Verfasst: 2. Okt 2006, 01:07
Quelle: HNA
Die Härte des Geschäfts
Regionalliga: KSV Hessen dominiert und verliert trotzdem 0:1 gegen Pfullendorf
Von Frank Ziemke
Kassel. Schon die Niederlage gegen Darmstadt hatte weh getan. Weil sie so unnötig war gegen einen verunsicherten Gegner. Eine Woche nach dem 1:2 im Hessenderby aber herrschte am Samstag richtiger Katzenjammer beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel und seinen Fans. Denn beim 0:1 (0:0) gegen Pfullendorf kam alles zusammen, was ein Fußballspiel an Pleiten, Pech und Pannen zu bieten hat. Vergebene Chancen, ein Pfostenschuss, ein zweifelhafter Platzverweis, ein Pfiff, der nicht ertönte. Schließlich ein Kontertor, das ins Mark traf. "Wir kriegen", sagte Trainer Matthias Hamann, "derzeit die ganze Härte des Geschäfts zu spüren."
Die 90 Minuten gegen Pfullendorf sind in der Tat die Chronologie einer ganz bitteren Niederlage. Es waren 90 Minuten, in denen der personell umgekrempelte KSV sich deutlich verbessert zeigte, seine Chancen zum Sieg aber nicht nutzte. Und in denen zwei Fehlentscheidungen von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus der Partie eine traurige Wende gaben.
Es begann mit der Szene, in der Julio Cesar gehen musste. Der Stürmer hatte schon länger am Rande des Platzverweises gestanden. Als es ihn erwischte, geschah es zu Unrecht. "Ein normaler Pressschlag", urteilte Hamann über den Zweikampf zwischen Cesar und Leandro Grech. Eine Einschätzung, die die TV-Bilder bestätigten. Steinhaus aber zog Gelb-Rot - vielleicht auch, weil die Szene sich direkt vor der Bank der Gäste abgespielt hatte und ganz Pfullendorf inklusive Michael Feichtenbeiner vehement eine Karte forderte. Während der Gästetrainer für diese Unsportlichkeit ungestraft blieb, musste der protestierende Hamann sofort auf die Tribüne. Und es kam noch schlimmer. Bei einem Konter erzielte Marcel Busch gegen nun nachlassende Gastgeber das Siegtor - das aber nicht hätte gegeben werden dürfen. Vorbereiter Sebastian Heidinger nämlich hatte die Hand zur Hilfe genommen. "Ich stand direkt daneben. Ein klares Handspiel", schwor Turgay Gölbasi. Steinhauser urteilte anders. Das Tor zählte und brachte den Gästen einen Sieg, von dem selbst Trainer Feichtenbeiner meinte: "Das war sehr glücklich."
In der ersten Hälfte nämlich hätte der KSV - mit Cesar, Mirko Dickhaut und Kim Schwager in der Anfangsformation - bereits alles klar machen können. Zahlreiche Chancen der drückend überlegenen Gastgeber blieben aber ungenutzt. Thorsten Bauer scheiterte in der Anfangsphase zweimal knapp, hatte später Pech, dass sein Kopfball vor der Linie abgefangen wurde. Noutsos fehlten bei zwei Distanzschüssen nur Zentimeter. Und Julio Cesar war bereits in der ersten Hälfte der große Pechvogel. als sein Schuss am Innenpfosten landete. "Wir waren klar die bessere Mannschaft", haderte Hamann, "bis von entscheidender Seite in das Spiel eingegriffen wurde."
01.10.2006
Die Härte des Geschäfts
Regionalliga: KSV Hessen dominiert und verliert trotzdem 0:1 gegen Pfullendorf
Von Frank Ziemke
Kassel. Schon die Niederlage gegen Darmstadt hatte weh getan. Weil sie so unnötig war gegen einen verunsicherten Gegner. Eine Woche nach dem 1:2 im Hessenderby aber herrschte am Samstag richtiger Katzenjammer beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel und seinen Fans. Denn beim 0:1 (0:0) gegen Pfullendorf kam alles zusammen, was ein Fußballspiel an Pleiten, Pech und Pannen zu bieten hat. Vergebene Chancen, ein Pfostenschuss, ein zweifelhafter Platzverweis, ein Pfiff, der nicht ertönte. Schließlich ein Kontertor, das ins Mark traf. "Wir kriegen", sagte Trainer Matthias Hamann, "derzeit die ganze Härte des Geschäfts zu spüren."
Die 90 Minuten gegen Pfullendorf sind in der Tat die Chronologie einer ganz bitteren Niederlage. Es waren 90 Minuten, in denen der personell umgekrempelte KSV sich deutlich verbessert zeigte, seine Chancen zum Sieg aber nicht nutzte. Und in denen zwei Fehlentscheidungen von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus der Partie eine traurige Wende gaben.
Es begann mit der Szene, in der Julio Cesar gehen musste. Der Stürmer hatte schon länger am Rande des Platzverweises gestanden. Als es ihn erwischte, geschah es zu Unrecht. "Ein normaler Pressschlag", urteilte Hamann über den Zweikampf zwischen Cesar und Leandro Grech. Eine Einschätzung, die die TV-Bilder bestätigten. Steinhaus aber zog Gelb-Rot - vielleicht auch, weil die Szene sich direkt vor der Bank der Gäste abgespielt hatte und ganz Pfullendorf inklusive Michael Feichtenbeiner vehement eine Karte forderte. Während der Gästetrainer für diese Unsportlichkeit ungestraft blieb, musste der protestierende Hamann sofort auf die Tribüne. Und es kam noch schlimmer. Bei einem Konter erzielte Marcel Busch gegen nun nachlassende Gastgeber das Siegtor - das aber nicht hätte gegeben werden dürfen. Vorbereiter Sebastian Heidinger nämlich hatte die Hand zur Hilfe genommen. "Ich stand direkt daneben. Ein klares Handspiel", schwor Turgay Gölbasi. Steinhauser urteilte anders. Das Tor zählte und brachte den Gästen einen Sieg, von dem selbst Trainer Feichtenbeiner meinte: "Das war sehr glücklich."
In der ersten Hälfte nämlich hätte der KSV - mit Cesar, Mirko Dickhaut und Kim Schwager in der Anfangsformation - bereits alles klar machen können. Zahlreiche Chancen der drückend überlegenen Gastgeber blieben aber ungenutzt. Thorsten Bauer scheiterte in der Anfangsphase zweimal knapp, hatte später Pech, dass sein Kopfball vor der Linie abgefangen wurde. Noutsos fehlten bei zwei Distanzschüssen nur Zentimeter. Und Julio Cesar war bereits in der ersten Hälfte der große Pechvogel. als sein Schuss am Innenpfosten landete. "Wir waren klar die bessere Mannschaft", haderte Hamann, "bis von entscheidender Seite in das Spiel eingegriffen wurde."
01.10.2006