habe ist erstmal ein Anfang.
RWG
Günter
An den Vorstand des KSV Hessen Kassel
Sehr geehrte Damen und Herren!
Nach den Vorfällen in Schwalmstadt und Vellmar haben wir Fans des KSV Hessen Kassel zunächst mit großer Bestürzung Ihre Aufforderung zur Kenntnis genommen, in Zukunft nicht mehr zu Auswärtsspielen zu fahren, weil wir mit unserer Anwesenheit dem KSV Hessen mehr schaden als nützen würden. Leider wurde mit dieser etwas unglückliche Formulierung in der breiten Öffentlichkeit, aber auch in Teilen der Fanszene der falsche Eindruck vermittelt, der KSV Hessen würde sich von uns, seinen treuesten Fans distanzieren.
Inzwischen ist uns jedoch klar geworden, daß dies vielmehr als eine Warnung an unsere zukünftigen Gastgeber zu verstehen ist, ihre Heimspiele gegen den KSV nicht allein als willkommenen Zahltag an zu sehen, an dem wir KSV-Fans ihnen mit unseren Eintritts- und sonstigen Geldern einen großen Teil des Saisonetats finanzieren, während andererseits für die Sicherheit am Rande der Partien praktisch nichts getan wird.
Im Gegenteil, von unseren Nordhessischen Nachbarn wird es als selbstverständlich angesehen, daß der KSV auf eigene Kosten seine eigenen Ordner mitbringt und genauso selbstverständlich zieht der Hessische Fußballverband (HFV) allein den KSV zur Rechenschaft wenn dennoch etwas geschieht. Von der Einsicht eigener Versäumnisse oder gar Solidarität mit dem KSV keine Spur! Ganz abgesehen davon, daß eine Rauchbombe oder ein betrunkener KSV-Fan für die Medien weitaus sensationeller sind als 60, die sich tatkräftig für Leukämiekranke Menschen engagieren. Solche Dinge passen eben nicht ins oft propagierte Bild der allzeit gewaltbereiten KSV-Fans.
Natürlich sind auch wir Fans gefordert auf die schwarzen Schafe in unseren Reihen selbst zu achten. Dies ist jedoch nicht immer möglich, weil sich insbesondere bei Lokalderbys mit großem Zuschauerinteresse diverse Möchtegern "Fans" unter uns mischen, die meinen zum Fan sein gehöre es sich daneben zu benehmen. Wenn dann auch noch unsere Mannschaft von einem Schiedsrichter wie dem in Vellmar so offensichtlich und konsequent benachteiligt wird, platzt selbst einigen der friedlichsten Fans der Kragen. Und genau in diesen Situationen sollte es die Sache eines Ordnungsdienstes sein solche Zuschauer von unüberlegten Handlungen ab zu halten.
Diese Problematik ist Ihnen sicher schmerzhaft bewußt, wird doch der KSV selbst bei kleinsten Vorkommnissen immer wieder vom HFV bestraft, während die gastgebenden Vereine für ihr Nichtstun straffrei ausgehen. Von daher ist es durchaus verständlich wenn Sie, als die Verantwortlichen des KSV Hessen, uns Fans auffordern zukünftigen Auswärtsspielen fern zu bleiben, bei denen die gastgebenden Vereine nicht in der Lage oder nicht Willens sind, für eine Reibungslose Durchführung der Spiele Sorge zu tragen.
Noch sehen wir dies als Warnung - sowohl an unsere Gegner, als auch an den HFV - an, in Zukunft ggf. auf die Einnahmen durch uns KSV-Fans verzichten zu müssen. Doch wird sich mit Sicherheit ein großer Teil von uns dazu bereit finden Ihrer Aufforderung folge zu leisten, wenn der HFV weiterhin mit zweierlei Maß mißt und allein den KSV für mangelnde Sicherheitsvorkehrungen unserer Gastgeber bestraft. Auch dem HFV sollte deutlich vor Augen geführt werden, daß er mit seinen teilweise an Willkür grenzenden Entscheidungen in der Öffentlichkeit steht, und daß wir KSV-Fans nicht länger gewillt sind als Sündenböcke für die Versäumnisse der jeweils gastgebenden Vereine her zu halten!
Mit freundlichen Grüßen
Vorige Woche hat mich jemand auf die Idee gebracht auch mal einen offenen Brief an unseren Vorstand zu schreiben weil dieser uns aufgefordert hat in Zukunft Auswärtsspielen fern zu bleiben. Also hab' ich etwas aufgestezt, es aber natürlich icht an unseren Vorstand geschickt weil ich mir nicht anmaßen möchte für Euch alle zu sprechen. Klar kann man noch viel daran verbessern, ergänzen oder kritisieren, aber was ich hier geschrieben habe ist erstmal ein Anfang.
RWG
Günter
An den Vorstand des KSV Hessen Kassel
Sehr geehrte Damen und Herren!
Nach den Vorfällen in Schwalmstadt und Vellmar haben wir Fans des KSV Hessen Kassel zunächst mit großer Bestürzung Ihre Aufforderung zur Kenntnis genommen, in Zukunft nicht mehr zu Auswärtsspielen zu fahren, weil wir mit unserer Anwesenheit dem KSV Hessen mehr schaden als nützen würden. Leider wurde mit dieser etwas unglückliche Formulierung in der breiten Öffentlichkeit, aber auch in Teilen der Fanszene der falsche Eindruck vermittelt, der KSV Hessen würde sich von uns, seinen treuesten Fans distanzieren.
Inzwischen ist uns jedoch klar geworden, daß dies vielmehr als eine Warnung an unsere zukünftigen Gastgeber zu verstehen ist, ihre Heimspiele gegen den KSV nicht allein als willkommenen Zahltag an zu sehen, an dem wir KSV-Fans ihnen mit unseren Eintritts- und sonstigen Geldern einen großen Teil des Saisonetats finanzieren, während andererseits für die Sicherheit am Rande der Partien praktisch nichts getan wird.
Im Gegenteil, von unseren Nordhessischen Nachbarn wird es als selbstverständlich angesehen, daß der KSV auf eigene Kosten seine eigenen Ordner mitbringt und genauso selbstverständlich zieht der Hessische Fußballverband (HFV) allein den KSV zur Rechenschaft wenn dennoch etwas geschieht. Von der Einsicht eigener Versäumnisse oder gar Solidarität mit dem KSV keine Spur! Ganz abgesehen davon, daß eine Rauchbombe oder ein betrunkener KSV-Fan für die Medien weitaus sensationeller sind als 60, die sich tatkräftig für Leukämiekranke Menschen engagieren. Solche Dinge passen eben nicht ins oft propagierte Bild der allzeit gewaltbereiten KSV-Fans.
Natürlich sind auch wir Fans gefordert auf die schwarzen Schafe in unseren Reihen selbst zu achten. Dies ist jedoch nicht immer möglich, weil sich insbesondere bei Lokalderbys mit großem Zuschauerinteresse diverse Möchtegern "Fans" unter uns mischen, die meinen zum Fan sein gehöre es sich daneben zu benehmen. Wenn dann auch noch unsere Mannschaft von einem Schiedsrichter wie dem in Vellmar so offensichtlich und konsequent benachteiligt wird, platzt selbst einigen der friedlichsten Fans der Kragen. Und genau in diesen Situationen sollte es die Sache eines Ordnungsdienstes sein solche Zuschauer von unüberlegten Handlungen ab zu halten.
Diese Problematik ist Ihnen sicher schmerzhaft bewußt, wird doch der KSV selbst bei kleinsten Vorkommnissen immer wieder vom HFV bestraft, während die gastgebenden Vereine für ihr Nichtstun straffrei ausgehen. Von daher ist es durchaus verständlich wenn Sie, als die Verantwortlichen des KSV Hessen, uns Fans auffordern zukünftigen Auswärtsspielen fern zu bleiben, bei denen die gastgebenden Vereine nicht in der Lage oder nicht Willens sind, für eine Reibungslose Durchführung der Spiele Sorge zu tragen.
Noch sehen wir dies als Warnung - sowohl an unsere Gegner, als auch an den HFV - an, in Zukunft ggf. auf die Einnahmen durch uns KSV-Fans verzichten zu müssen. Doch wird sich mit Sicherheit ein großer Teil von uns dazu bereit finden Ihrer Aufforderung folge zu leisten, wenn der HFV weiterhin mit zweierlei Maß mißt und allein den KSV für mangelnde Sicherheitsvorkehrungen unserer Gastgeber bestraft. Auch dem HFV sollte deutlich vor Augen geführt werden, daß er mit seinen teilweise an Willkür grenzenden Entscheidungen in der Öffentlichkeit steht, und daß wir KSV-Fans nicht länger gewillt sind als Sündenböcke für die Versäumnisse der jeweils gastgebenden Vereine her zu halten!
Mit freundlichen Grüßen