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Verfasst: 17. Dez 2007, 12:28
von Glowes
„Mein Zug ist um 17.15 Uhr abgefahren – und der meiner Assistenten um 17.23 Uhr. Die Tickets dafür haben wir vor der Partie gebucht. Das ist nachweisbar.“ Blieb also genügend Zeit zum Nachspielen. Warum tat er es nicht? Kempter: „Ich habe das nicht für nötig gehalten. Die Nachspielzeit liegt auch immer im Ermessen des Schiedsrichters.“
Ach, was ich alles so manchmal nicht
für nötig halte...

Verfasst: 17. Dez 2007, 12:47
von bannedfromthepubs
Die Antwort des DFB als standardisierter Serienbrief ohne Bezug zur Beschwerde:
Lieber Fußballfan,
vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema „Schiedsrichter-Leistungen“. Nach jedem Pflichtspiel werden die Schiedsrichter-Leistungen heiß diskutiert, wird im Fernsehen mittels Zeitlupe und verschiedenen Perspektiven gezeigt, was der Schiedsrichter womöglich falsch gemacht haben könnte. Die unzähligen Szenen, in denen der Unparteiische während des Spiels richtig gelegen hat, gehen im Gegenzug meist unter – auch wenn die Quote der richtigen Entscheidungen im Regelfall weit über 90 Prozent liegt. Und Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht auch schon mal eine Schiedsrichter-Leistung durch die „Vereinsbrille“ gesehen und beurteilt? Und wer von uns ist so fehlerfrei, dass er nicht auch im Bruchteil einer Sekunde auf dem Spielfeld eine falsche Entscheidung treffen könnte?
Unsere Schiedsrichter jedenfalls sind auch nur Menschen, und auch sie machen mal einen Fehler. Aber glauben Sie uns bitte: Es sind die Schiedsrichter selbst, die sich kolossal über sich selbst ärgern, wenn Sie im Nachhinein am Fernseher erkennen müssen, dass sie versehentlich falsch entschieden haben. Denn keiner von ihnen macht einen Fehler gerne und schon gar nicht extra – keiner von ihnen pfeift absichtlich gegen irgendeinen Verein! Die gelegentlich geäußerte Vermutung, die Schiedsrichter täten dies – womöglich gar noch auf „Anordnung“ des DFB, um angeblich missliebigen Vereinen zu schaden – entbehrt jeglicher Grundlage. Zudem zeigen die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, dass jeder Verein im Laufe einer Spielzeit mal von einer vermeintlichen Fehlentscheidung profitiert, mal durch sie benachteiligt wird, was sich im Laufe einer kompletten Saison im Regelfall wieder ausgleicht.
Einzelne Fehler verfolgen die Unparteiischen oft tagelang, auch wenn sie sonst alles richtig gemacht haben ... Und jeder Schiedsrichter im Profibereich wird von der Tribüne aus kritisch von einem neutralen Schiedsrichter-Beobachter, einem früheren Spitzen-Schiedsrichter, beurteilt und bewertet und muss sich so ständig wieder neu für weitere Einsätze qualifizieren.
Es sind aber auch unsere Schiedsrichter, die international ein sehr hohes Ansehen genießen. Die Ausbildung der deutschen Schiedsrichter gilt sowohl in UEFA-Kreisen als auch bei der FIFA als mustergültig. Immer wieder werden die deutschen Schiedsrichter deshalb von UEFA oder FIFA zu internationalen Spielen eingeladen. Dabei handelt es sich oftmals um absolute Spitzenpartien, für die die deutschen Schiedsrichter eingesetzt werden.
Fußball ist ein emotionaler Sport – dazu gehören auch die Diskussionen über die Schiedsrichter-Leistungen. Daran würde auch die Einführung eines Profi-Schiedsrichters nichts ändern, da dieser genauso Fehler machen kann. Abgesehen davon sind unsere Schiedsrichter bereits auf einem höchst professionellen Niveau tätig sind, ohne den Beruf „Schiedsrichter“ auszuüben. Und selbst die Fernsehkamera kann nicht garantieren, dass sie wirklich jeden Fehler sieht und aufdecken kann – die meisten strittigen Szenen werden von verschiedenen „Experten“ oft unterschiedlich interpretiert. Deshalb ist die für die weltweiten Regeln zuständige FIFA auch gegen die Einführung eines Videobeweises für strittige Situationen, zumal der Fußball dadurch sicherlich ein Stück Emotion und Diskussionsstoff für die Fans einbüßen würde.
Lieber Fußballfan, seien Sie bitte deshalb bei aller Vereinsliebe so fair, dass Sie auch ein wenig Verständnis für den 23. Mann aufbringen – denn ohne ihn geht es nicht. Haben Sie bitte auch Verständnis dafür, dass wir aufgrund der Fülle an Schreiben keine einzelnen Schiedsrichter-Leistungen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge im Dialog mit jedem einzelnen Fan ausdiskutieren können – dafür würden Zeitfenster und Manpower auch gar nicht ausreichen. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt
Ihre DFB-Pressestelle
Verfasst: 17. Dez 2007, 12:51
von Schorsch1982
Was ich auch komisch finde vom DFB, das ein Schiri angesetzt wird der gerade mal 70 Km von Reutlingen herkommt.
Vielleicht wurde es auch schon erwähnt, mir ist es gerade aufgefallen.
Verfasst: 17. Dez 2007, 13:09
von recaro1000
Lieber Fußballfan, seien Sie bitte deshalb bei aller Vereinsliebe so fair, dass Sie auch ein wenig Verständnis für den 23. Mann aufbringen – denn ohne ihn geht es nicht
das ist ja wohl ne Frechheit so etwas rauszuschicken.
RWG
recaro
Verfasst: 17. Dez 2007, 13:48
von Der Schwimmlehrer
Die Beschwerde wird nichts bringen. Es zählt nur die Uhr des Schiris. Der stoppt die Zeit und alle anderen Uhren sind nicht maßgeblich. Die Spielzeit gilt als Tatsachenentscheidung.
Meiner Meinung nach lag es auch nicht am Schiri. Der hätte bereits in der 1. HZ mindestens 1,5 mal gegen uns auf den Punkt zeigen können. Finde es auch absolut merkwürdig, dass trotz mehrer Anlässe einer Nachspielzeit, noch nicht mal die reguläre ausgespielt wird. Will aber nicht wissen was hier los wäre, wenn wir in der 94. noch ein Gegentor gefangen hätten.
Regt euch lieber über die katastrophale Leistung unserer Truppe in der 1. HZ auf, anstatt die Schuld bei anderen zu suchen.
Verfasst: 17. Dez 2007, 13:54
von Freibeuter
Natürlich wird es nichts bringen.
Aber vielleicht gibt's von Seiten des DFB doch mal eine Anfrage an den jungen Mann und er merkt, dass er sich nicht alles erlauben kann.
Natürlich hätten wir in der 94. noch einen kassieren können, genausogut hätten wir aber auch einen machen können.
Und die schlechte Leistung des Teams in der ersten Halbzeit hat hier auch niemand in Frage gestellt.
Das eine (die Leistung des Schiris) und das andere (Leistung in der 1. HZ) haben doch nichts miteinander zu tun.
Verfasst: 17. Dez 2007, 14:06
von Reiherwälder
Wäre es nicht sinnvoller direkt an den Fussballverband Südbaden zu schreiben (
info@sbfv.de) ? Der DFB leitet eh nur weiter und ich würde es nicht ausschließen, dass er da großzügig filtert.
Verfasst: 17. Dez 2007, 16:02
von Moeless
ich denke, dass es sinnlos ist nur wegen dem Schiedsrichter einen eigenen Thread zu machen, und dann wird darin auch noch heiß diskutiert
Naja, kann nur sagen, dass ich es nicht schlimm fande, dass nicht nachgespielt wurden ist, da ich es auf beiden Seiten für möglich gehalten hätte, das noch ein Tor gefallen wäre, und ich bin mit dem 3:3 echt zufrieden. Vom Prinzip her, wenn das wirklich stimmen sollte, dass Schiedsrichter Kempter sich wegen des Zuges so beeilt hat während dem Spiel (dieser Kommentar bezieht sich jetzt nicht auf einzelne Fehler bei Einzelsituationen) ist das natürlich nicht nur unprofessionelles Verhalten seitens des Schiedsrichters, sondern unter aller Kanone. Jedoch sollte man erstmal Beweise auf den Tisch legen, bevor man spekuliert, egal ob wir Fans das sind, oder der Threaderöffner, ich kann nämlich auch sagen, ich hab in dem selben ICE wie der Schiedsrichter gesessen und weiß deshalb alles besser...
MarcusOrdner hat geschrieben:Der Erste Elfer war zu hundert Prozent Keiner,der Zweite ja und wenn er Suslik die Rote Karte gibt muss der Reutlinger fürne Notbremse auch Rot sehen und net Gelb
Suslik hat auch gelb gesehen, nur hatte er davor schon gelb, und daraus resultiert nunmal gelb-rot.