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Verfasst: 5. Nov 2006, 21:35
von Schnurz
Sag mal, was hast Du geraucht oder anders herum gefragt, was habe ich getrunken? Matchwinner Mason?!? Wenn irgendein Hessen-Fußballer gestern katastrophal gespielt hat, und mit dieser Einschätzung untertreibe ich noch, dann war es der ehemalige Leichtathlet, der nie ein Fussballer war. Kein Pass kam an, jeder Ball wurde verschleppt und dem Gegner überlassen und die ersten 20 Minuten (bis zur Auswechslung Noutsos) war er nicht ein einziges Mal!!! dort, wo er hingehört hätte - als Fießerersatz auf die linke defensive wie auch offensive Seite! Nicht einmal brachte er Gefahr vor das Tor - nicht einmal! Im weiteren Verlauf wechselte er in das zentrale Mittelfeld, wo man ihn nach der Einwechslung Olievs durchaus akzeptieren kann - trotzdem war er nicht in der Lage, das Spiel schnell zu eröffnen, bzw. den Gegnern Bälle abzulaufen.
Hier wurde ständig über Cesars fehlendes Spielverständnis und seine Defensivleistung in der Vergangenheit gemotzt. Ein Julio Cesar war in der 55 Minute noch spritziger, beweglicher und einfach geistig frischer als ein Herr Mason. Sorry, aber ich muss offensichtlich im falschen Stadion gewesen sein. Vielleicht liegt es ja auch an meinem Stehplatz in der Nordkurve, der optische Eindrücke verzerrt.
In jedem Fall wurde in meinem Umfeld allenthalben die katstrophale Leistung beklagt - allerdings räume ich ein, dass ich daran nicht ganz unschuldig war und mich lautstark echauffierte.
Wenn man den gestrigen HR-Bericht ernst nimmt, soll ja noch an der Mannschaft in der Winterpause gebastelt werden. Ich hoffe, dass M. Hamann seiner Linie treu bleibt und auf junge Kräfte setzt - mit einem Mason und Dickhaut kommen wir nämlich nicht mehr sehr weit und die Tage eines Marc Arnold werden sicherlich auch bald gezählt sein - so schade das auch ist (habe mir heute noch mal das FSV-Spiele angeschaut und mich an seiner wunderbaren Vorbereitung zum folgenden "Bauertor" erfreut)...
Schnurz
Verfasst: 5. Nov 2006, 22:57
von HOM
Peinlich dagegen die Homburger mit der Fahne mit dem Eisernen Kreuz, die die Fahne "KSV-Fans gegen Rassismus" entsprechend kritisch beäugt haben. Nichts gegen unsere Homburger Freunde, aber auch bei denen gibt's halt solche und solche...
Grüss Dich , hierzu möcht ich gerne mal ein paar Zeilen texten .
Mit den roten Karten , klasse Aktion ... aber was jedoch an unserer Fahne lächerlich soll sein ??
Mal ehrlich , jeder Reservistenverein der Bundeswehr hat das EK auf dem Auto kleben . Deshalb sehe ich jetzt keinen Grund , das diese Fahne ein schlechtes Bild auf Uns werfen sollte . Von unserer Seite kann ich das nur nochmal sagen , das diese Fahne zu keiner politischen Meinung beitragen soll/te .
Grüsse aus Homburg
Verfasst: 5. Nov 2006, 23:20
von Marc
War ein wichtiger Sieg gegen ein erschreckend schwaches Team aus Pirmasens. Mich hat es für Julio auch sehr gefreut, auch wenn er vor seinem Tor recht unglücklich in seinen Aktionen war.
Nach Stuttgart kann man nun mit einer gewissen Lockerheit fahren, da man der klare Außenseiter ist.
Verfasst: 5. Nov 2006, 23:44
von Christian7
Mal eine Sache am Rande, die nichts mit dem Spiel selber zu tun hat:
War ein bisschen nervig, dass man die Musik nicht nach dem Spiel ausgemacht hat. Hat bei der Humba gestört. Demnächst bitte ausstellen.

Verfasst: 6. Nov 2006, 01:12
von Jens
HOM hat geschrieben:Peinlich dagegen die Homburger mit der Fahne mit dem Eisernen Kreuz, die die Fahne "KSV-Fans gegen Rassismus" entsprechend kritisch beäugt haben. Nichts gegen unsere Homburger Freunde, aber auch bei denen gibt's halt solche und solche...
Grüss Dich , hierzu möcht ich gerne mal ein paar Zeilen texten .
Mit den roten Karten , klasse Aktion ... aber was jedoch an unserer Fahne lächerlich soll sein ??
Mal ehrlich , jeder Reservistenverein der Bundeswehr hat das EK auf dem Auto kleben . Deshalb sehe ich jetzt keinen Grund , das diese Fahne ein schlechtes Bild auf Uns werfen sollte . Von unserer Seite kann ich das nur nochmal sagen , das diese Fahne zu keiner politischen Meinung beitragen soll/te .
Grüsse aus Homburg
Grüß Dich auch,
mit den Roten Karten, das war aber schon ein Heimspiel vorher. Beim Pirmasens-Spiel gab es eine andere, "richtige" von Fans initiierte Aktion gegen Rassismus. Zahlreiche Nationalfahnen wurden geschwenkt von Nationen, aus denen Spieler kommen, die mal für uns gespielt haben oder derzeit für uns spielen, dazu gab es passende Spruchbänder und eben auch eine Zaunfahne "KSV-Fans gegen Rassismus". Tja, und genau diese Zaunfahne ist von Eurer "Fraktion" mit der EK-Fahne kritisch in Augenschein genommen wurden, als sie daran vorbeigegangen ist. Ein Kumpel von mir (ein Ausländer) hat sich über dieses seltsame Verhalten gewundert, und einer der Initiatoren der Aktion hat ihn dann aufgeklärt, dass die Aktion genau gegen solche Leute gerichtet ist.
Übrigens ist die EK-Fahne nicht lächerlich - sie ist peinlich!
Die beste Argumentation lieferst Du eigentlich selbst: "jeder Reservistenverein der Bundeswehr hat das EK auf dem Auto kleben". Ähhh ... waren wir gestern auf einem Reservistentreffen oder in einem Fußballstadion

...? Wie Panne ist DAS denn, ein Bundeswehrzeichen beim Fußball zu zeigen? Was hat denn ein Fußballverein mit der Bundeswehr zu tun...?
Tjaaa, und das Dumme ist halt, dass "zufälligerweise" immer die Leute ein EK zur Schau stellen, die sich selbst als "aufrechte Deutsche" bezeichnen - was in dem Fall (siehe oben!) ja exakt gepasst hat. Du hast natürlich Recht, dass das mit Politik nix zu tun hat. Peinlich ist es dafür aber umso mehr.
Grüße nach Homburg!
Verfasst: 6. Nov 2006, 01:14
von Eimer
Quelle: HNA
Umjubeltes Ende der Erfolglosigkeit
Der KSV Hessen sorgt mit dem 2:0 gegen Pirmasens für Distanz zu den Abstiegsplätzen / Cesar trifft wieder
Von Frank Ziemke
Kassel. Es waren die Szenen, die die Entscheidung brachten: Sebastian Buschs Schuss aus der Distanz. Die Rettungstat des Torhüters. Das energische Nachsetzen von Julio Cesar. Der Ball, der über die Torlinie trudelt, zum 2:0 für den KSV Hessen. Endlich das Ende der Erfolglosigkeit. Mit dem Sieg gegen Pirmasens beenden die Löwen eine Serie von sieben Spielen ohne Dreier in der Fußball-Regionalliga. "Und jeder", sagte Trainer Matthias Hamann später, "hat gesehen, welche Last in diesem Moment von den Spielern abgefallen ist." Die komplette Mannschaft folgte dem Torschützen zum nicht enden wollenden Jubel an der Eckfahne. Und die letzten Minuten der Partie waren nur eine kurze Unterbrechung der Feierlichkeiten, die nach dem Schlusspfiff ausgelassen weitergingen.
Es war eben ein ungeheuer wichtiger Erfolg. Nicht nur wegen der Negativserie. Auch, weil die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg so deutlich auf Distanz gehalten wurde. "Wir haben uns Luft verschafft", freute sich Hamann. Sebastian Busch, der im Mittelfeld ein starkes Spiel geliefert hatte, war nur noch erleichtert: "Das war ja so unglaublich wichtig für uns."
"Das ist heute ein wunderschöner Tag. Darauf habe ich lange warten müssen."
Torschütze Julio Cesar
Und es war hochverdient. Pirmasens, der Bremer Pokalschreck, war dem KSV über 90 Minuten unterlegen. Die Gäste brachten es auf gerade einmal eineinhalb Torchancen, beschränkten sich fast ausschließlich auf Defensivarbeit.
Die Gastgeber dagegen hatten das Heft des Handelns von Beginn an in der Hand. Und sie hätten früh belohnt werden können, wenn Thorsten Bauers Flugkopfball nach einem Noutsos-Freistoß nicht von Gäste-Torhüter Steigelmann abgewehrt worden wäre. Der Mann, der am Ende am euphorischsten gefeiert wurde, trat zu diesem Zeitpunkt kaum in Erscheinung. Stürmer Julio Cesar erhielt von Beginn an eine Chance, hatte jedoch Anlaufprobleme. "Aber er hat gekämpft. Und er wollte unbedingt sein Tor", so erklärte Trainer Hamann später die Steigerung des Stürmers in der zweiten Halbzeit.
In der der KSV seine Überlegenheit endlich in Tore umsetzte. Mit etwas Glück, aber hochverdient. Daniel Beyer hatte aus 25 Metern abgezogen. Der aufspringende Ball veränderte seine Flugbahn und geriet zum unhaltbaren Sonntagsschuss. "Der Trainer hat gesagt, dass ich häufiger schießen soll. Er hatte Recht", sagte Beyer strahlend.
Die Weichen waren gestellt. Auch für den Auftritt von Cesar. Der hatte nun den Raum und auch die Kraft für seine Soloeinlagen. Er hatte Pech, als sein Kopfball an die Latte sprang (68.). Er hatte Glück, dass er am richtigen Platz stand, um den Abpraller nach Buschs Schuss über die Linie zu drücken (80.). Und er war einfach nur glücklich, "dass es nach langem Anlauf endlich geklappt hat".
Für ihn wie für den KSV, der zumindest an diesem Samstagnachmittag von sich behaupten konnte: Wir sind besser als Bremen.
05.11.2006
Verfasst: 6. Nov 2006, 01:16
von Eimer
Quelle: HNA
Cesars Steigerung nach schwerem Beginn
Die Einzelkritik: Bestnote für Dauerläufer Busch / Unerbittlicher Keim, zögerlicher Mason
Oliver Adler: Der Torhüter war fast beschäftigungslos, aber da, wenn er gebraucht wurde.
Turgay Gölbasi: Gewohnt sicherer Auftritt auf der rechten Abwehrseite. Fand auch die Zeit für viele Vorstöße.
Thorsten Schönewolf: Der Kapitän stand sicher im Zentrum der selten geforderten Abwehr.
Mario Klinger: Hinten ohne Mühe. Belebend, wenn er den Vorwärtsgang einschaltet und durch das Mittelfeld marschiert. Wie bei einem Konter in der 33. Minute, als nur der Abschluss etwas schwach war.
Christoph Keim: Ein gutes Spiel des linken Abwehrmannes. War unermüdlich unterwegs und unerbittlich in den Zweikämpfen. Pech beim abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze (50.) Einzige Schwäche: Zu viele Flanken, die beim Gegner landen.
Daniel Beyer: Bis auf eine schwache Phase vor der Halbzeit, als er auf die linke Seite wechselte, deutlich verbessert. Krönte seinen Auftritt mit dem Schuss zum 1:0.
Sebastian Busch: Wie immer Bestmarke bei den Zweikampfwerten. Den verbissenen Dauerläufer wünscht sich niemand zum Gegner. Auch im Passspiel genauer. Und dann noch der tolle Distanzschuss vor dem 2:0 - Buschi war diesmal einer der Besten.
Jan Fießer: Anfangs links, später rechts, zur Halbzeit raus: Fießer will derzeit nicht viel gelingen.
Saky Noutsos: Mühte sich, Linie ins Spiel zu bringen. Nicht immer mit Erfolg. Auch bei Standards wechselhaft. Trotzdem kein schlechtes Spiel.
Julio Cesar: Aller Anfang war schwer. In der ersten Halbzeit kaum ein gewonnenes Laufduell, kaum ein gewonnener Zweikampf. Aber der Brasilianer beschäftigte den Gegner, steigerte sich gewaltig und belohnte sich mit dem Tor.
Thorsten Bauer: Pech bei seinem tollen Flugkopfball. Stets in Bewegung, aber auch mit einigen Fehlpässen.
Michael Mason: Als Noutsos ging, übernahm er die ungewohnte Position hinter den Spitzen. In vielen Zweikämpfen zu zögerlich. Kann sicher mehr.
Tobias Oliev: Fügte sich nach der Einwechslung gut ein. Schöne Chance in der 69. Minute, als sein Schuss knapp vorbeiging.
Kim Schwager: In vier Spielminuten ohne Wertung. (frz)
05.11.2006
Verfasst: 6. Nov 2006, 15:00
von Schnurz
@ noco82
Schön zu sehen, dass die HNA meine Sicht der Dinge unterstützt, auch wenn sie es sicherlich wohlwollender formulieren. Dann war mein Bier wohl doch nicht schlecht

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Schnurz